Die Bilder zeigen, dass in Ottengrün die Hauptstraße völlig verschlammt ist. Auch in Meyers Heimatort Wernersreuth heißt es "Land unter". Allerdings ist das Ausmaß dort nicht ganz so schlimm. Am späten Abend noch begannen die Aufräumarbeiten, am Montag rückten dann die Bauhof-Mitarbeiter aus, um die restlichen Schlammmassen zu beseitigen. "Es sind alle im Einsatz", erklärt Meyer. Die Zuläufe des Entwässerungssystems seien "total zugespült." Diese müssten nun wieder frei gemacht werden.
In den beiden Ortsteilen der Marktgemeinde Neualbenreuth haben sich damit Überschwemmungen wiederholt, wie es sie nach Starkregen schon früher gegeben hat. "Es ist das Gleiche passiert wie vor vier Jahren", beschreibt Meyer die Situation. Ein Feld, das in einem langen Hang oberhalb der Ortschaft "ins Dorf hereingeht", war erst in den vergangenen Wochen angesät worden. Die enormen Wassermengen hätten den Boden ins Tal gespült. Meyer verweist auf eine Niederschlagsmenge zwischen 15 und 17 Litern innerhalb von 30 Minuten.
In den vergangenen Jahren war nach Abschwemmungen und deren Folgen die Initiative "boden:ständig" gestartet worden - unter Federführung des Amts für Ländliche Entwicklung und in enger Abstimmung mit dem Bauernverband. "Aber das funktioniert nur, wenn jeder mitmachen würde", sagt Meyer. Er will nach dem wiederholten Unwetter-Ereignis nun "den Finger in die Wunde legen".
"Die Ottengrüner sind die Leidtragenden, da muss sich etwas ändern", findet Meyer deutliche Worte. Der Gemeinde-Chef nennt dabei das Stichwort "pflugloser Anbau" und die Verwendung von Mulch-Saaten. Ein Konzept mit einem Maßnahmenkatalog habe der in das Projekt eingebundene Landschaftsplaner bereits an die Marktgemeinde Neualbenreuth übergeben. Vieles sei in dieser Richtung schon passiert, aber eben noch nicht überall.


























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