04.05.2021 - 10:11 Uhr
WindischeschenbachOberpfalz

"Lost places" im Waldnaabtalmuseum

Das Waldnaabtalmuseum in der Burg Neuhaus meldet sich zurück. Die aktuellen Coronazahlen erlauben einen Besuch nach vorheriger Anmeldung. Neu in dieser Saison ist eine Fotoausstellung zum Thema "Lost places".

Fotograf Jürgen Lauterbach (rechts) präsentiert im Waldnaabtalmuseum in der Burg Neuhaus Aufnahmen von "Lost places". Bei seinen Ausflügen wird er oft von Andreas Philipp (links) begleitet.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Vorsitzender Reinhard Heine und Monika Hartmann vom Oberpfälzer Waldverein sind erleichtert. Die zurückgegangenen Inzidenzzahlen im Landkreis Neustadt/WN erlauben es, das Waldnaabtalmuseum in der Burg Neuhaus wieder zu öffnen. Ein Rundgang durch das altehrwürdige Gemäuer ist vor allem für Kinder ein Erlebnis.

Die Sonderausstellung, die in normalen Zeiten jährlich wechselt, wird 2021 verlängert. Die Arbeiten der Windischeschenbacher Schnitzerfreunde sind auch in dieser Saison in den beiden Räumen im ersten Obergeschoss der Burg zu bestaunen. Neu ist allerdings eine Fotoschau im Erdgeschoß des Museums.

Der Mitterteicher Fotograf Jürgen Lauterbach, der ursprünglich aus Neuhaus stammt, zeigt eine Vielzahl seiner Fotografien, die überwiegend an verlassenen Orten, an "Lost places", aufgenommen worden sind. Für sein Hobby legt der 38-Jährige oft weite Strecken zurück. Die besten Motive fängt er in der ehemaligen DDR ein, wo es auch heute noch viele verfallene Gemäuer gibt. "In der Oberpfalz und in Oberfranken gibt es eigentlich nichts mehr, was noch nicht fotografiert worden ist", sagt Lauterbach.

Camper sind noch außen vor

Flossenbürg

Oft geht für seine Fototrips nach Sachsen, Thüringen oder in den Großraum Berlin das gesamte Wochenende drauf. Einige Bilder, die nun in Neuhaus zu sehen sind, entstanden in der Heilanstalt Beelitz, die 1898 als Arbeiter-Lungenheilstätten errichten worden ist. Aber auch Fotos der ehemaligen Lebkuchenfabrik in Arzberg, das verlassene Schwimmbecken eines früheren Erholungsheims in Marktredwitz oder Aufnahmen von Menschen bereichern die Schau.

Dabei ist Lauterbach nicht nur von den Örtlichkeiten an sich fasziniert, sondern auch von dem ganz besonderen Ambiente, dass das Ort ausstrahlt. "Ich bekommen manchmal richtig Gänsehaut", gibt der Fotograf zu. Deshalb versucht er auch immer etwas über die Geschichten, die hinter den vergessenen Gebäuden stehen, herauszufinden.

In der Corona-Pandemie hat der Fotograf außerdem mit dem Malen begonnen. Mit Acrylfarben versucht er Gedanken und Gefühle auf die Leinwand zu bannen. Lauterbach gehört zu den Gründungsmitgliedern des Inklusiven Fotografen-Stammtisches Mitterteich, den es seit 2017 gibt. 2019 ist der Stammtisch mit dem Inklusionspreis der Lebenshilfe ausgezeichnet worden.

Anmelden für den Museumsbesuch

  • Ab Sonntag, 9. Mai, darf das Waldnaabtalmuseum wieder öffnen
  • Besucher sollten sich allerdings vorher im Tourismusbüro der Stadt Windischeschenbach unter Telefon 09681/401-240 (vormittags) anmelden
  • Das Museum ist jeden Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet

 

 

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