„Habt ihr auch schon mal was verloren?“, fragt die Stadtarchivarin Christa Zapf die Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren, die sich unter dem schattigen Kastanienbaum hinter dem Rathaus zur Vorlesestunde der Stadtbücherei eingefunden hatten. „Wir haben es mit der Taschenlampe wieder gefunden“, antwortet eine kleine Zuhörerin couragiert – und schon ist der Bezug zum ausgewählten Vorlesebuch von Julia Donaldson hergestellt: „Nelli Spürnase und die verschwundenen Bücher“.
Nelli ist ein außergewöhnlicher Hund. Ihr Geruchsinn ist stadtbekannt und sie findet mit ihrer Spürnase nicht nur Verlorenes, sondern erschnüffelt noch so allerhand. Am meisten liebt sie den Geruch von Büchern und so ist es nicht verwunderlich, dass sie sich auf die Spur eines vermeintlichen Diebes macht, der in Peters Kinderspielzimmer all die schönen Bücher geklaut hat. Bei der Verfolgungsjagd kündigt sich ein Happy End an, denn es stellt sich heraus, dass die Bücher nur ausgeliehen wurden. Christa Zapf findet leicht den Zugang zu ihrem konzentriert lauschenden Publikum, das auch eigene Erfahrungen mit Büchern, Vorlesen und Hunden einbringt.
Am Schluss wird der Bogen zur Stadtbücherei geschlagen, was angesichts eines Hundes mit einer Begeisterung für Bücher nicht schwerfällt. Bibliothekarin Renate Stigler freute sich über die Resonanz bei den Vorlesestunden, die nach der Corona-Pause wieder aufgenommen wurden.













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