09.11.2020 - 16:05 Uhr
PechbrunnOberpfalz

Feuerwehren in der Gemeinde Pechbrunn: Zusammenlegung nicht ohne Zustimmung

Im Gemeinderat war vor kurzem erneut der Vorschlag aufgetaucht, die Feuerwehren Groschlattengrün und Pechbrunn zusammenzulegen. Darauf hat nun Kreisbrandrat Andreas Wührl reagiert.

Auf einen wiederholt geäußerten Vorschlag zur Zusammenlegung der Feuerwehren Groschlattengrün und Pechbrunn im Gemeinderat hat jetzt Kreisbrandrat Andreas Wührl reagiert. Im Bild das neue Gerätehaus der Groschlattengrüner Wehr.
von Josef RosnerProfil

Ein Schreiben von Kreisbrandrat Andreas Wührl war jetzt ein Thema im Gemeinderat Pechbrunn. Dieser reagierte damit auf einen wiederholt geäußerten Vorschlag zur Zusammenlegung der Feuerwehren Groschlattengrün und Pechbrunn in der Oktober-Sitzung.

In der Oktobersitzung gab es eine Diskussion über die Zukunft der Ortsfeuerwehren

Pechbrunn

Der Kreisbrandrat machte deutlich, dass eine Zusammenlegung nur möglich wäre, wenn die Kommandanten und die Wehren dies auch wünschten. Würde ein solcher Schritt ohne Zustimmung vollzogen, wäre dies von der Rechtsaufsicht des Landratsamtes zu beanstanden und wieder rückgängig zu machen, so Wührl. Weiter wurde in dem Schreiben darauf verwiesen, dass die Gemeinde für Ausrüstung und Unterhaltung einer Feuerwehr verantwortlich sei. "Jede Ortsfeuerwehr ist von der Gemeinde als vollwertige und selbstständige Feuerwehr zu behandeln", so Wührl.

Gespräche mit Kommandanten

Bürgermeister Stephan Schübel wiederholte den Hinweis, dass eine Gemeinde eine Zusammenlegung nicht ohne den entsprechenden Wunsch der jeweiligen Feuerwehren veranlassen könne. Schübel kündigte dennoch weitere Gespräche mit beiden Kommandanten an. "Vielleicht wächst da was zusammen", hoffte Schübel. Weiter gab der Bürgermeister im Auftrag des Kreisbrandrats bekannt, dass künftig wieder beide Wehren zu Einsätzen alarmiert werden, nachdem dies in der Vergangenheit nicht immer funktioniert habe.

Informationen über das Projekt "Quartiersmanagement" im Bereich der Seniorenarbeit gab Bürgermeister Schübel an den Gemeinderat weiter. Zu diesem Thema hatte eine Besprechung in Mitterteich stattgefunden. Gemeinsames Ziel der Stadt Mitterteich und der Gemeinden Leonberg und Pechbrunn sei es, dass ältere Bürger möglichst lange in ihrem vertrauten Wohnumfeld bleiben können. Gesucht wird nun ein hauptamtlicher Kümmerer für eine Reihe von Aufgaben.

Neues Projekt zum Thema Seniorenarbeit in der VG Mitterteich

Mitterteich

Das Projekt, das 2021 starten soll, wird durch das Bayerische Sozialministerium über vier Jahre mit bis zu 80 000 Euro gefördert, so Schübel. Der Bürgermeister merkte an, dass das Ganze vor dem Beginn rechtlich auf festen Beinen stehen müsse.

Keine Einwände gab es gegen den Neuerlass der Erschließungsbeitragssatzung. Angela Schedl von der VG Mitterteich hatte die neue Satzung zuvor vorgestellt. Die alte Satzung stammt noch aus dem Jahr 1995, weshalb Angela Schedl eine Überarbeitung in Anlehnung an eine Mustersatzung des Bayerischen Gemeindetages vorgenommen hat. Die neue Satzung tritt zum 1. Dezember diesen Jahres in Kraft.

Laubentsorgung und Bepflanzung

Roland Zeitler (SPD) monierte unter "Wünsche und Anregungen", dass es Mängel am Allwetterplatz bei der Schulturnhalle gebe. Der Bürgermeister erwiderte, dass das Problem bekannt sei. Thomas Flügel (SPD) forderte eine Lösung, um in Groschlattengrün Laub entsorgen zu können. Stephan Schübel versprach, dass die Gemeinde das übernehmen werde, wenn keine andere Lösung gefunden wird.

Ute Döhler (Grüne) erkundigte sich nach der geltenden Richtlinie zur Bepflanzung an Straßen und Feldwegen. Sie fragte nach der Möglichkeit, die Allee an der alten Mitterteicher Straße wieder zu vervollständigen - wenigstens durch Sträucher, falls nicht etwas anderes erlaubt sein sollte. Bürgermeister Schübel bestätigte, dass es eine Richtlinie gebe. Nähere Informationen könne das Bauamt erteilen.

Gedenktafel angeregt

Weiter fragte Ute Döhler, ob im Zusammenhang mit einer möglichen Photovoltaikanlage auf dem Groschlattengrüner Feuerwehrhaus inzwischen ein Kontakt zur TIR-Energie hergestellt wurde. Stephan Schübel bejahte dies, er könne sich aber auch vorstellen, dass die Gemeinde selbst tätig wird. Weiter regte Ute Döhler an, eine Gedenktafel an der alten Mitterteicher Straße zu installieren, wo in der Zeit des Nationalsozialismus Juden erschossen worden seien. Auch dies wolle der Bürgermeister prüfen.

Nicht zuletzt informierte der Bürgermeister Schübel, dass die Gemeinde 103 000 Euro für das laufende Schuljahr an den Mittelschulverband bezahlen muss. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung von 12 000 Euro.

Im Gemeinderat ging es auch wieder um Verkehrsthemen

Pechbrunn

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.