10.09.2020 - 14:23 Uhr
PechbrunnOberpfalz

Becken und Leitung gegen Wassermangel beim SV Pechbrunn

Fast ausgetrocknet waren in den Sommern 2018 und 2019 die Rasenspielfelder des SV Pechbrunn-Groschlattengrün. Einige Baumaßnahmen sollen dafür sorgen, dass es vor Ort in der Zukunft keine Wasserknappheit mehr gibt.

Eine rund 600 Meter lange Leitung verbindet das neu angelegte Rückhaltebecken mit dem Sportgelände des SV Pechbrunn-Groschlattengrün. SV-Vorstandsmitglied Roland Zeitler (links) und Bürgermeister Stephan Schübel haben bei den Arbeiten selbst mit angepackt.
von Josef RosnerProfil

An die Bilder vom nahezu ausgetrockneten Fußballplatz auf dem Gelände des SV Pechbrunn-Groschlattengrün in den vergangenen beiden Jahren können sich viele noch gut erinnern. Wegen Wasserknappheit war es jeweils nicht erlaubt gewesen, die Rasenspielfelder zu besprengen. Mit einer Umstellung der Wasserversorgung sollte dieses Problem nun aber gelöst sein.

Dem SV Pechbrunn-Groschlattengrün haben die trockenen Sommer 2018 und 2019 viel Kopfzerbrechen bereitet

Pechbrunn

Die Gemeinde Pechbrunn hat auf dem Gelände der Bayerischen Staatsforsten oberhalb der Sportanlage und unterhalb des früheren Basaltwerkes ein 150 Kubikmeter großes Rückhaltebecken angelegt, das mit Wasser aus einem in der Nähe befindlichen Brunnen gespeist wird. Von dort fließt das Wasser in einer rund 600 Meter langen Kunststoffleitung zum SV-Sportgelände, wo es wiederum in einer Zisterne gesammelt wird. Diese Maßnahmen hatte zuvor das Wasserwirtschaftsamt Weiden abgesegnet. Durchgeführt wurden die Arbeiten von Bauhofmitarbeitern sowie von Mitgliedern des SV. Bis spätestens 20. September will der Verein die neue Bewässerungsanlage für beide Rasenspielfelder in Betrieb nehmen.

Zuschuss von der Ikom Stiftland

Die Gesamtkosten belaufen sich laut Bürgermeister Stephan Schübel auf 19 000 Euro, wobei die Ikom Stiftland 10 000 Euro als Zuschuss aus ihrem Regionalbudget zur Verfügung stellt. Die Restkosten übernimmt die Gemeinde. Schübel freute sich über die Verwirklichung des Projekts: "Jetzt braucht der Sportverein kein wertvolles Trinkwasser mehr für die Bewässerung der Sportanlage nehmen." In den vergangenen trockenen Jahren hatte der SV mehrere Tausend Kubikmeter Wasser für die Bewässerung benötigt. Ein zusätzlicher Vorteil ist nun, dass das Wasserreservoir bei möglichen Brandeinsätzen in der Umgebung auch als Löschteich genutzt werden kann.

SV-Vorstandsmitglied Roland Zeitler zeigte sich glücklich über die Maßnahme und betonte, dass damit ein lange gehegter Wunsch des Vereins in Erfüllung gehe. Sein Dank galt dem Bürgermeister, den Gemeinderäten, den Behörden und dem Fördergeldgeber für die gewährte Unterstützung. Roland Zeitler und Bürgermeister Stephan Schübel sprachen von gut angelegtem Geld, das Austrocknen der Rasenspielfelder sollte nun ein für alle Mal ein Ende haben.

Der Bau des Bewässerungssystems ist eines von mehreren Projekten, das die Ikom Stiftland fördert

Tirschenreuth
Unterhalb des früheren Basaltwerkes ist ein 150 Kubikmeter großes Rückhaltebecken angelegt worden, um Wasser aus einem nahe gelegenen Brunnen zu sammeln. Von dort kann das Wasser bergab in Richtung SV-Sportgelände fließen.
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