12.10.2021 - 12:11 Uhr
ParksteinOberpfalz

Grünes Licht für Bebauungsplan „Grün – Weidener Straße“

Der Parksteiner Marktrat nimmt den geänderten Entwurf an. Dabei ergibt sich unter anderem eine neue Führung für einen Rad- und Fußweg.

Der Geh- und Radweg (links) wird nach dem Enwurfs des Bebauungsplans zur Straße (rechts) verlegt, so dass die neuen Bauplätze direkt an die Grundstücke mit der bestehenden Bebauung angrenzen.
von Walter BeyerleinProfil

Der Marktrat hat den von Architekt Josef Schöberl vorgelegten Entwurf des Bebauungsplans „Grün – Weidener Straße“ unter Berücksichtigung der Änderungswünsche aus der Sitzung im September mit 9:6 Stimmen angenommen. Aus diesem Ergebnis ergibt sich derzeit die Verpflichtung für den Eigentümer des Hauses am Amselweg 1, vorhandene Nutzungen außerhalb dieses Grundstücks, also auf der Parzelle 1 des künftigen Baugebiets, zu beseitigen.

Schöberl stellte dem Gremium die eingearbeiteten Änderungswünsche aus der Septembersitzung vor. Demnach wird nach der seinerzeitigen Anregung von Martin Bodenmeier (FWG) der Radweg und Fußweg zwischen den Parzellen 5 und 6 angelegt. Die Entwässerung und Abwasserbeseitigung soll im Trennsystem erfolgen. Mit einem leidenschaftlichen Plädoyer versuchte Sonja Reichold (Die Grünen) den Marktrat davon zu überzeugen, auf die Beseitigung des Grundstücksüberbaus der Eigentümer am Amselweg 1 zu verzichten. Reichold räumte die Richtigkeit des Überbaues ein, auch dass daraus keine weiteren Rechte abgeleitet werden können.

Die Markträtin betonte, dass die Eigentümer vor 20 Jahren um Erlaubnis nachgefragt hätten, die Familie in Parkstein integriert ist und sich ehrenamtlich engagiert. Seitens des Markts bestehe kein Zwang, die überbaute Fläche in den künftigen Bauplatz 1 zu integrieren. Reichold schlug vor, dass die Familie das überbaute Grundstück zum aktuellen Preis erwirbt, ebenso das sogenannte Grundstück 1 und dies auch bebaut, sollte sich innerhalb von zwei Jahren kein Käufer finden. Die Kommune habe noch nie einen Rückbau erzwungen, betonte die Markträtin.

Dieser Anregung vermochten Georg Janner (SPD) und Heinz Rast (CSU) nicht zu folgen. „Wer überbaut, bekommt das Grundstück“, könne daraus gefolgert werden, war deren Meinung, während andere Grundstücksinteressenten jahrelang warten müssten. Josef Scheidler (CSU) zeigte sich kompromissbereit im Sinne von Reichold. „Kaufen und bebauen, nicht wieder zwei Jahre Zeit einräumen“, meinte Martin Bodenmeiers (FWG). Mit 9:6 beschloss der Marktrat schließlich, die Verwaltung mit der Auslegung der Planunterlagen zu beauftragen.

  • E-Piano fürs Standesamt

Im Rathaus im Landrichterschloss dürfen sich künftig Brautpaare unter musikalischer Begleitung vom E-Piano ihr Jawort vor dem Standesbeamten geben. Der Marktrat beschloss einstimmig, für den Kauf eines E-Pianos maximal 6000 Euro bereitzustellen.

  • Bauanträge

Einstimmig erteilte der Marktrat das gemeindliche Einvernehmen zum Teilabbruch eines Wohn- und Geschäftshauses am Marktplatz, verbunden mit dem Einbau von zwei Wohnungen. Das Bauvorhaben liegt im Sanierungsbereich Parkstein. Das Architekturbüro Juretzka hat der Baumaßnahme nur unter Vorbehalt zugestimmt. Deshalb ist das Einvernehmen des Markts mit der Maßgabe für den Bauwerber verbunden, sich mit dem Architekturbüro näher abzustimmen. Für die Errichtung eines Einfamilienhauses mit Garage, Lärchenweg 14, erteilte das Gremium das Einvernehmen. Ebenfalls erteilt wurde das gemeindliche Einvernehmen für den Neubau eines Austragshäusl mit Doppelgarage, Nähe Theile 4 und 4a. Beim Sachvertrag wurde darauf hingewiesen, dass der Standort des geplanten neuen Wohnhauses nahe dem künftigen Gewerbegebiet Nord II liegt und somit unter Umständen einem höheren Lärmpegel ausgesetzt ist. Das Bauleitverfahren für die Änderung des Flächennutzungsplanes steht nach dem Sachvortrag kurz vor der Genehmigung. Der Marktgemeindrat hat das Einvernehmen deshalb mit dem Hinweis verbunden, dass die Bauherrnschaft Verkehrslärm hinnehmen muss.

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