24.04.2019 - 09:56 Uhr
Oberpfalz

Öfter mal Pause machen

Wer ständig von Körper und Geist Höchstleistungen verlangt, macht sich auf Dauer krank. Sie müssen nicht permanent irgendetwas, meint die OWZ-Glücksexpertin.

Nur im Ruhezustand können wir uns regenerieren.
von Autor EWAProfil

"Schon wieder eine Woche vorbei." "Was, so lange ist das schon her?" "Es fühlt sich an, als wäre es erst gestern gewesen ..." Kommt es Ihnen auch manchmal so vor, als würde die Zeit immer schneller vergehen? Kein Wunder: Denn seit Anfang des 19. Jahrhunderts hat sich laut einer wissenschaftlichen Studie unser Kommunikationstempo um das Zehnmillionenfache beschleunigt, unsere Reisegeschwindigkeit verhundertfacht. Dafür schlafen wir durchschnittlich zwei Stunden weniger pro Nacht, viel zu selten gönnen wir uns eine Pause.

Wünschen Sie sich auch immer öfter, einfach mal abschalten zu können? Ein Wunsch, den Sie wirklich ernstnehmen sollten. Denn wer permanent Höchstleistungen von Körper und Geist verlangt, zapft seine Leistungsreserven an - und macht sich auf Dauer krank. Nur im Ruhezustand können wir uns regenerieren. Machen Sie also öfter eine Pause und entspannen Sie sich. Schon nach kurzer Zeit fühlen Sie sich wesentlich besser, treten Konflikten gelassener gegenüber und haben deutlich mehr Freude am Leben. Schon verschiedene kurze Übungen, die Sie bei Bedarf öfter wiederholen können, helfen dabei.

Beginnen sie zum Beispiel damit, bewusster zu gehen. Gehen Sie langsam hin und her und konzentrieren Sie sich auf den Bewegungsablauf. Auch beim Warten können Sie wunderbar entspannen: Sie atmen drei- bis viermal ein und aus und spüren dabei bewusst die Atembewegung in Ihrem Körper. Die Wahrnehmung des Atems ist die wichtigste Hilfe, um unsere Aufmerksamkeit vom Denken abzulenken und auf den gegenwärtigen Moment zu lenken.

Auch Zeichnen und Malen kann helfen, dafür müssen Sie kein künstlerisches Talent haben. Kritzeln Sie Spiralen, Achten, Kreise oder einfach das Haus vom Nikolaus. Durch monotone, nicht zielgerichtete Tätigkeiten entspannen Sie Ihren Verstand. Es gibt noch viele andere Möglichkeiten, zwischendurch zu entspannen. Singen Sie im Auto, kümmern Sie sich um Ihre Zimmerpflanzen, werfen Sie vor der Tür ein paar Bälle, machen Sie einen Spaziergang, bei dem Sie sich bewusst auf Ihre Umgebung konzentrieren, schauen Sie ein lustiges Video an, kraulen Sie Ihr Haustier, trinken Sie in Ruhe einen Tee und zünden Sie sich eine Kerze an, machen Sie ein paar Yogaübungen oder legen Sie einfach mal entspannt für einige Minuten die Beine hoch.

Wichtig ist, dass Ihnen klar wird: Sie müssen nicht permanent irgendetwas. Streichen Sie das Wort "müssen" doch mal einige Zeit aus Ihrem Wortschatz, fangen Sie am besten heute noch damit an. Versuchen Sie, immer ganz bei der Sache zu sein, die sie gerade tun. Denken Sie in Ihrer Pause nicht schon wieder daran, was danach erledigt werden muss. Dann werden Sie auch bald feststellen, dass Sie gefühlt mehr Zeit haben, auch wenn der Zeiger auf der Uhr genauso schnell seine Runden zieht wie immer. Probieren Sie es aus, denn meistens findet sich das Glück in der Pause. (ewa)

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