20.01.2020 - 13:29 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Im Stadtrat auf Dialog setzen

"Dem Bürger wieder mehr zuhören" ist ein Schwerpunkt, den sich Herbert Uschold, Bürgermeisterkandidat der CSU Oberviechtach, gesetzt hat. Zum Auftakt seines Wahlkampfs betont er, dass die "Blockade-Politik" im Stadtrat ein Ende haben muss.

Dem CSU-Bürgermeisterkandidaten Herbert Uschold stehen Ortsvorsitzender Tobias Ehrenfried (links) und Stadtratfraktionssprecher Alexander Ried (rechts) zur Seite. Das Dreigestirn gab sich beim Wahlkampfauftakt zuversichtlich, mit einer Mehrheit im Stadtrat und einem CSU-Bürgermeister die Stadt weiter voranzubringen zu können. Das neue Oberviechtacher CSU- Dreigestirn mi (von links) dem CSU Ortsvorsitzenden Tobias Ehrenfried, CSU- Bürgermeisterkandidat Herbert Uschold und dem CSU- Fraktionssprecher im Stadtrat ist zuversichtlich, mit einer Mehrheit im Stadtrat und einem CSU- Bürgermeister an der Spitze, in den nächsten sechs Jahren zum Wohle der Bürger abrieten zu dürfen und die Stadt weiter voranzubringen Bild: frd
von Christof FröhlichProfil

Die „Biersieder“ spielten zum Weißwurstfrühschoppen im Gasthof Pösl auf, mit dem die CSU ihre Wahlveranstaltungen für die Kommunalwahl eröffnete. Nach der Eröffnung durch Ortsvorsitzenden Tobias Ehrenfried ließ Fraktionssprecher Alexander Ried die vergangenen sechs Jahre im Stadtrat Revue passieren. Nicht ohne einen Seitenhieb auf den politischen Kontrahenten anzubringen: „Hätte die PWG in dieser Wahlperiode den Anträgen unserer Fraktion zugestimmt, wäre die Hälfte ihres Wahlprogramms schon abgearbeitet.“ Laut Ried stünden 40 Anträgen der CSU-Stadträte, die ausschließlich auf Verbesserungen für die Bürger abgezielt hätten, kein einziger Antrag der Mehrheitsfraktion gegenüber. Vielmehr fänden sich viele der abgelehnten Anträge nun im Programm der PWG wieder. Dass sich die Mehrheitsfraktion einer Zusammenarbeit mit der CSU verweigert habe, sei dem Wohle der Bürger nicht dienlich gewesen.

Dann ergriff Bürgermeisterkandidat Herbert Uschold das Wort und erläuterte seine Motivation, sich um dieses Amt zu bewerben. Er trat dem Gerücht entgegen, dass die CSU einen Bewerber für das Bürgermeisteramt gesucht habe. Vielmehr sei er selbst es gewesen, der auf die Verantwortlichen des Ortsverband zugegangen sei und sich als Kandidat angeboten habe.

Er richtete einen Blick in die Zukunft und kündigte an, die Stadt bei einem Wahlerfolg parteiübergreifend und konstruktiv in vielen Bereichen deutlich voranbringen zu wollen. Aufmerksam habe er die Stadtratspolitik in den vergangenen sechs Jahren verfolgt. Durch die Blockadehaltung der Mehrheitsfraktion sei im Gremium mehr gegen- als miteinander gearbeitet worden. Negativer Höhepunkt seien die Querelen um den geplanten Neubau eines Kindergarten gewesen. Bis jetzt sei das Projekt verhindert und noch viel kostenintensiver geworden – „und noch immer wissen die Eltern nicht, wo sie ihre Kinder unterbringen sollen.“

Seine Ansicht, dass in Oberviechtach den Leuten gar nicht mehr zugehört werde, habe sich bei Herbert Uschold nach dem Besuch der Bürgerversammlung im vorigen Jahr verstärkt. Dabei hätten sich anwesende Bürger harte Wortgefechte mit dem Bürgermeister geliefert. Uscholds Eindruck daraus: „Die Bürger haben das Vertrauen in die Stadtpolitik gänzlich verloren.“ Diese Situation möchte er durch seine eigene Kandidatur ändern und sich auch für ein harmonisches Miteinander im Stadtrat einsetzen.

Im weiteren Verlauf der Versammlung stellten sich die Bewerber um ein Stadtratsmandat auf den Listen von CSU, CWG und JU vor. Sie erläuterten ihre Beweggründe, sich für ein politisches Amt zu bewerben und nannten ihre Ziele, die sie sich zusammen mit Bürgermeisterkandidat Uschold gesteckt haben. Zusätzlich skizzierten die Listenführer Barbara Ruhland (CWG) und Philipp Troppmann (Junge Union), was sie sich speziell für die nächste Wahlperiode mit einer Mehrheit im Stadtrat und einem CSU-Bürgermeister Herbert Uschold alles vorgenommen haben.

Die Bürger haben das Vertrauen in die Stadtpolitik gänzlich verloren

Herbert Uschold, CSU-Bürgermeisterkandidat

Eckpunkte des CSU-Programms:

Wohnraum für Familien und Soldaten schaffen; Leerstände beseitigen; Gründung einer Stadtbau GmbH; Kinderbetreuung in Ferien verbessern; Förderung des Spielplatzangebotes; Einsatz um Kinderarzt-Praxis; Erhalt des Krankenhauses; Schaffung eines Jugendtreffs; Ausweisung eines Jugendhaushalts; Vernetzung aller Schulen und Bildungseinrichtungen; Förderung des Ehrenamts; Etablierung eines Wirtschaftsstammtischs; Ausweisung Gewerbegebiets; Firmen-Neuansiedlung; Stadt mit Kultur, Tourismus und Gastronomie beleben. (frd)

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