Parkstein
26.08.2018 - 10:05 Uhr

Kirche aus Eger im Steinstadel

„Ein Dachstuhl zum Nulltarif – wo gibt´s das?“ Zimmermeister Josef Hauer hat diese Frage mit dem Bau des Modells des Dachstuhl für die Franziskaner-Klosterkirche Eger beantwortet.

Auf ein gelungenes Werkes, wie den Dachstuhl der Franzikander-Klosterkirche Eger muss nach Zimmermannsbrauch das Glas erhoben werden: Innungsobermeister Karl Müller bittet die Gäste mit Oberbürgermeister Zdenek Hrlak, Günter Juba, stellvertretenden Landrat Albert Nickl, Zimmermeister Josef Hauer, Bürgermeisterin Tanja Schiffmann und Rainer Christoph (vorne, von links) ihm nachzueifern. Bild: bey
Auf ein gelungenes Werkes, wie den Dachstuhl der Franzikander-Klosterkirche Eger muss nach Zimmermannsbrauch das Glas erhoben werden: Innungsobermeister Karl Müller bittet die Gäste mit Oberbürgermeister Zdenek Hrlak, Günter Juba, stellvertretenden Landrat Albert Nickl, Zimmermeister Josef Hauer, Bürgermeisterin Tanja Schiffmann und Rainer Christoph (vorne, von links) ihm nachzueifern.

(bey) Im Steinstadl erfolgte das Richtfest für den Nachbau im Maßstab 1:15. Das dreischiffige Hallenhaus, so die eigentliche Bezeichnung für den gewaltigen mittelalterlichen Dachstuhl, hat im Original in Eger gewaltige Ausmaße. Es deckte eine Fläche von rund 530 Quadratmetern ab.

Im Beisein zahlreicher Gäste, darunter dem Oberbürgermeister von Cheb (Eger) Zedenek Hrkal, Dr. Marcela Brabacova von der Stadt Eger, stellvertretendem Landrat Albert Nickl, den Innungsobermeistern Albert Schuller und Karl Müller, Reiner Christoph vom Verein Goldene Straße, Altbürgermeister Hans Schäfer und Bürgermeisterin Tanja Schiffmann als Gastgeberin stellte Zimmermeister Hauer, seit 13 Jahren im "Unruhestand" sein neuestes Modell vor. Zusammen mit dem Dachstuhl des "Gabler-Hauses" soll das Hallenhaus der Franziskaner-Klosterkirche in der Grenzstadt im Nachbarland einen würdigen Platz finden.

Innungsobermeister Karl Müller hatte sich für die kleine Feier einen Richtspruch einfallen lassen, der Josef Hauer so prominent nennt, dass ihn fast jeder Professor kennt. Er habe ein Denkmal geschaffen, das einmal ein Ehrenmal für alle Zimmerleute sein werde und von unbezahlbarem Wert sei.

Bürgermeisterin Tanja Schiffmann eröffnete offiziell die Ausstellung in Parkstein, die noch bis Sonntag, 2. September, von Dienstag bis Sonntag, zwischen 10 und 17 Uhr bei freiem Eintritt besichtigt werden kann.

Stellvertretender Landrat Nickl nannte das Landrichterschloss mit dem Steinstadl den idealen Ort für die Schau, die das Miteinander und die Verbundenheit zwischen Tschechien und Bayern verdeutliche. Die Arbeit Hauers sei ein Zeichen qualifizierten Handwerks, die derartige Meisterstücke bauen können.

Günter Juba erinnerte an die politischen Ereignisse vor 50 Jahren in der damaligen Tschechoslowakei, die zunächst ein Ende der Freiheit bedeuteten. Niemand habe damals, nicht einmal im Traum daran gedacht, dass es eine derartige gemeinsame Veranstaltung geben werde. Juba schilderte mit hörbarer Freude und Dankbarkeit den Weg, der über Christoph zu Hauer und letztlich zum Bau der Dachstuhlmodelle geführt habe.

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