09.09.2019 - 14:55 Uhr
ParksteinOberpfalz

Den Basaltkegel gerockt

Das erste Lavarock-Festival in Parkstein ist ein voller Erfolg. Wenn auch das Wetter nicht so mitgespielt hat wie erhofft, sind die Veranstalter sehr zufrieden. Die Einnahmen gehen an die „Aktion Lichtblicke“.

von PMLProfil

Gut 1500 Besucher haben den kühlen Temperaturen und dem Regen am vergangenen Samstag getrotzt und mit leckerem Essen, viel guter Laune und noch mehr guter Musik das 10-jährige Jubiläum der Witron Mitarbeiter-Band „WiBand“ gefeiert. Dafür hatte sich "WiBand"-Bandleader und Festival-Organisator Christian Dietl und sein Team ordentlich etwas einfallen lassen: Foodtrucks sorgten für das gute Essen, regionale Bands für die gute Laune und mächtig Feuer am Nachmittag und frühen Abend. Der spätere Abend gehörte dann dem Headliner „The Dire Straits Experience“, der den Vulkan so richtig zum Brodeln brachte. Alle gemeinsam haben den Basaltkegel richtig gerockt, wie Dietl es zusammenfasst.

Bevor es jedoch soweit war, durften handverlesene regionale Gruppen erst einmal so richtig zeigen, was sie können. Jede davon musste sich durch ein Casting für diesen Auftritt qualifizieren und Dietl und sein Team haben ein hervorragendes Gespür bei der Auswahl bewiesen. So stand ab 15 Uhr die Weidener Band „eXcage“ auf der Bühne und sorgte mit ihrer ganz persönlichen Art von Heavy Rock bei den ersten Besuchern schon für gute Stimmung. Ab 16 Uhr kam nicht nur die Sonne etwas hinter den Wolken hervor, auch „Mission Possible“ brachten weiter Stimmung unter die Leute. Die Rothenstädter Coverband interpretierte Rock’n’Roll aus den fünfziger Jahren genauso kreativ und modern wie Hits aus den 70ern, 80ern und von heute. Pünktlich um 17 Uhr ging das Mikrofon an „Cellfire“. Die Schwandorfer Alternative-Rock-Band stand den Vorgängern nicht im Geringsten nach und gab ihr Bestes, um den immer zahlreicher werdenden Gästen ordentlich einzuheizen.

Nach einer kurzen Pause, in der sich auch das Wetter für einen Richtungswechsel entschied und Schauer für eine mehr als unnötige Abkühlung sorgten, eroberte sich die "WiBand" selbst ab 18.30 Uhr die Bühne. Guter Gesang, perfekt abgestimmte Instrumente und eine Musikauswahl, die voll und ganz auf der Wellenlänge des Publikums lag, sorgten für 90 Minuten ausgelassene Vorglühstimmung mit viel Applaus.

Ab 20.45 Uhr übernahmen die Headliner des Abends die musikalische Gestaltung. Und diese hatte es in sich. „The Dire Straits Experience“, die sich vor wenigen Jahren um den langjährigen „Dire Straits“-Tour-Saxophonisten Chris White und den musikalischen Mark Knopfler-Doppelgänger Terence Reis gebildet hatten, sorgten für Begeisterung bei den Zuschauern. Die Mischung aus bekannteren Stücken wie „Money for Nothing“, „Sultans of Swing“ oder „Brothers in Arms“ und unbekannteren Werken kam hervorragend an. Das Bandziel, das musikalische Erbe der ursprünglichen „Dire Straits“ in höchster Perfektion wieder auf die Konzert- und Festival-Bühnen zu bringen, haben die Mitglieder der "Experience" an diesem Abend mehr als erreicht.

So vergingen die gut zwei Stunden, die sich „The Dire Straits Experience“ trotz der Kälte Zeit nahmen viel zu schnell. Und kurz vor 23 Uhr, nach einem ausführlichen Zugabenblock, entließen die Meister des melodischen Rocks ihre begeisterten Gäste in die kühle Septembernacht. Für die "WiBand" und die Festivalorganisatoren ging damit über ein Jahr Vorbereitungen erfolgreich zu Ende. „Wir sind total begeistert von den musikalischen Darbietungen aller Bands. Unser Band-Contest hat genau das gebracht, was wir uns gewünscht hatten: Regionale Bands, die leidenschaftlich sind und wirklich was drauf haben. Auch die „WiBand“ war passend zum 10-jährigen Jubiläum in Top-Form und der Auftritt der 'The Dire Straits Experience' war einfach nur unglaublich: Sensationelle Performance auf Weltklasse-Niveau, sympathische Künstler. Ein absolutes Highlight für unsere Region“, schwärmt Dietl, der die Idee zum Festival hatte und es federführend organisierte, am Montag danach.

Auch aus dem Publikum waren nur begeisterte Rückmeldungen zu diesem „genialen“ und „fantastischem“ Ereignis zu hören. Für die nächste Auflage des Lavarock kann man den Organisatoren und Besuchern nur besseres, trockeneres Wetter und damit auch mehr Publikum wünschen. Nicht zuletzt, da die Einnahmen des Festivals der Aktion „Lichtblicke“ zugutekommen, die damit bedürftige Menschen in unserer Region unterstützt.

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