07.02.2021 - 11:57 Uhr
PechbrunnOberpfalz

Zugeschaufelte Treppe: Winterdienst in Pechbrunn in der Kritik

In Pechbrunn hat der Winterdienst Schnee auf eine Treppe geschaufelt, die laut einem Warnschild nicht geräumt und gestreut wird. Das führte jetzt zu Kritik im Gemeinderat.

Ute Döhler (Grüne) kritisierte, dass diese Treppe, die von der Werkstraße in Pechbrunn zur Unterführung in Richtung Bahnhof führt, kürzlich durch Reste von darauf geschaufeltem Schnee nicht begehbar gewesen sei. Bürgermeister Stephan Schübel verwies auf das Schild "Kein Winterdienst" und bat darum, einen kurzen Umweg in Kauf zu nehmen.
von Josef RosnerProfil

Eine Diskussion entwickelte sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung über den Winterdienst. Auf den Tisch brachte das Thema Ute Döhler (Bündnis 90/Die Grünen). „Unser Winterdienst macht die Treppe gefährlich“, betonte sie und meinte damit die Verbindung von der Werkstraße zur Unterführung in Richtung Bahnhof. Der obere Teil der Treppe sei kürzlich mit Überresten von darauf geschaufeltem Schnee bedeckt gewesen, was den Zugang verhindert habe. Bürgermeister Stephan Schübel verwies auf das dort stehende Schild mit der Aufschrift „Kein Winterdienst auf der Treppe“. Fußgänger müssten einen kurzen Umweg in Kauf nehmen, um an ihr Ziel zu kommen, so Schübel.

Problematische Überreste

Ute Döhler erinnerte daran, dass sie bereits in der letzten Gemeinderatssitzung angemahnt habe, dass die Treppe nicht mit Schnee zugeschaufelt werden soll. Doch genau das sei infolge der starken Schneefälle in jüngster Zeit geschehen. „Wenn ich dann als Fußgängerin, nachdem es getaut hat, von der Unterführung aus in Richtung Werkstraße hochgehe, habe ich oben am Ausgang plötzlich drei Stufen voller Schnee und Eisberge“, beklagte Döhler. „Wenn da jemand stürzt, wird vermutlich die Gemeinde haften müssen“, mutmaßte sie. Den Anwohnern im Umfeld der Werkstraße, der Birkenstraße und der Fichtenstraße, die zum Bahnhof oder ins Dorf wollen, werde der Weg abgeschnitten. Rücksichtsvoller wäre es daher, nicht zusätzlich Schnee auf die Truppe zu schaufeln. „Ich weiß von keiner anderen Gemeinde, in der Schnee und mitunter auch Äste auf eine Treppe gekippt werden“, so Döhler.

"Ich habe mit einem Briefträger gesprochen. Der hat gesagt, dass in keiner Gemeinde so gut geräumt ist wie in Pechbrunn."

Bürgermeister Stephan Schübel zum Thema Winterdienst

Bürgermeister Stephan Schübel bat um Verständnis für die nicht leichte Arbeit des Winterdienstes und sicherte zu, nochmals auf die Problematik an dieser Stelle aufmerksam zu machen. Per Schild werde aber darauf hingewiesen, dass die Treppe vom Winterdienst ausgenommen sei. „Über diese schmale Treppe hinabzugehen, ist im Winter nicht ganz ungefährlich“, sagte Schübel und war der Ansicht, dass einen kurzer Umweg in Kauf genommen werden könne. „Wir haben Winter, das ist halt nun mal eine etwas schwierigere Zeit. Irgendwo muss der Schnee ja hin.“

Mit Kette absperren

Roland Zeitler (SPD) regte an, die Treppe im Winter mit einer Kette abzusperren, damit klar ersichtlich ist, dass sie in dieser Jahreszeit keiner benutzen sollte. Der Bürgermeister brach abschließend eine Lanze für den gemeindlichen Winterdienst. „Ich habe mit einem Briefträger gesprochen. Der hat gesagt, dass in keiner Gemeinde so gut geräumt ist wie in Pechbrunn.“

Ute Döhler kam auch auf das Thema Breitband zu sprechen. Sie verwies darauf, dass sich die Gemeinde jetzt schon das fünfte Mal an einer Fördermaßnahme beteilige, um den Breitbandausbau zu verbessern. Sie zitierte Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU), der gesagt habe: „Schlechte Internetverbindungen liegen oft in der Zuständigkeit der Kommunen.“

Bürgermeister Stephan Schübel erwiderte, dass die Gemeinde alle bisher verfügbaren Fördermöglichkeiten in Sachen Breitbandausbau genutzt habe. Bis auf wenige Ausnahmen sei die Gemeinde inzwischen gut versorgt, betonte Schübel. „Wir waren immer rechtzeitig bei den Förderprogrammen dabei.“ Die verbliebenen Problembereiche seien bekannt. „Wir arbeiten dafür an Lösungen“, versicherte der Bürgermeister.

Im Gemeinderat ging es auch um das Mischgebiet "Am Mühlweg"

Pechbrunn
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.