18.02.2020 - 10:03 Uhr
ParksteinOberpfalz

Publikum jubelt jungen Bigbands zu

Im Steinstadel in Parkstein ist kein Plätzchen mehr frei. Die Fans der Nachwuchs-Bigbands von Kingsize-Musics in Haselhöhe, Gemeinde Luhe-Wildenau, bevölkern bei einem Benefizkonzert quasi jeden Quadratzentimeter des Saals.

von Redaktion ONETZProfil

Die Kinder und Jugendlichen spielten – auf Einladung der Parksteiner Freien Wähler – zugunsten des Kinderhauses und ihrer eigenen Einrichtung. Neben einigen brandneuen Titeln präsentierten sie auch Stücke, die sie im November beim Landeswettbewerb "Jugend jazzt" an der Musikakademie in Marktoberdorf mit großem Erfolg aufgeführt hatten. Die jungen Kingsize-Musiker hatten dort in ihrer jeweiligen Altersstufe (bis 13 Jahre sowie bis 19 Jahre) jeweils den ersten Platz errungen. Die Zuhörer geizten nicht mit Zwischenapplaus und Beifallsstürmen und waren sich einig: "Die sind gut."

Den ersten Teil bestritten die in blauen T-Shirts auftretenden "Youngsters" unter Leitung von Markus König, der seine Gruppe mit dynamischen Dirigierbewegungen zu Höchstleistungen führte. Zwölf Mädchen und Jungen bildeten an den Saxofonen die soundprägende "Reed-Section". Dazu kamen sechs Trompeter und drei Posaunenspieler sowie die sechsköpfige Rhythmus-Abteilung mit Schlagzeug, Keyboard, E-Bass und E-Gitarre. Immer wieder glänzten einzelne Solisten mit Improvisationen. Den Auftakt bildete die coole Funky-Nummer "Gonna fly now". Weiter ging es mit Carlos Santanas Latin-Rock-Hit "Oye come va" und dem Swing "Blues Machine". Spätestens beim Funk "The Chicken" mit tollen Bassläufen klatschten alle im Saal den Rhythmus mit. Wie gut sie schon intonieren, die Lautstärke und Klangfarbe fein abstimmen können, bewiesen die Bläser bei dem mit einem Choral beginnenden "Gospel". Mit dem brandneu einstudierten Stück "Don't stop Believing" und "Cissy Strut" als Zugabe ging es in eine kleine Pause, die auch für den Umbau notwendig war.

Denn nun waren die in Grün gekleideten "Juniors" an der Reihe: fünf Mädchen und drei Jungen als Saxophonisten, fünf einheimische Trompeter und fünf Posaunisten der "Brass-Section", ergänzt mit einem E-Pianisten, einem E-Bassisten und zwei sich abwechselnden Musikern an den Drums, eine davon eine junge Dame. Sie brillierten ebenfalls – von Peter König, dem seine Freude an seinen jungen Künstlern im Gesicht geschrieben stand, nuanciert geleitet – mit perfektem Instrumentalspiel, gekonnten Soli und mitreißenden Rhythmen. "Back to Town", "Rehab" von der britischen Soulsängerin Amy Winehouse und "Queen Bee" des Swing-Bandleaders Count Basie mit breitem Bläserklang und kreativem Sax-Solo begeisterten genau so wie "Set fire to the rain" und "Hurrican Seasons" mit schnellen Tonfolgen in Erstaufführungen. Genau zum Sound passten die Stimmen der beiden Gesangssolisten, die voll aus sich herausgingen. Hannah Häupl interpretierte mit heller, jazziger Stimme Duke Ellingtons "It don't mean a thing if it ain't got that swing" und das bekannte "You are the sunshine of my life" von Stevie Wonder. Jonas Meiler gab sich mit seiner dunkleren Stimmlage in seinen Songs mal groovig, mal virtuos beweglich wie bei "Crazy little thing called Love". Natürlich forderte die Zuhörer eine Zugabe, die mit "Cold Duck Time" gerne erfüllt wurde.

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