Oberviechtach
21.12.2018 - 12:42 Uhr

Von Wirtschaft bis Landschaft

Die Entwicklung und Gestaltung des ländlichen Raums ist das Hauptziel der interkommunalen Allianz "Brückenland Bayern-Böhmen". Zur Umsetzung der erarbeiteten Projekte wird 2019 ein ILE-Management installiert.

Stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl (Zweiter von links) gratulierte dem ILE-Führungsteam zur Wahl (von links): Hans Eibauer, Arnold Kimmerl, Reiner Gäbl, Maria Baumer, Birgit Höcherl, Manuel Lischka, Georg Köppl, Barbara Hanauer und Gerald Reiter. Bild: kö
Stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl (Zweiter von links) gratulierte dem ILE-Führungsteam zur Wahl (von links): Hans Eibauer, Arnold Kimmerl, Reiner Gäbl, Maria Baumer, Birgit Höcherl, Manuel Lischka, Georg Köppl, Barbara Hanauer und Gerald Reiter.

Die Städte Oberviechtach und Schönsee, die Märkte Eslarn und Winklarn sowie die Gemeinden Altendorf, Gleiritsch, Guteneck, Niedermurach, Schwarzach, Stadlern, Teunz und Weiding bilden die ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung) "Brückenland Bayern-Böhmen". Die interkommunale Allianz mit rund 19 500 Einwohnern pflegt seit dem Jahre 2002 die regionale Zusammenarbeit.

Zusammen mit der tschechischen Mikroregion Dobrohost bildet sie die erste grenzüberschreitende Leader-Entwicklungsregion in Bayern und hat als zweite Säule die viel beachtete und ausgezeichnete (Bundespreis Kerniges Dorf) Initiative "Leerstandsoffensive". Nach dem "Aus" der LAG entschlossen sich die zwölf Kommunen, ihre Zusammenarbeit in Form einer ILE-Region fortzusetzen.

Entwicklungskonzept

Grundlage ist das gemeinsam erarbeitete 168 Seiten umfassende Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK). Als Novum wurden hier Fragen der ländlichen Entwicklung und der Stadtentwicklung miteinander verzahnt. Das ILEK gliedert sich in eine Regionalanalyse mit den Bereichen Demographie, Wirtschaft, Landschaft, Öklologie, Wohnen, Baustruktur und Daseinsvorsorge. Darauf baut das Entwicklungsleitbild mit acht Handlungsfeldern auf. Dabei sind sich die Akteure einig, dass es zur Umsetzung der zahlreichen Maßnahmen eines fest installierten ILE-Managements bedarf. Dieses ILE- Management war neben den Neuwahlen (siehe Info-Kasten) das Hauptthema der Mitgliederversammlung im Schönseer Rathaus.

Stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl würdigte die wertvolle ehrenamtliche Arbeit für den ländlichen Raum. Es gelte, dem Bevölkerungsschwund entgegen zu wirken und es müsse das Ziel sein, mit der Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen, junge Leute in der Region zu halten bzw. wieder zurückzuholen. Die Versammlung war sich einig, dass dieses ILE-Management schnellstmöglich installiert werden sollte, um in konkrete Projekte einsteigen zu können. Vorsitzender Georg Köppl sprach von derzeit sehr guten Förderkonditionen für das Management. Demnach wird es vom Freistaat über die Ämter für Ländliche Entwicklung mit jährlich bis zu 75 Prozent und einen jährlichen Höchstbetrag von 90 000 Euro über einen Zeitraum von sieben Jahren hinweg gefördert.

Ab Jahresmitte

Der Zeitplan sieht vor, dass die Ausschreibung für das ILE-Management und eventuell einer Bürokraft im ersten Quartal 2019 erfolgt, um dann bis zur Jahresmitte hin durchstarten zu können. Ab dem nächsten Jahr soll es auch wieder regelmäßige Zusammenkünfte der ILE-Bürgermeister geben. Die erste ist für den 24. Januar um 18 Uhr in Winklarn angesetzt.

Der Dank des Vorsitzenden galt Manuel Lischka für die Organisation des Radlersonntags und die Vorlage des Jahresbudgets 2018/19. Auf eine Umlage an die Kommunen wird für 2018 und 2019 verzichtet.

Neuwahlen beim "Brückenland":

Den siebenköpfigen Vorstand des Vereins „Regionalentwicklung Brückenland Bayern-Böhmen“ für die nächsten zwei Jahre bilden: Vorsitzender: Georg Köppl; Stellvertreterin: Birgit Höcherl; Beisitzer: Reiner Gäbl, Manuel Lischka, Barbara Hanauer, Maria Baumer und Hans Eibauer. Der Ausschuss besteht aus den Vorstandsmitgliedern und allen Bürgermeistern der Mitgliedskommunen. Zu Kassenprüfern wurden Walter Schauer und Gerald Reiter gewählt. (kö)

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.