Parkstein
14.10.2025 - 16:03 Uhr
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Grünes Licht für Windräder, Berufsbürgermeister und Umbau des alten Feuerwehrhauses

Wichtige Beschlüsse fasste der Marktrat in einer Sitzung: Das alte Parksteiner Feuerwehrhaus soll umgebaut werden, der nächste Bürgermeister wird hauptamtlich tätig sein, und der Marktrat ist mit dem Bau von drei Windrädern einverstanden.

Das alte Feuerwehrhaus soll einer neuen Nutzung zugeführt werden. Hinter den beiden Toren soll ein Probenraum entstehen. Links davon sind Sanitärräume geplant. Der bereits zum Schützenheim umgebaute Teil (rechts) ist von der Baumaßnahme nicht betroffen. Bild: fz
Das alte Feuerwehrhaus soll einer neuen Nutzung zugeführt werden. Hinter den beiden Toren soll ein Probenraum entstehen. Links davon sind Sanitärräume geplant. Der bereits zum Schützenheim umgebaute Teil (rechts) ist von der Baumaßnahme nicht betroffen.

Für eine Umnutzung des alten Feuerwehrhauses stellte Planer Josef Schöberl im Marktgemeinderat ein Konzept vor, das auf die Zustimmung aller Fraktionen stieß. Das 1984 gebaute Feuerwehrhaus mit den zwei Stellplätzen hat 2015 mit dem Neubau des neuen Gerätehauses seinen Zweck verloren. Seitdem ist es eine Art Abstelllager für Vereine. Der rechte Teil wurde zum Schützenheim. Jetzt will man daraus eine Einrichtung machen, die das Kulturleben von Parkstein bereichern soll. Das Gebäude soll künftig ein Gebäude für Musik, Gesang und die Vereine werden.

Planer Schöberl stellte heraus, dass der Bau von seiner Substanz her in gutem Zustand sei. Die ehemalige Fahrzeughalle könne zu einem etwa 85 Quadratmeter großen, aus vier Ebenen bestehenden Probenraum umgebaut werden. Den könnten sowohl die Jugendblaskapelle als auch die Chorgemeinschaft und andere Vereine für Veranstaltungen nutzen. Nach den Worten des Parksteiner Architekten sollen die Räume des Schützenvereins unangetastet bleiben. Die restlichen 37 Quadratmeter sollen Sozialräume werden.

Kostenschätzung liegt vor

Schöberl legte auch gleich eine Kostenermittlung vor. Er rechnet mit Kosten von gut 378.000 Euro. Bürgermeister Reinhard Sollfrank merkte zu einer im Gremium angesprochenen Kostenbeteiligung der Verein an, dass es in dem Stadium noch zu früh sei, darüber zu sprechen. Silvia Korsche-Ströhl (FWG) meinte, dass dieser Umbau rein für Proben schon sehr aufwendig sei. Die Kosten seien "schon heftig". Für Martin Bodenmeier (FWG) war das Konzept von der Nutzung her sehr stimmig. Man könne sich ja überlegen, alles etwas weniger aufwendig auszuführen, meinte er. "Wenn wir das machen wollen, dann ziehen wir es zeitnah durch", so erklärte Heinz Rast (CSU). Der Beschlussvorschlag des Bürgermeisters lautete, das Projekt weiterzuverfolgen. Einstimmig stimmte der Marktrat dem zu.

Der nächste Bürgermeister wird in Parkstein ab 1. Mai 2026 hauptamtlich tätig sein. Der Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft, Matthias Kneidl, erläuterte, dass nach der Gemeindeordnung in Kommunen bis zu 2500 Einwohner in der Regel die Bürgermeister ehrenamtlich tätig seien. Parkstein habe aktuell 2414 Einwohner. Aufgrund der geringen Differenz zu Grenze 2500 Einwohner, der hohen Anforderungen durch die vorhandenen Gewerbebetriebe, die Zahl von 20 Mitarbeitern sowie die vielen gemeindlichen Liegenschaften und das sehr hohe Haushaltsvolumen sei aus Sicht der Verwaltung eine hauptamtliche Kraft gerechtfertigt. Im Falle der Zustimmung würde dies dann eine oder ein Beamtin/Beamter auf Zeit mit Besoldungsstufe A 14 werden.

Einstimmig für Berufsbürgermeister

Bürgermeister Sollfrank stellte heraus, dass die neue Regelung erst mit der neuen Wahlperiode greifen würde. Bis Ende April 2026 gelte die bisherige Regelung. CSU-Sprecher Michael Gleißner vertrat die Meinung, dass die Anforderungen für einen Bürgermeister in Parkstein eine "Hauptamtlichkeit" rechtfertigen würden. Martin Bodenmeier (FWG) ergänzte, dass jedem klar sei, dass die vielen Aufgaben ehrenamtlich nicht mehr zu schaffen seien. Die Frage nach den Mehrkosten beantwortete Geschäftsleiter Kneidl mit "40 Prozent mehr als bis jetzt". Einstimmiger beschloss der Marktrat schließlich, dass Parkstein ab 1. Mai 2026 einen hauptamtlichen Bürgermeister bekommt.

Weiter ging es in der Sitzung um zwei Windkraftgebiete in der Gemarkung Oed (ein Windrad) und in der Gemarkung Parkstein (zwei Windräder). Bei Gegenstimmen von Josef Scheidler (CSU) und Wolfgang Schraml (CSU) wurde beiden Anträgen das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Ärgernis durch Ablagerungen

Bürgermeister Sollfrank gab Ende der Sitzung Beschlüsse aus nichtöffentlicher Sitzung nach Wegfall der Geheimhaltung bekannt. Der Marktrat hat die Küche beim Umbau des Schulhauses vergeben, zwei Notstromaggregate, die in öffentlicher Sitzung vorgestellt wurden, gekauft und Zimmererarbeiten für die Kläranlage vergeben. Zum Schluss kamen noch "wilde Ablagerungen" am Wertstoffhof zur Sprache. Bürgermeister Sollfrank möchte nach Klärung der Rechtmäßigkeit das ständige Ärgernis mit einer Videoüberwachung abstellen.

Info:

Umnutzung altes Feuerwehrhaus

  • Probenraum Musik, Gesang und für Vereine
  • Sanitärräume, Ablagen, Teeküche
  • Gesamt 122 Quadratmeter
  • Kostenschätzung 378.426 Euro
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