02.04.2019 - 16:48 Uhr
ParksteinOberpfalz

Kommunalwahl a „gmahde Wies´n“

Der CSU-Ortsverband Parkstein hat mit einem einstimmigen Votum für Bürgermeisterin Tanja Schiffmann den Kommunalwahlkampf eingeläutet. Und gibt sich selbstbewusst.

Stellvertretender Landrat Albert Nickl freut sich über die Wiederwahl von CSU-Ortsvorsitzender Tanja Schiffmann, der Wahl von Jürgen Ebner, Tobias Döllner (erste Reihe von links) und Phillip Konz (Vierter von rechts) als stellvertretende Ortsvorsitzende.
von Walter BeyerleinProfil

Mit Zuversicht blickt der CSU-Ortsverband Parkstein auf die Kommunalwahl 2020. Mit der Wiederwahl von CSU-Ortsvorsitzender Tanja Schiffmann am Sonntagabend im „Bergstüberl“ setzte der Ortsverband damit einen wichtigen Baustein. „Nur wer Profil hat, hinterlässt Spuren“, sagte Tanja Schiffmann. Die CSU-Ortsvorsitzende machte deutlich, dass der Bericht über die SPD-Jahreshauptversammlung mit der Aussage eines „vergifteten Klima im Marktgemeinderat“ eigentlich in einem länger zurückliegenden Zeitraum gepasst hätte. Der Marktgemeinderat entscheide noch immer nach Vernunft und den besseren Argumenten, betonte Schiffmann. Gleichwohl nahm die Ortsvorsitzende für sich und die CSU-Fraktion in Anspruch, sämtliche im Marktgemeinderat zu beschließende Projekte anzustoßen. Ein Armutszeugnis sei es, wenn eine Partei in ihrem Jahresprogramm nur zwei Veranstaltungen habe. Für die Haushaltsplanung habe die CSU Anregungen eingebracht, seitens der anderen Fraktionen sei nichts gekommen, sagte Schiffmann. Nur kurz streifte sie Themen aus dem Marktgemeinderat, hob als Erfolg die Regelung der Schulkinderbetreuung mit einem externen Träger, die Planungen für die Ortsdurchfahrt Schwand, den Wertstoffhof und das Straßenkataster als Grundlage für die Reihenfolge der Straßensanierungen hervor.

Der CSU-Ortsverband Parkstein hat derzeit 119 Mitglieder, davon 27 Frauen, im Altersdurchschnitt von 57 Jahren. Die Mitgliedsdauer beträgt im Schnitt 23 Jahre. Schatzmeister Matthias Reiß gab den Kassenbericht ab. Die Kassenprüfer bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung.

JU-Vorsitzender Michael Gleißner lobte die gute Zusammenarbeit. Der Wechsel der JU-Mitglieder zur CSU selbst funktioniere bestens, sagte Gleißner. Beim Kommunalwahlkampf müsse jeder anpacken und nochmals Vollgas geben, dann müsse eigentlich alles „eine gmahde Wies´n“ sein, meinte Gleißner voller Zuversicht.

„Was soll ich nach soviel Lobgesang von Michael Gleißner auf Bürgermeisterin Tanja Schiffmann noch sagen“, meinte Fraktionssprecher Georg Burkhard. Mit Blick auf die Kommunalwahl 2020 zeigte sich Georg Burkhard fest überzeugt, wieder eine Bürgermeisterin und eine starke Mehrheit im Marktgemeinderat zu haben. Diese Ansicht erschließt sich für ihn aus der Tatsache, dass die Bürger die Qualität der Arbeit erkennen. In keiner Wahlperiode zuvor seien so viele und weitreichende Projekte eingeleitet und umgesetzt worden, wie in der Amtszeit von Schiffmann, lobte Burkhard.

Offen gab Georg Burkhard zu, dass die finanzielle Ausstattung eine große Rolle spielt, um eine geordnete Gemeindepolitik langfristig auszurichten. Im Marktgemeinderat sei gegen sechs Stimmen das Gewerbegebiet bei der Firma Witron ausgewiesen worden. Als „Quatsch“ bezeichnete Georg Burkhard die Kritik am Gewerbegebiet „Theile“, weil dort mehrere Bauvorhaben realisiert werden. Vehement verteidigte der Fraktionssprecher die Baumfällaktion am Abenteuerspielplatz „Schutzengel“ aus Sicherheitsgründen. Kritik an dieser Aktion sei ihm nicht zu Ohren gekommen, meinte er.

Stellvertretender Landrat Albert Nickl bescheinigte der CSU-Familie, in Parkstein Spuren zu hinterlassen. Dazu gehört nach den Worten Nickls die Ausweisung von Gewerbegebieten zur Sicherung von Arbeitsplätzen, ebenso wie von Baugebieten. Die Entwicklung Parkstein sei die Antwort „auf das Geschwätz anderer“, meinte der stellvertretende Landrat. Die CSU selbst habe bei den vergangenen Wahlen kräftige „Watsch´n“ erhalten, gab Albert Nickl zu. Wichtig sei es deshalb, innerhalb der Partei mit einer Meinung aufzutreten. FU-Vorsitzende Lydia Ebneth nahm die Kritik seitens des SPD-Ortsvereins zum Anlass, Schiffmann zu bestätigen, kein Gift sondern „Esprit“ im Markgemeinderat zu verspritzen.

Neuwahlen:

Tanja Schiffmann wurde mit den 30 möglichen Stimmen als Ortsvorsitzende im Amt bestätigt. Zu Stellvertretern wurden mit dem gleichen Abstimmungsergebnis Martin Busch, Jürgen Ebner, Tobias Döllner und Phillip Konz gewählt. Um die Finanzen kümmert sich weiterhin Matthias Reiß, die Chronik führt Rebecca Simmerl. Als Beisitzer wurde einstimmig Wolfgang Schraml, Georg Burkhard, Lukas Emmerich, Karlheinz Sauer, Markus Scheidler-Dirtl, Stefan Bodenmeier und Mario Piller gewählt. Die Kasse prüfen Alfons Plößner und Andreas Drescher.

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