Diözesan-Männerseelsorger, Domvikar Monsignore Harald Scharf, zeigt beim Bericht zur Männerseelsorge in der Diözese noch weitere Problematiken auf: Die Zahl der Besucher in den Messen gehen zurück, die Zahl der Kirchenaustritte deutlich nach oben, so dass sich als Folge für die Diözese massive Finanzprobleme ergeben.
Laut Scharf belasten „nicht nur“ die Kirchenaustritte die Diözese. Auch die Wirtschaft im Allgemeinen mit klar vorhersehbaren höheren Arbeitslosenzahlen in den Ballungsräumen, vor allem in der Automobilzulieferindustrie, werde die Kirchensteuereinnahmen sinken lassen. Innerhalb der Diözese werde schon heute darüber beraten, wie die Mindereinnahmen abgefangen werden können, sagte der Geistliche. „Wir in der Männerseelsorge dürfen trotzdem nicht aufgeben, weil die unterschiedlichen Angebote noch immer sehr in Anspruch genommen werden“. Es sei zu erwarten, dass sich die Situation in den nächsten Jahren nochmals verschärfe. Der Domvikar sieht aber auch "massive Kräfte im Hintergrund", die die Werte der Demokratie torpedierten.
Vorsitzender Alois Lukas zählte auf, dass zur Jahreshauptversammlung im Steinstadel neun Gemeinschaften - aus dem gastgebenden Parkstein, Eschenbach, Altenstadt/WN, Bad Abbach, Nabburg, Luhe, Sinzig, Pirk und Weiden – ihre Vertreter geschickt haben. Bürgermeisterin Tanja Schiffmann lobte, der Katholische Männerverein Parkstein sei der älteste Verein des Marktes mit einem hervorragenden ehrenamtlichen Engagement.
Seinen Jahresrückblick präsentierte Vorsitzender Lukas per Power-Point-Präsentation, so dass jedes Mitglied an der Leinwand Text und Bilder sehen und lesen konnte. Er bedauerte, dass bei den Einkehr- und Besinnungstagen in der Fastenzeit 2019 die Teilnehmerzahlen rückläufig waren, nennt aber 526 Teilnehmer eine „noch schöne Zahl“. Diese Einkehrtage wurden an 25 Tagen, an 20 Orten mit 14 Referenten gefeiert. Mit Blick auf Internetangebote oder Anfragen, bat Lukas größte Vorsicht walten zu lassen.
Josef Tischler gab den Kassenbericht ab. Karl Prell von der Katholische Männergemeinschaft Pirk, bedauert, dass die Katholische Kirche die Trägerschaft für Kindergärten abgibt, wie sich in der Stadt Weiden zeige. Er warnte ausdrücklich vor einem Rückzug der Kirche aus diesem Bereich, weil sich dort die einzige Möglichkeit ergebe, noch an die jungen Familien „heranzukommen“. Seitens der Diözese müsse überlegt werden, ob dieser Weg richtig sei. Monsignore Scharf volle Unterstützung erhält.
Vor der Jahreshauptversammlung feierten Domvikar Scharf und Pfarrer Pennoraj Thamarkkan die Eucharistie in der Pfarrkirche St. Pankratius. Die Vereine waren mit ihren Fahnenabordnungen ins Gotteshaus eingezogen.

















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