21.07.2021 - 10:30 Uhr
ParksteinOberpfalz

Parkstein will Breitbandausbau und hippe Sportanlage

Zwei entscheidende, aber grundlegend unterschiedliche Entscheidungen traf der Marktgemeinderat Parkstein. Die Kommune beteiligt sich am Breitbandausbau und hat ein Herz für Biker.

Neben dem eingefriedeten Gelände von Beachvolleyballfeld und Tennisanlagen soll der "Pumptrack" angelegt werden.
von Walter BeyerleinProfil

Eduard Maier von der Breitbandberatung Bayern GmbH stellte dem Marktgemeinderat Parkstein das Ergebnis der Markterkundung in Parkstein und seinen Ortsteilen vor. Demnach hat die Kommune 793 förderfähige Anschlüsse, von denen 604 in Erschließungsgebieten und 189 außerhalb davon liegen. Die Erschließungsgebiete sind identisch mit dem Hauptort Parkstein, den Ortsteilen Hammerles und Schwand sowie dem Gewerbegebiet Theile. Beim Blick auf die Karte zeigt sich, dass bereits in vielen Häusern Glasfaserkabel vorhanden sind. Sie waren aufgrund früherer vertraglicher Vereinbarungen verlegt worden.

Nach der aktuellen Kostenberechnung ergibt sich eine Deckungslücke von 3.817.123 Euro. Davon muss der Markt als Eigenanteil 381.712 Euro aufbringen. Der Restbetrag in Höhe von 3.435.411 Euro wird als Förderbeitrag gewährt. Maier empfahl, Grundstückeigentümer zu bitten, bei eventuellen Arbeiten wie dem Pflastern auf dem Grundstück gleich ein Leerrohr mit zu verlegen. Einstimmig billigte das Gremium die festgelegten Ausbaugebiete. Gleichzeitig beauftragte es die Breitbandberatung Bayern GmbH mit Beratung und Planung.

"Pumptrack"

Robin Specht brachte bei der Vorstellung des Projekts „Pumptrack“ per Video Bewegung in den Sitzungssaal. Als Areal ist die Fläche neben dem Tennisgelände auserkoren. "Mountainbike fahren, ist momentan beliebter denn je", berichtete Robin Specht. Auf der „Pumptrack“-Strecke könnten 15 Sportarten ausgeübt werden.

Die Bahn ist für ein Alter von 3 bis 83 Jahren geeignet, meinte Specht. Ausdrücklich verneinte er einen Vergleich mit einem Skatepark. „Es gibt eine generationen- und sportübergreifende Nutzung“. Asphaltiert wird eine Fläche von rund 400 Quadratmetern. Die Wege auf der Anlage sollen mit wassergebundenen Belag angelegt werden. Noch ist sich der Marktgemeinderat nicht sicher, ob die geplante Länge der Bahn von gut 100 Metern ausreichend ist. Das soll bis zur Septembersitzung geklärt werden. Bis dahin soll Specht auch eine Planung für einen „Kinder-Pumptrack“ vorlegen.

Einfamilienhaus

Für den Bauantrag zur Errichtung eines Einfamilienhauses auf dem Grundstück Lärchenweg 14 erteilte der Marktgemeinderat das gemeindliche Einvernehmen.

Geld ist nicht das größte Problem in Parkstein

Parkstein
Hintergrund:

Pumptrack nicht nur für Radler

  • Pumptracks sind Spiel- und Sportanlagen für Rollsportgeräte.
  • Die Geschwindigkeit wird beim Fahren auf einem Pumptrack ausschließlich durch Gewichtsverlagerung und gezielte Zieh- und Drückbewegungen aufgebaut.
  • Mit ein wenig Übung kann der Kurs mit dem Fahrrad ganz ohne Pedalumdrehung durchfahren werden.
  • Die Fahrtechnik besteht aus einem gezielten Be- und Entlasten, genannt „Pumping“, funktioniert auch mit Skateboard, Longboard, Inlineskates oder Scooter.
  • Das Herantasten an Bewegungsabläufe sorgt für risikobewussten, spielerischen Einstieg.
  • Der Fahrspaß motiviert zum regelmäßigen, eigenverantwortlichen Training.
  • Die Rundkurse werden in Intervallen zwischen einer und fünf Minuten am Stück befahren, gefolgt von einer Pause, in der sich die Nutzer auf die nächste Fahrt vorbereiten.

Quelle: pumptrack.de

 

 

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