04.05.2021 - 12:01 Uhr
ParksteinOberpfalz

Segen für künstlerisch gestaltete Parksteiner Urnengrabanlage

In Parkstein ist die neue Urnengrabanlage fertiggestellt. 84 zusätzliche Plätzen stehen nun zur Verfügung.

Bürgermeister Reinhard Sollfrank (Sechster von links) erinnerte an die Entstehungsgeschichte der neuen Urnengrabanlage. Pfarrer Pennoraj Thamarkkan (Zweiter von rechts) segnete die Grabstätten, die Künstler Erwin Otte (Vierter von links) gestaltete.
von Walter BeyerleinProfil

Die neue Urnengrabanlage im Friedhof Parkstein erhielt den kirchlichen Segen. Bürgermeister Reinhard Sollfrank hob in seiner Ansprache die Notwendigkeit dieser neuen Begräbnisstätte mit 84 Plätzen hervor.

Pfarrer Pennoraj Thamarkkan segnete die neue Urnengrabstätte. Bürgermeister Sollfrank erinnerte an deren Entstehungsgeschichte. Die zunehmende Belegung der vorhandenen Gräber habe die Notwendigkeit zusätzlicher Plätze verdeutlicht. Der Marktgemeinderat habe verschiedene Urnengrabanlagen besichtigt, um sich Anregungen für den Parksteiner Friedhof zu holen.

Letztlich sei der Auftrag zur Gestaltung dem Künstler Erwin Otte übertragen worden. Es sind 84 Grabstellen kreisförmig um das vorhandene Steinkreuz angelegt. Dafür fand nach Worten Sollfranks ein Bodenaustausch statt, um die Bestattung der Urnen zu erleichtern. Die Kosten für die Urnengrabanlage belaufen sich auf rund 100.000 Euro.

Otte, freischaffender Künstler und mehrfach überregional für sein Schaffen ausgezeichnet, hob hervor, dass die Urnenanlage „Licht im Kreuz“ einen wahrnehmbaren Akzent im Friedhof Parkstein setzt. Die kreisförmige Gestaltung der Anlage habe ihren Mittelpunkt in einem Kreuz mit heimischem Granit gefertigten Sockelsteinen. Die in dem steinernen Kreuz aufgenommenen gelben Gläser brächten im Tagesverlauf der Sonne wechselndes Licht zum Leuchten, sagte der Künstler. „Dieses Leuchten zu Gott soll die vom Christentum getragene Hoffnung auf ein Weiterleben nach dem Tod verdeutlichen“.

Die Wege zur Urnengrabanlage ließen ebenfalls das Kreuz als Symbol des christlichen Glaubens erkennen, betonte Otte. Dieses Zusammenwirken von Stein, Glas und Licht vermittle eine spürbar feierliche Stimmung. „Die Kunst darf nicht vor den Friedhofstoren halt machen“, eine Erkenntnis, die sich Otte seienn Worten zufolge auch bei der Parksteiner Urnengrabanlage wieder zu eigen gemacht hat. Ingesamt bezeichnete Otte die Gestaltung der Urnengrablage als würdevoll und zukunftsorientiert.

Im Zuge der Errichtung der neuen Urnenanlage wird auch das bisherige Urnenfeld freundlicher umgestaltet. Der Markt Parkstein hat die Nutzer des bestehenden Urnenfeldes bereits mit Schreiben vom 7. April 2021 darüber informiert, dass die Rasenfläche zwischen den Urnengräbern durch hellen, pflegeleichten Granitsplit ersetzt und damit optisch der neuen Anlage angepasst wird. Deshalb bittet der Markt Parkstein die jetzigen Nutzer des Urnenfeldes die Grabstelle bis zum 15. Mai 2021 abzuräumen, wobei natürlich die Grabstehle stehen bleiben kann. Die Pflanzrahmen werden vom Markt Parkstein anschließend einheitlich platziert. Darüber informierte Bürgermeister Reinhard Sollfrank bereits in der letzten Marktgemeinderatssitzung. Er machte dabei auch deutlich, dass der Markt Parkstein künftig die Einhaltung der Satzung hinsichtlich der Urnengrabgestaltung überwachen wird.

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