Parkstein
12.08.2021 - 09:14 Uhr
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Parkstein geht neue Wege bei den Wanderrouten

Die Wanderwege um Parkstein sollen überarbeitet werden. Dabei wird ein Fokus auf Kultur und Natur gesetzt. Anne Wendl vom Entwicklungsbüro "Landimpuls" stellt ihre Vision dem Marktgemeinderat vor.

Der Ringweg 7 führt von Parkstein Richtung Schwand und soll Räuber behandeln. Bild: sne
Der Ringweg 7 führt von Parkstein Richtung Schwand und soll Räuber behandeln.

Im Marktgemeinderat war Anne Wendl vom Entwicklungsbüro "Landimpuls" aus Regenstauf zu Gast. Sie hat ein Wanderwegekonzept für Parkstein erstellt. Darin soll die Gemeinde sich von den sieben bestehenden Ringwanderwegen auf zunächst zwei, später drei, konzentriert werden. Aufgabe war, sich auf Themen für Familien mit Kindern und Schulklassen zu konzentrieren. Es solle ein kultureller und Naturbezug zu Parkstein aufgebaut werden. Dabei wollte sie von dem Thema Merkmal "Vulkanismus" bewusst abweichen, denn dieses wird im Museum bereits breit erklärt.

Wendl hat sich die Wege angesehen und ihre Wahl zur Weiterentwicklung fiel auf die Wege 7 und 4, in die erweiterte Auswahl noch Weg 1. Ihre Vision. Ringweg 7 wird etwa fünf Kilometer lang und soll Franz Troglauer, den Räuber in Parkstein, behandeln. Troglauer wurde 1754 in Mantel geboren, trieb aber rund um Parkstein sein Unwesen und wollte den Landrichter Georg von Grafenstein ermorden. Analog dazu könnten "tierische Räuber" wie die Zauneidechse vorgestellt werden.

Ringweg 4 könnte berühmte Musiker aus Parkstein vorstellen. Beispiele sind Franz Strauss und Norbert Vollath. Auch hier gebe es Parallelen in der Natur, erklärt Wendl im Marktgemeinderat: Vogelstimmen, Wasserklänge, Wind und vieles mehr. Als Symbol könnte die Feldlerche dienen.

Ein dritter Weg, der aber nicht gleich überarbeitet werden soll, wäre Nummer 1. Darin könnte es um das Wappentier Parkstein, den Eber, gehen. Nach der Legende verfolgte ein Ritter ein Wildschwein, altertümlich "Parake" genannt. Das Schwein entkam, aber dafür verliebte der Ritter sich in die Landschaft und errichtete dort die Burg "Parakstein". Der Weg könnte Hausschweine und Wildschweine als Verbindung von Landwirtschaft und Natur vorstellen. Dazu könnte die Landwirtschaft, die Jagd und vieles mehr eingebaut werden.

Farblich unterschiedliche Infotafeln sollen Kultur und Natur vorstellen. Überall auf den Wegen könnten Aktionsmöglichkeiten entstehen, zum Beispiel der Download von Inhalten über den QR-Code, oder Spiele könnten die Themen verbildlichen.

Als nächstes will Wendl die Routenführung endgültig festlegen und Gespräche mit Grundstückseigentümern führen. Für die Einbindung des Smartphones will sie den Netzempfang klären. Im kommenden Jahr sollen Fördermittel beantragt werden, mit einer Umsetzung könnte 2023 begonnen werden.

Der Marktgemeinderat wollte wissen, ob GPS-Daten genutzt werden können und ob die übrigen Wegen so gelassen werden oder nach Wendls Plan zurückgebaut werden sollen. GPS werde eingebunden, die übrigen Wegen sollen erst einmal bleiben und beobachtet werden, ob diese überhaupt noch genutzt werden.

Der Marktgemeinderat befürwortete einstimmig das Projekt und das weitere Vorgehen.

Neustadt an der Waldnaab15.07.2021

Die übrigen Wegen können erst einmal bleiben und beobachtet werden, ob diese überhaupt noch genutzt werden.

Anne Wendl

Anne Wendl

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