16.07.2020 - 16:32 Uhr
ParksteinOberpfalz

Parkstein unterstützt Familien

Der Markt Parkstein greift angesichts der Coronakrise Familien mit Kindern finanziell unter die Arme. Dies betrifft die Kostenübernahme für die Mittagsbetreuung an der Grundschule und für die Ferienbetreuung in diesem Sommer und im Herbst.

Familien haben so manchen Rucksack zu tragen, bis die lieben Kleinen flügge werden. Der Markt Parkstein entlastet Eltern mit Kindern jetzt bei den finanziellen Belastungen.
von Walter BeyerleinProfil

Bürgermeister Reinhard Sollfrank erinnerte im Marktrat daran, dass die Grundschule seit dem vergangenen Schuljahr eine Mittagsbetreuung anbietet, deren Kosten sich Freistaat, Markt und Eltern teilen. Letztere zahlen bei einer Betreuung bis 14 Uhr 35 Euro, bis 16 Uhr 55 Euro und bis 17 Uhr 65 Euro. Auf das Jahr gerechnet sind das Beiträge von 385 Euro, 605 Euro und 715 Euro.

Bayern schießt pro Schuljahr für die kürzeste Zeit 3.323 Euro zu und bei der Betreuung bis 16 Uhr 9.000 Euro jeweils für ein Schuljahr. Von der Kommune sind es bisher insgesamt 23.437 Euro für alle drei Gruppen.

Sollfrank stellte an das Gremium die klare Frage, ob der Markt künftig den Elternanteil übernehmen solle? "Wenn ja, in welcher Höhe?" Ausdrücklich verneinte Sollfrank die Frage, ob es Beschwerden seitens der Eltern gegeben habe.

Martin Bodenmeier (FWG) nannte die Übernahme des kompletten Betrages ein Zeichen seitens des Marktes, junge Familien unterstützen zu wollen. „Wir können uns das leicht leisten.“ Dem hielt Heinz Rast (CSU) eine alte Weisheit entgegen, dass das was nichts koste auch nichts wert sei. Sonja Reichold (Bündnis90/Die Grünen) zeigte Verständnis für die Unterstützung der jungen Familien. Zudem brauche die gfi, die die Mittagsbetreuung übernehme, eine gewisse Planungssicherheit, die aber wiederum eine Regelmäßigkeit beinhalte. Reichold sprach sich für eine gewisse „Schutzgebühr“ aus, damit die Eltern auch wirklich nur tatsächliche Bedarfsfälle anmeldeten.

Bürgermeister Sollfrank und Silvia Korsche-Ströhl (FWG) machten übereinstimmend deutlich, dass die Mittagsbetreuung nur in Anspruch genommen werden dürfe, wenn beide Elternteile berufstätig sind. Korsche-Ströhl wies im Besonderen darauf hin, dass die Mittagsbetreuung keine „schulische Betreuung“ beinhalte.

Bei einer Komplettübernahme der Kosten rechnet der Rathauschef mit einem Mehraufwand zwischen 15.000 und 20.000 Euro für den Parkstein. Einstimmig beschloss der Marktgemeinderat die Kosten für das nächste Schuljahr 2020/2021 zu übernehmen. Zugleich werde man streng darauf achten, ob das Angebot auch tatsächlich notwendig sei, weil alle Elternteile berufstätig seien.

Spielgeräte oder Pflanzen am Abenteuerspielplatz

Parkstein

Die gfi bietet für dieses Jahr wieder eine Ferienbetreuung vom 27. Juli bis 2. August und vom 24. August bis 4. September an. Dies hat der Bürgermeister als Eilentscheidung genehmigt.

Ebenfalls seit dem letzten Schuljahr bietet der Markt ein Ferienprogramm im Herbst, Fasching, zu Ostern und Pfingsten 2021 an. Ausgerichtet wird es von der gfi. Die Teilnahme für bis zu 18 Kindern an fünf Tagen 3.360 Euro. Bei vier Programmtagen sind es 2.688 Euro. Die Eltern mussten bisher 65 Euro bei fünf und 52 Euro bei vier Tagen zuzahlen. Den Differenzbetrag übernahm die Rathauskasse. "Das Ferienprogramm ist im Gegensatz zur Mittagsbetreuung eine freiwillige Leistung des Marktes", betonte Sollfrank und vergaß nicht, auf die durch Corona schwierige Situation der Eltern hinzuweisen.

Reichold merkte an, dass die gfi zeitgleich mit der Schließung des Kinderhauses in den Ferien auch keine Ferienbetreuung anbieten werde. Für diese in Parkstein fehlende Zeit haben sich bei einer Umfrage nur drei Kinder der Grundschule gemeldet, die sich eventuell an einem Kinderferienprogramm in Altenstadt/WN beteiligen würden. Einstimmig beschloss der Marktgemeinderat die Übernahme des Elternanteiles für die Ferienbetreuung in den Sommer- und Herbstferien 2020.

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