25.11.2019 - 12:42 Uhr
ParksteinOberpfalz

Gelungenes Herbstkonzert in der Witron-Halle

Wie sehr Blasmusik zum kulturellen Leben eines Ortes beitragen kann, bewies die Jugendblaskapelle mit ihrem 23. Herbstkonzert in der nahezu vollen Witron-Sporthalle.

Die Jugendblaskapelle bietet einen homogenen Klangkörper mit anspruchsvollem Niveau.
von Redaktion ONETZProfil

Dabei standen nicht die bekannten Ohrwürmer auf dem Programm, das Marion Ermer in bewährter Weise moderierte. Vielmehr wurden anspruchsvolle konzertante Stücke und Reminiszenzen an frühere Zeiten präsentiert, die vom Publikum begeistert aufgenommen wurden. Dirigent Alfons Steiner hatte einen bunten Strauß an Arrangements zusammengebunden, der vom Orchester Höchstleistungen forderte. Die über 50 Mitwirkenden versprühten aber jede Menge Freude am Musizieren.

Zu Beginn duften sich die Besucher mit der vom Belgier Willy Köster komponierten Ouvertüre „König Drosselbart“ in die Grimmschen Märchens hineinversetzen. Dem folgte mit Hugo Strassers „Heiße Ventile“ ein mitreißendes und mit Swingelementen durchsetztes Solostück für Trompeten, das von Andreas Bäumler, Stefan Bodenmeier, Jakob Reichl, Jonas Uschold und Pascal Zankl gekonnt serviert wurde.

Mal spannend, mal majestätisch oder auch verspielt ertönte eine Auswahl von Melodien des Amerikaners Michael Kamen aus dem Kinofilm „Robin Hood“. Bei der „Dachziegel-Polka“, einem Spaß des Niederländers Freek Mestrini, durfte auch die Jugend ran. Nachwuchsschlagzeuger Felix Brändl beeindruckte mit einem Solo. Zwischendurch begleiteten ihn seine fünf Altersgenossen Sebastian Waldt (Querflöte), Johanna Dagner, Mia Fiedler, Rahel Fischer, Vroni Götz und Nico Treml (Klarinetten, Saxofon).

Mit einer von Johannes Heisig arrangierten Fantasie aus der romantischen Volksoper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber zeichneten die Musiker ein Bild der malerischen Idylle, die immer wieder von triumphierenden Jagdhornsignalen und Marschklängen unterbrochen wird.

Melodien aus dem Musical „Grease“ wie „Summer Nights“ oder „You’re the One That I Want“ erklangen nach der Pause im fetzigen Rock ’n’ Roll der Fifties. Als Posaunensolisten glänzten danach Philipp Hundhammer, Andreas und Matthias Kick sowie Werner Kippes bei „Show’in Saints“ mit einer Dixieland-Version des Gospels „When the Saints Go Marching In“.

Dass die Kapelle natürlich auch „Böhmisch“ mit samt-weichen Klängen kann, zeigte sie mit der schwungvollen „Burgrainer Polka“ und dem von Franz Bummerl arrangierten und von Dieter Hundhammer und Rudolf Trescher vorgetragenen Walzerlied „Ein junger Jäger“.

Ein Medley zu TV-Serien wie „Lindenstraße“, „Schwarzwaldklinik“, „Derrick“ oder „Traumschiff“, zu Shows wie „Herzblatt“ und „Wetten, dass?“ und Titelmelodien von „Tagesschau“ bis zum „Aktuellen Sportstudio“ führte das Publikum auf eine TV-kultige Reise. Mit schwarzem Anzug, Hut und Sonnenbrille, den Markenzeichen der „Blues Brothers“, interpretierte Philipp Hundhammer stilgerecht den Rhythm-and-Blues-Kracher „Everybody Needs Somebody To Love“.

Zum Schluss durften die Besucher bei „Moment for Morricone“ mit der Filmmusik des berühmten italienischen Komponisten das Gefühl des „Wilden Westens“ erleben, ehe sie mit der Zugabe „Party Dance Mix“ von den Sonnenbrillen tragenden Musikern zu Lichteffekten mit Discosound verwöhnt wurden.

Die Jugendblaskapelle bietet einen homogenen Klangkörper mit anspruchsvollem Niveau.
Dirigent Alfons Steiner und seine Jugendblaskapelle stellen sich vor.
„Heiße Ventile“ bei den fünf Trompetensolisten.
Auch ein Dachziegel kann ein Musikinstrument sein, hier für den Nachwuchsschlagzeuger Felix Brändl.
Hörnerklang aus der Oper „Der Freischütz“
Posaunensolo bei „Oh, when the Saints“.
Verträumte Klänge von Dieter Hundhammer und Rudolf Trescher bei böhmischen Weisen.
„Blues Brother“ Philipp Hundhammer.
Discoparty als Zugabe im passenden Outfit.
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