15.02.2021 - 17:07 Uhr
OberviechtachOberpfalz

"Ich würde immer wieder Lehrer werden"

"Alois Köppl ist ein Pädagoge, der nicht nur mit Freude, sondern mit Leidenschaft seinen Beruf ausübte", betonte Rektor Werner Winderl in einer kleinen Feierstunde. Der Anlass dafür war Alois Köppls Verabschiedung in den Ruhestand.

Rektor Werner Winderl (links) und Konrektor Rudi Schneider (rechts) verabschiedeten Alois Köppl in den Ruhestand. 
von Elfriede WeißProfil

Der passionierte Lehrer hat mit vielerlei Aktionen die Doktor-Eisenbarth-Mittelschule Oberviechtach in ein gutes Licht gerückt. Bei der Verabschiedung Alois Köppls wurde darauf Bezug genommen.

Bildungsatlas trägt Alois Köppls Handschrift

Oberviechtach

Der berufliche Werdegang des 66-Jährigen begann mit dem Studium in Erlangen, dem ein Einsatz an der Volksschule Gleiritsch folgte. Weitere Stationen als Lehrer waren die Volksschulen Neunburg, Waidhaus, Tännesberg und Teunz sowie die Förderschule Vohenstrauß, bis er im Jahr 2000 an die Mittelschule Oberviechtach versetzt wurde.

Voller Ideen

"Dienste für Schulleitung, Kollegium und Schüler auch über das geforderte Maß hinaus, korrekter Unterricht und rücksichtsvoller Umgang mit seinen Schülern waren Primärziele seines Schuldienstes", hob Rektor Werner Winderl hervor und sprach damit die Gründung der Schülerfirma "Eisenbarth Print", der ersten an der Schule, an, mit der die Schule als Sieger des bayernweiten Gründungsspiels "Ideen machen Schule" hervorging und 2007 unter "Deutschlands besten Schulen mit Hauptschulanschluss" war.

Preise heimste auch regelmäßig die von Köppl vor 20 Jahren ins Leben gerufene Schülerzeitung "Eisenbarth-Kurier" ein. Den ersten Platz aller Schularten holte sich 2017 seine Klasse beim bayernweiten Schülerwettbewerb "Technik Scouts". Mehrmals gestaltete er den "Bildungsatlas des Landkreises Schwandorf" mit seiner Schülergruppe. Für die Bücher "Comeniusprojekt" und "50 Jahre Doktor-Eisenbarth-Schule" zeichnete Köppl verantwortlich. Auch die Schulhomepage ist von ihm professionell aufgebaut worden und wird auch weiterhin betreut werden.

Ein Glückwunsch-Film

Daneben hat sich Alois Köppl, ursprünglich durch den Werkunterricht angeregt, die Töpferei zur weiteren Leidenschaft gemacht. Gewürdigt wurden diese Verdienste mit der Beförderung zum Studienrat im Mittelschuldienst. Nach der Überreichung der Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand und eines Gutscheins vom Kollegium bedankte sich Alois Köppl und sagte: "Ich würde immer wieder Lehrer werden." Da das Kollegium nicht anwesend sein konnte, sprach er eine Einladung zu einem späteren Zeitpunkt aus und bedankte sich für einen Film mit vielen Glückwünschen, der von den Lehrern der Schule kreiert worden war. Langweilig wird es dem engagierten Kollegen im Ruhestand nicht. Dafür sorgen schon bald drei Enkelkinder, die Töpferei, das Fotografieren aus der Luft, das Verfassen mehrerer Bücher über die Heimat sowie von Artikeln für den "Neuen Tag".

 

 

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