19.02.2020 - 12:09 Uhr
ParksteinOberpfalz

Teurer Klärschlamm Thema im Gemeinderat

Der Betrieb, die Führung und die Beaufsichtigung der Parksteiner Kläranlage werden teurer. Seit dem Jahr 2011 betrug die Betriebsführungspauschale netto 6016 Euro, ab 1. April 2020 sind dafür 8350 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer zu bezahlen.

Die Markträte statteten vor der Sitzung der Bücherei einen Besuch ab. Die Einrichtung entwickelt sich positiv.
von Walter BeyerleinProfil

Arne Nath von der Südwasser GmbH beziffert mit Blick auf den Vertragsbeginn im Jahr 2013 und der neuen Vertragslaufzeit bis 31. März 2021 die Anpassung im Schnitt pro Jahr auf 3,3 Prozent. Nicht beinhaltet ist in diesem Preis die Klärschlammbeseitigung, die im laufenden Jahr mit 108 Euro pro Kubikmeter bei thermischer Verwertung und 6,50 Euro pro Kubikmeter für die Entwässerung zu Buche schlägt.

Es gebe bei der Klärschlammbeseitigung einen "echten Engpass", erklärt Nath, der dazu geführt habe, dass sich die Gebühren innerhalb der letzten Jahre verdreifacht hätten. Deshalb wird Südwasser dem Markt Parkstein künftig jährlich ein Angebot für die Klärschlammbeseitigung zukommen lassen. Einstimmig akzeptierte der Marktrat die Erhöhung der Betriebskostenpauschale.

Zu Beginn der Sitzung gab Bürgermeister Tanja Schiffmann bekannt, dass die Planung für das Projekt Lichtensternstraße dem Architekturbüro Armin Juretzka übertragen wurde.

Vor vollbesetzten Zuhörerstühlen gab es im Gremium viel Diskussionsbedarf, ob eine Voruntersuchung zum Nahwärmenetz in Verbindung mit dem Projekt "Wohnen und Parken Lichtensternstraße" sinnvoll sei. Die Bürgermeisterin machte deutlich, dass in eine mögliche Voruntersuchung auch die wärmetechnische Versorgung des Benefiziums, des Kindergartens, der Schule und des möglichen Senioren-Service-Zentrums mit einbezogen werden sollte. Bei den beiden Objekten Benefizium und Schule müsse besonders die Notwendigkeit einer Heizkesselerneuerung gedanklich eine Rolle spielen. Im Zuge der Diskussion wurde gar noch angeregt, in die Voruntersuchung Parkstein in seiner Gesamtheit mit einzubeziehen. Letztlich entschied sich der Marktrat, das eigene Projekt, die Schule, den Kindergarten, das Benefizium und das eventuell zum tragenden kommende Senioren-Service-Zentrum in die Planung mit aufzunehmen.

Die Erweiterungsbauten am Ortsrand Parkstein machen die Errichtung eines Schalthauses durch die Bayernwerk AG notwendig. Bürgermeisterin Schiffmann schlug eine Fläche neben dem kommenden Wertstoffhof vor. Für diese Fläche sei auch von der Unteren Naturschutzbehörde bereits grünes Licht signalisiert worden. Der Marktrat stimmte zu. Einstimmig erteilte er auch das gemeindliche Einvernehmen zum Anbau einer Terrassenüberdachung auf dem Grundstück Marktplatz 24 und zum Neubau eines Carports Im Grün 6.

Einstimmig beschloss der Marktrat die Einleitung des 8. Änderung des Flächennutzungsplanes. Auf einer Restfläche des Grundstückes, Gemarkung Parkstein, im Bereich Theile, sollen Parkplätze entstehen. Die einhergehende Aufstellung eines Bebauungsplanes wurde vom Marktat ebenfalls beschlossen.

Die große Akzeptanz der Gemeinde- und Pfarrbücherei im Markt war Thema eines Berichts im "NeuenTag". Schiffmann besuchte deshalb mit den Markträten noch vor der Sitzung diese Einrichtung, um sich persönlich über die positive Entwicklung zu informieren.

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