06.08.2020 - 14:41 Uhr
PechbrunnOberpfalz

„Beste Wasserqualität“ im Naturbad Pechbrunn

Erfreuliche Nachrichten zur Wasserqualität im Naturbad Pechbrunn verkündete Bürgermeister Stephan Schübel im Gemeinderat. Neuigkeiten gab es auch zum neuen Mischgebiet „Am Mühlweg“.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat eine Wasserprobe aus dem Naturbad Pechbrunn bakteriologisch untersucht und der Gemeinde „beste Wasserqualität“ bescheinigt.
von Josef RosnerProfil

Noch keine Sommerpause eingelegt hatte bislang der Gemeinderat Pechbrunn. Bürgermeister Stephan Schübel bat am Mittwochabend zur Sitzung in die Turnhalle. Bis auf Ute Döhler (Grüne), die sich entschuldigt hatte, waren alle Gremiumsmitglieder anwesend.

Bürgermeister Stephan Schübel berichtete von einer Mitteilung des Gesundheitsamtes Tirschenreuth zur Wasserqualität im Naturbad Pechbrunn. Demnach wurde am 6. Juli eine Wasserprobe zur bakteriologischen Untersuchung durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen entnommen. In einem Schreiben vom 14. Juli sei der Gemeinde dann „beste Wasserqualität“ bescheinigt worden.

Laut Schübel werde das Bad sehr gut angenommen, insbesondere von Familien. Weil der gesamte Badeplatz zum Zeitpunkt der Probenentnahme in einem sauberen und gepflegten Zustand gewesen sei, richtete Schübel einen herzlichen Dank an das Bauhof-Personal.

Sandfeld gereinigt

In diesem Zusammenhang informierte der Bürgermeister, dass der Sand auf dem Beach-Volleyballplatz in der Nähe des Bades vom Bauhof gründlich gereinigt worden sei. Die rund 30 Zentimeter dicke Sandfläche sei nun wieder frei von Verunreinigungen. Weiter kündigte Stephan Schübel an, dass ein neues Volleyballnetz angeschafft werden soll, weil das alte schon recht verschlissen sei. Eine Einzäunung des Spielfeldes lehnte der Bürgermeister ab, da dies optisch keine Aufwertung darstellen würde. „Ich will einen freundlichen und offenen Platz“, sagte Schübel und beantwortete damit eine Anfrage von Isgard Forschepiepe (SPD).

Im Juni erging der Grundsatzbeschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans

Pechbrunn

Ein zentrales Thema in der Sitzung war auch die Aufstellung des Bebauungsplans für das künftige Mischgebiet „Am Mühlweg“. Im Juni hatte das Gremium für eine Variante mit acht Parzellen für Wohnhäuser und zwei oder drei Parzellen für Gewerbe gestimmt. Um Zeit zu sparen, hatte Bürgermeister Stephan Schübel um die Vorstellung eines Vorentwurfs durch Planer Bernhard Bartsch noch vor der Sommerpause gebeten.

Großzügige Vorgaben

Bartsch erklärte, dass ein Mischgebiet mit einem offenen und großzügigen Bebauungsplan entstehen soll. So müssten nicht immer wieder Befreiungen beantragt werden. Möglichst knapp gehalten werden sollen auch die Vorschriften für Dächer und Dachneigung. Zur genauen Größe der Parzellen sagte Bartsch, dass noch individuell auf Käuferwünsche eingegangen werden soll. Vorgesehen seien sechs kleinere und zwei größere Parzellen zur Wohnbebauung sowie auf der Südseite zwei Flächen für Gewerbetreibende. Für die Wohnhäuser sollen mindestens zwei Stellplätze ausgewiesen werden, egal ob als Garage oder Carport.

Weiter beinhaltet der Bebauungsplan die Bestimmung, dass mindestens 30 Prozent der Grundstücksfläche begrünt sein müssen. Steingärten müssen nicht unbedingt sein, hieß es im Gemeinderat. Isgard Forschepiepe (SPD) fragte, ob es möglich sei, auch Obstbäume zu pflanzen. Bernhard Bartsch bejahte dies. Die Bauherren bekämen viele Freiheiten, die Grundstücke nach ihren Wünschen zu gestalten. Zur Frage nach der Entwässerung erklärte Bartsch, dass hier ein Fachplaner eingeschaltet wird.

Ziel: Bauarbeiten ab dem Frühjahr

Bürgermeister Stephan Schübel sprach von einem gut durchdachten Entwurf. Das Ziel, den Bauherren möglichst viele Freiheiten zu gewähren, sei erreicht. Während Bernhard Bartsch einem Zeitraum von rund einem Jahr nannte, bis gebaut werden kann, will der Bürgermeister Bauarbeiten schon ab dem Frühjahr 2021 ermöglicht sehen. Daher soll schon bald die öffentliche Auslegung beginnen.

Ein neues Netz soll das Beachvolleyball-Spielfeld beim Naturbad in Pechbrunn erhalten. Der Sand wurde fachmännisch gereinigt, von einer kompletten Einzäunung wird abgesehen.
Diplomingenieur Bernhard Bartsch stellte im Gemeinderat den Entwurf für den Bebauungsplan „Am Mühlweg“ vor. Dort soll ein Mischgebiet entstehen.
Gemeinderats-Splitter:

Steinbruch-Areal, Bewässerung und Bauvoranfrage

Thomas Flügel (SPD) fragte in der Sitzung nach dem aktuellen Stand beim Thema „Rechts vor Links“ in der Mitterteicher Straße. Bürgermeister Stephan Schübel verwies auf die Verwaltung und kündigte für die September-Sitzung weitere Informationen an. Weiter wolle Flügel wissen, ob es Neuigkeiten zur Nachnutzung des Basalt-AG-Areals in der Nähe der Bahnlinie und unterhalb des SV-Sportgeländes gibt. Stephan Schübel erwiderte, dass noch keine Ergebnisse vorlägen. „Dafür ist es noch zu früh, ich befinde mich mitten in den Gesprächen mit der Basalt AG“, sagte Schübel und bat noch um etwas Geduld.

Aus der nichtöffentlichen Sitzung vom 1. Juli berichtete der Bürgermeister, dass der Bau einer Wasserrückhaltung für den Brandschutz und zur Bewässerung des SV-Sportgeländes umgesetzt wird. Den Auftrag für die Erstellung des Wasserrechtsantrags erhielt ein Bayreuther Büro. Entsprechende Vereinbarungen mit den Bayerischen Staatsforsten und der Basalt AG werden abgeschlossen.

Zur Kenntnis genommen wurde die Jahresrechnung 2019. Anstelle von 1,1 Millionen Euro - wie ursprünglich geplant - wurden lediglich 507 000 Euro aus den Rücklagen entnommen. Grund dafür waren Verzögerungen bei der Kläranlagenertüchtigung.

Positiv bewertete der Gemeinderat nicht zuletzt eine Vorfrage für den Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage in der Fliederstraße in Pechbrunn. Die weitere Beurteilung obliegt nun dem Landratsamt.

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