09.07.2021 - 11:40 Uhr
PechbrunnOberpfalz

21 Jahre lang im Amt: Ernst Neumann ist jetzt Altbürgermeister der Gemeinde Pechbrunn

Fast 21 Jahre lang stand Ernst Neumann als Bürgermeister an der Spitze der Gemeinde Pechbrunn. Jetzt wurde sein Wirken mit einem Ehrentitel und einer Medaille gewürdigt.

Mit dem Ehrentitel Altbürgermeister und der Silbernen Bürgermedaille der Gemeinde Pechbrunn wurde Ernst Neumann (Zweiter von rechts) ausgezeichnet. Es gratulierten Ehefrau Theresia, Bürgermeister Stephan Schübel (rechts) und Zweiter Bürgermeister Josef Hollmann.
von Josef RosnerProfil

Vom 19. Juli 1999 bis zum 30. April 2020 lenkte Ernst Neumann als Bürgermeister die Geschicke der Gemeinde Pechbrunn. Vom 1. Mai 1996 bis zum 18. Juli 1999 hatte er bereits dem Gemeinderat angehört. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurden ihm der Ehrentitel Altbürgermeister sowie die Silberne Bürgermedaille verliehen. Dem vorausgegangen war ein entsprechender Beschluss des Gremiums.

"Ich danke Ernst Neumann für sein Wirken als Gemeinderat und Bürgermeister", sagte sein Nachfolger Stephan Schübel, ehe er unter dem Beifall des Gemeinderats Ehrenurkunden, die Silberne Bürgermedaille, ein Glaswappen und eine Anstecknadel überreichte. "Heute widmet sich Ernst Neumann mehr und mehr dem Radfahren und erkundet mit seinem E-Bike die Region." Touren über 80 Kilometer seien da keine Seltenheit. Schübel wünschte Neumann weiter viel Gesundheit und Energie, "damit er sein neues Leben genießen kann".

Ernst Neumann dankte für die Ehrung und freute sich, dass ausgeschiedene Gemeinderäte ebenfalls Auszeichnungen erhielten (Bericht folgt). Besonders gut kam er mit Gerhard Flügel (SPD) aus, der immerhin fast 34 Jahre lang im Gemeinderat saß. Beide sind "Borussen": Ernst Neumann ist Dortmund-Fan, Gerhard Flügel ist Mönchengladbach-Anhänger. "Wir waren und sind Freunde, du als Roter und ich als Schwarzer", betonte Neumann augenzwinkernd.

Abschied anders vorgestellt

"Ich hatte mir meinen Abschied aus der Politik anders vorgestellt", bemerkte Neumann zur Corona-Problematik. Im Rückblick erinnerte er an seine Anfänge in der Politik: "Als ich 1996 in den Gemeinderat gewählt wurde, habe ich mit allem gerechnet, nur nicht damit, dass ich drei Jahre später als Bürgermeister auf dem Chefsessel sitzen würde." Nach dem Tod von Anton Kohl wurde Neumann zum Gemeindeoberhaupt gewählt - mit 53,9 Prozent der Stimmen, wie er noch gut in Erinnerung hat. "Ich bekam keine Zeit zum Einarbeiten, ich war auf mich allein gestellt. Alle Vorgänger waren gestorben." Die Anfangszeit im Amt sei eine große Herausforderung gewesen. "Wir hatten viele Baustellen. Viele Gespräche von damals werden mir immer in Erinnerung bleiben." Vor allem der Bau der Autobahn habe ihn beschäftigt.

92 Trauungen durchgeführt

Neumann nannte mehrere Höhepunkte der folgenden Jahre und erzählte auch eine Anekdote: So habe er einmal eine Weihnachtsfeier besucht, "und keiner, aber wirklich keiner" habe bei den Ansprachen des Pfarrers und des Bürgermeisters zugehört. Weiter wusste Neumann, dass er 92 standesamtliche Trauungen durchgeführt habe.

Sein abschließender Dank galt allen hauptamtlichen Mitarbeitern in der Gemeinde und der VG Mitterteich, allen Gemeinderäten und auch den Pressevertretern, die ihn in all den Jahren begleiten haben. Neumann hoffte mit Blick auf Corona auf eine baldige Normalisierung und wünschte seiner Heimatgemeinde eine stetige Aufwärtsentwicklung sowie allen Bürgerinnen und Bürgern Gottes Segen.

Ende April 2020 schied Ernst Neumann aus dem Amt

Pechbrunn

"Als ich 1996 in den Gemeinderat gewählt wurde, habe ich mit allem gerechnet, nur nicht damit, dass ich drei Jahre später als Bürgermeister auf dem Chefsessel sitzen würde."

Ernst Neumann

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