19.11.2020 - 11:33 Uhr
ParksteinOberpfalz

Parksteiner Senioren-Servicehaus: Alles hängt von der Förderung ab

Schon im Frühjahr 2019 sollte Baubeginn für das Senioren-Servicehaus Parkstein sein. Doch das Baugrundstück hat sich stattdessen zu einem Abenteuerspielplatz entwickelt.

Über die Errichtung des Senioren-Servicehauses durch das Sozialteam mit möglicher finanzieller Unterstützung des Freistaates Bayern sprachen Prokurist Andreas Neugirg, Geschäftsführer Christian Weiß (beide Sozialteam), Dritte Bürgermeisterin Sonja Reichold, Zweiter Bürgermeister Josef Langgärtner sowie die Abgeordneten Annette Karl und Christoph Skutella (von links).
von Walter BeyerleinProfil

Mit Trekkingfahrrädern rauscht die Jugend über kleine Schanzen quer über das Grundstück, auf dem eigentlich eine neue Parksteiner Senioreneinrichtung entstehen sollte. Jetzt hoffen Geschäftsführer Christian Weiß und Prokurist Andreas Neugirg von Sozialteam, Management und Holding GmbH, endlich auf die Berücksichtigung ihres Antrages 2021 auf Fördermittel des Freistaates Bayern aus dem Fördertopf "Pflegerischen Versorgung im sozialen Nahraum".

Den Antrag auf generelle Aufstockung dieser Fördermittel bayernweit in "ausreichender Höhe" hatte die SPD-Landtagsfraktion gemeinsam mit den Landtagsabgeordneten Christoph Skutella und Dominik Spitzer (beide FDP-Landtagsfraktion) gestellt.

Beim Gespräch im Sitzungssaal des Landrichterschlosses Parkstein ging es um die Wichtigkeit dieses Förderprogramms: Es soll beitragen, eine bedarfsgerechte und flächendeckende Vorsorgungsstruktur auszubauen.

Die Höhe der Finanzmittel fand Zweite Bürgermeisterin Sonja Reichold zu niedrig, um seniorengerechte Plätze zu schaffen. Es müsse möglich sein, den Lebensabend vor Ort zu genießen.

SPD-Abgeordnete Annette Karl hob die Wichtigkeit des Förderprogramms "PflegeSoNah" hervor. Damit werde vermieden, dass immer mehr Menschen im Alter in Städte umzögen. Karl bedauerte jedoch, dass mit den für dieses Jahr bereitgestellten Mitteln nicht alle für diesen Zeitraum geplante Projekte berücksichtigt werden konnten. Auch für 2021 seien bislang die Mittel für des bayernweiten Förderprogramms nicht aufgestockt worden. So könnten wieder nicht alle Projekte gefördert werden. Karl empfahl dem Sozialteam auf die Kollegen der Regierungsfraktion zuzugehen und die Problematik anzusprechen.

Skutella bestätigte die Aussagen Karls. Es hätten allein für dieses Jahr 95 Anträge zur Entscheidung vorgelegen, von denen nur 25 positiv verbeschiedet worden seien. "Wir könnten in Bayern das Dreifache an Haushaltmitteln für diese Projekte brauchen", sagte der FDP-Politiker.

Geschäftsführer Weiß lobte die überparteilichen Bemühungen zur Bereitstellung der Mittel für die Seniorenbereiche, besonders in den ländlichen Regionen. In Parkstein fehle noch ein solches Angebot. Weiß hoffte, dass die erneute Antragstellung auf Fördermittel zur Verwirklichung des Projektes beitragen werde. Seitens des Sozialteams sei bisher ein sechsstelliger Betrag vorinvestiert worden, informierte der Geschäftsführer. Die Umsetzung des Projekts solle so schnell wie möglich, aber sinnvoll erfolgen. Als Fördervolumen für Parkstein nannte Weiß den Betrag von einer Million Euro, der aber eins zu eins im Sinne der Mieter umgesetzt werde.

Auf die Frage von Zweitem Bürgermeister Josef Langgärtner nach der Baugenehmigung antwortete Geschäftsführer Weiß zum Erstaunen der beiden Bürgermeister, dass diese bereits vorläge.

Prokurist Andreas Neugirg stellte das Parksteiner Projekt kurz vor, das vom barrierefreien Wohnen bis zur 24-Stunden-Betreuung alles bieten soll. Der Besprechung schloss sich eine Besichtigung des Baugrundstückes an.

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