12.06.2020 - 17:29 Uhr
PechbrunnOberpfalz

Neues Leben in der Ochsentränke

Zugestimmt hat der Gemeinderat der beabsichtigten Wiedereröffnung der Gaststätte Ochsentränke. In der jüngsten Sitzung gab es auch einige Anträge, Anfragen und Hinweise, wobei so manches Ärgernis zur Sprache kam.

Wiedereröffnet werden soll die Ausflugsgaststätte Ochsentränke.
von Josef RosnerProfil

Bürgermeister Stephan Schübel informierte, dass das Landratsamt bereits grünes Licht für die Neueröffnung der Ochsentränke signalisiert habe. Die Wasserversorgung sei gesichert, die Abwasserbeseitigung erfolge über eine Kleinkläranlage. Nähere Informationen zu den Betreibern gab es nicht.

Drei schriftliche Anträge hatte Ute Döhler (Bündnis 90/Die Grünen) eingebracht. In einem davon thematisierte sie die Entschädigung für Gemeinderäte, über die bereits in der Mai-Sitzung diskutiert worden war. Döhler wünschte sich eine Zuwendung für Gemeinderatsmitglieder, denen durch die Teilnahme an Sitzungen im beruflichen oder häuslichen Bereich ein Nachteil entsteht, der nur durch das Nachholen versäumter Arbeit oder die Inanspruchnahme einer Hilfskraft ausgeglichen werden kann. Sie bat um eine Pauschalentschädigung von zehn Euro je Stunde, wie sie auch den Selbständigen gewährt werde. Dies wäre sinnvoll und gerecht, meinte Döhler und ergänzte, dass ein solcher Passus auch Teil der Kreistags-Satzung sei.

Die konstituierende Sitzung des neuen Pechbrunner Gemeinderates

Pechbrunn

Stephan Schübel bemerkte dazu: "Wir haben im Jahr zehn bis elf Gemeinderatssitzungen, wir sollten eine solche Regelung nicht einführen. Bislang gab es noch nie ein solchen Antrag." Zweiter Bürgermeister Josef Hollmann (CSU) sah ebenfalls keinen Bedarf und keine Notwendigkeit dafür. Bei der Abstimmung votierten lediglich Thomas Dehmel (SPD) und Ute Döhler selbst für eine entsprechende Satzungsänderung.

Im zweiten Antrag von Ute Döhler ging es um die Sanierung der Grundschule. Weil kleinere Reparaturen notwendig seien, bat sie zu prüfen, ob nicht gleich eine energetische Sanierung sinnvoll wäre. "Eine Außendämmung spart Heizkosten und schont damit auch die Gemeindefinanzen", so Döhler. Auch das Dach der Schule sei teils undicht und könnte gleich mit saniert und mit einer Photovoltaikanlage versehen werden. Döhler zeigte sich überzeugt, dass es dafür auch Fördergelder gäbe. Bürgermeister Schübel nannte eine energetische Sanierung schwierig. "Wenn, dann brauchen wir schon ein Förderprogramm." Schübel regte eine Besichtigung an, so dass sich der Bauausschuss einen Überblick über die notwendigen Arbeiten verschaffen kann. Damit gab es von allen Seiten Zustimmung.

Radweg nach Marktredwitz

Im dritten Antrag wünschte sich Ute Döhler den Ausbau von Radwegen im Gemeindebereich. Wichtig sei vor allem ein Radweg nach Marktredwitz. Dann könnten die Bürger öfters ihr Auto stehen lassen und mit dem Fahrrad nach Marktredwitz fahren. Stephan Schübel erklärte, dass am 23. Juni Leitender Straßenbaudirektor Henner Wasmuth vom Staatlichen Bauamt nach Pechbrunn kommen werde. Dann werde er dies ansprechen.

Bürgermeister Stephan Schübel griff nach einer Anfrage von Ute Döhler in der Mai-Sitzung erneut das Thema Funkwecker auf. Er teilte mit, dass man sich bei der Feuerwehr gegen die Neuanschaffung von analogen Geräten ausgesprochen habe, weil im nächsten Jahr der Digitalfunk kommen solle.

Weiter bat Schübel die Bevölkerung, in der Mittagszeit auf das Rasenmähen und das Schneiden von Hecken und Sträuchern zu verzichten. Zur Anfrage nach einem Verkehrsspiegel in der Schneidergasse in Groschlattengrün teilte Schübel mit, dass die Polizei eine Anbringung nicht für notwendig halte.

Dank für Einsatz

Einen Dank richtete der Bürgermeister an die Burschenvereine Pechbrunn und Groschlattengrün, die wegen der Corona-Epidemie einen Einkaufsdienst einführten. "Sie haben unsere Leute regelmäßig bedient", lobte Schübel. Ein Dank galt auch Ute Döhler für die Koordination der Maskenverteilung in der Gemeinde. Döhler wiederum dankte den ehrenamtlichen Näherinnen.

Thomas Flügel (SPD) fragte nach der Möglichkeit, in der Arztpraxis von Thomas Dehmel im Rathaus Barrierefreiheit zu schaffen. Der Bürgermeister sicherte eine Besichtigung durch den Bauausschuss zu. Ute Döhler wollte zu einer möglichen Öffnung des Freibades die Meinung des Bürgermeisters hören. Stephan Schübel sicherte zu, sich mit dem Landrats- und Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen. Ute Döhler bat weiter um das Zurückschneiden von Sträuchern und Bodendeckern bei der Bocciabahn.

Schrank im Wald

Kritik übte Ute Döhler an Hundebesitzern, die im Bereich der Werkstraße, der Birkenstraße und der Teichelbergstraße immer wieder Hundekotbeutel ablegen. Sie sprach wörtlich von einer "Sauerei" und forderte, dass diese Beutel ordnungsgemäß in den Müll geworfen werden. Im Wald nahe der Ochsentränke habe sie zudem einen illegal im Wald entsorgten Schrank entdeckt. Dieser sollte baldmöglichst entfernt werden.

Im Wald nahe der Ochsentränke wurde ein Schrank entsorgt. Ute Döhler bat um dessen Beseitigung..
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