09.03.2021 - 10:15 Uhr
Oberwildenau/Luhe-WildenauOberpfalz

Noch einmal umgeplant: Neues Konzept für Feuerwehrgerätehaus Oberwildenau

Der Neubau des Feuerwehrhauses Oberwildenau beschäftigt seit 2017 den Marktgemeinderat Luhe-Wildenau. Eine Baugenehmigung von 2019 ist nun wieder Geschichte. Die Förderung ist das Problem.

Ein großes Vorhaben braucht auch eine großen Plan, deshalb der Abstand zwischen Bürgermeister Sebastian Hartl (links) und dem Planer Josef Schöberl aus Parkstein bei der Besprechung auf dem zu bebauenden Areal hinter dem Naabtalhaus.
von Walter BeyerleinProfil

Seit mehreren Jahren beschäftigt der Neubau des Gerätehauses für die Feuerwehr Oberwildenau den Markt. Nach vielen Jahren der Vorplanung entschied der Marktgemeinderat 2017, das Gebäude hinterm Naabtalhaus zu errichten. Dafür gab es Ende 2019 eine Baugenehmigung. Doch diese Planung ist nun wieder Geschichte.

Vor kurzem stellte Bürgermeister Sebastian Hartl den Mitgliedern der Oberwildenauer Wehr in einer Online-Veranstaltung die neue Planung vor. Vorangegangen war bereits Ende Januar eine ausführliche Informationsveranstaltung für den Marktgemeinderat sowie ein einstimmiges Votum für die Umplanung in der letzten Marktgemeinderatssitzung.

"Das Problem der bereits genehmigten Planung waren Schwierigkeiten bei der Förderung durch die Regierung der Oberpfalz", erklärt Bürgermeister Hartl.

Die örtlichen Gegebenheiten erforderten eine Nachbesserung. So wird nun zusätzlich zu den bisher geplanten fünf Stellplätzen, ein zusätzlicher Stellplatz in Form einer Waschhalle gebaut. Die Waschhalle kann sowohl von den drei Gemeindewehren als auch vom Bauhof genutzt werden. Das neue Konzept sieht auch einen Verzicht auf die Schlauchpflegeanlage vor, um die frei werdenden Flächen an anderer Stelle für einen Unterrichtsraum zu nutzen.

Hartl betonte, dass neben der Führungsspitze der Oberwildenauer Wehr auch die Kommandanten aus Luhe und Neudorf in die Planung mit eingebunden wurden. "Die Entscheidung wird von allen drei Gemeindewehren befürwortet", so der Bürgermeister.

Beim Gespräch vor Ort hebt Planer Josef Schöberl als gravierende Änderung die jetzige Anordnung der Stellplatzhallen hervor. Diese seien nicht mehr aufgeteilt, sondern in einer Reihe angesiedelt. Damit könne der Baukörper wirtschaftlicher errichtet werden. Ein weiterer Vorteil sei, dass sich der Haupteingang nicht mehr auf der Nordseite des Feuerwehrhauses befinde, sondern direkt gegenüber des Naabtalhauses. "Damit wird das gesamte Areal aufgewertet", so die Einschätzung des Planers. Die jetzige Konzeption sehe die Errichtung aller notwendigen Räumlichkeiten auf einer Ebene und in einem Gebäude vor. Der Schulungsraum, in der früheren Planung im benachbarten Pfarrheim eingeplant, wird deshalb auch im neuen Feuerwehrhaus zu finden sein.

Damit werde das Gebäude auf die Zukunft ausgerichtet, betonte Bürgermeister Sebastian Hartl. Von den Maßen her ergibt sich für die Halle eine Fläche von 430, für die übrigen Räume eine Fläche von 500 Quadratmeter. "Moderne Architektur, geradlinig und einfach", so beschreibt der Planer das Feuerwehrhaus. Die Fahrzeughalle wird in Stahlkonstruktion errichtet, die Nebenbaukörper in Massivbauweise.

Im Vergleich zu 2017 erhöhen sich die geschätzten Kosten auf rund 1,7 Millionen Euro. Dies ist den deutlich gestiegenen Baupreisen geschuldet. Glücklicherweise erhöht sich auch die Fördersumme auf 416.000 Euro. Der Eigenanteil für den Markt beträgt 1,3 Millionen Euro, wobei auch der Feuerwehrverein bereits signalisiert hat, sich zu beteiligen.

"Unser großer Wunsch ist ein Spatenstich noch in diesem Jahr, meinte Hartl beim Gespräch auf dem künftigen Feuerwehrareal.

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