29.07.2020 - 20:00 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Verdienste um Oberviechtacher Bataillon gewürdigt

Wenn beim Panzergrenadierbataillon 122 ein Kompaniechef wechselt, tritt üblicherweise der gesamte Verband an. Es ist Corona geschuldet, dass die Übergabe der "Dritten" an Hauptmann Volker Lisson lediglich "im kleinen Kreis" stattfindet.

Auszeichnung mit Maske: Der scheidende Kompaniechef Marcus Eckert (rechts) erhält durch Oberstleutnant Andreas Bleek die Ehrennadel des Panzergrenadierbataillons 122 überreicht.
von Christof FröhlichProfil

Drei Jahre führte Hauptmann Marcus Eckert die dritte Kompanie des Panzergrenadierbataillons 122. Zur Übergabe hatte der Kommandeur, Oberstleutnant Andreas Bleek, in der Grenzlandkaserne einen offiziellen Akt angesetzt, der allerdings wegen der Pandemie nicht als Bataillonsappell stattfinden konnte. Der Rahmen war diesmal vergleichsweise klein: "Angetreten" waren Verwandte und Freunde des bisherigen und des neuen Kompaniechefs, Abordnungen aus den Patengemeinden Moosbach und Vohenstrauß sowie Delegationen von Traditionsvereinen.

Andreas Bleek ließ die Zeit von Marcus Eckert bei den "122ern" Revue passieren. Dieser war ab 2014 zunächst als Führer eines Panzergrenadierzuges in der zweiten Kompanie eingesetzt, ehe im Frühjahr 2017 der Wechsel an die Spitze der "Dritten" kam. Mit Elan, Leidenschaft und militärischem Sachverstand habe er diese geführt. Hauptmann Eckert nehme die Erinnerung an viele herausfordernde Erlebnisse im Bataillon mit.

Für Oberstleutnant Bleek stand fest, dass Marcus Eckert sich um seine Kompanie und auch das gesamte Bataillon verdient gemacht hat. Zum Dank überreichte er ihm die Ehrennadel des Verbandes. Die weitere militärische Laufbahn führt Hauptmann Eckert zum Panzergrenadierbataillon 371. Dort wird er als Stabsoffizier und Führungsgehilfe dem Kommandeur zuarbeiten.

Die Oberviechtacher Soldaten waren auch bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie gefordert

Oberviechtach

Als Nachfolger an der Spitze der "Dritten" stellte Bleek den Hauptmann Volker Lisson vor. Dieser übernehme die Einheit unmittelbar vor dem Höhepunkt der Ausbildung und werde damit sofort in die taktische Führungsverantwortung geworfen. Der Kommandeur erinnerte an den Litauen-Einsatz, wo Lisson einen Kampfzug geführt habe. Bleek zeigte sich überzeugt, dass mit Volker Lisson der richtige Mann an der Spitze der Kompanie stehe.

Der Kommandeur charakterisierte den neuen Chef als "prinzipientreuen Anführer", der auch in Zeiten von Corona für eine Fortsetzung der soldatischen Ausbildung plädierte. Volker Lisson sei ein guter Kamerad mit feinem norddeutschen Humor und ein Soldat mit taktischen Geschick. Nun gelte es für ihn, sich das Vertrauen seiner Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaftsdienstgrade zu verdienen. Dafür wünschte Bleek alles Gute.

Die symbolische Übernahme des Kompaniewimpels von Hauptmann Eckert und die Übergabe an Hauptmann Volker Lisson setzte den Schlusspunkt unter die Kommandoübergabe. Ein Empfang im Freien unterhalb des Offizierheimes schloss sich an. Dort dankten Zweiter Bürgermeister Bernhard Rom für die Patengemeinde Moosbach und Dritter Bürgermeister Alfons Raab für die Patenstadt Vohenstrauß sowie Vertreter der Soldaten- und Kriegerkameradschaft Tröbes dem scheidenden Kompaniechef für die Zusammenarbeit. Das gute Miteinander boten sie auch dem neunen Kompaniechef an.

Bataillonskommandeur Oberstleutnant Andreas Bleek (rechts) reichte den Wimpel der dritten Kompanie an den neuen Chef, Hauptmann Volker Lisson, weiter.
Am Übergabeappell nahmen auch Abordnungen der Patengemeinden Vohenstrauß und Moosbach teil.
Der Vorsitzende der Soldaten- und Kriegerkameradschaft Tröbes, Josef Schafbauer (links), überreichte zum Abschied ein Präsent an den bisherigen Kompaniechef Marcus Eckert.

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