05.02.2021 - 16:02 Uhr
PechbrunnOberpfalz

Mischgebiet "Am Mühlweg" in Pechbrunn: Ziel ist Bebauung ab dem Frühsommer

Wenn alles glatt geht, könnte im neuen Mischgebiet "Am Mühlweg" in Pechbrunn ab dem Frühsommer dieses Jahres gebaut werden. Der Gemeinderat stellte dafür nun eine weitere Weiche.

Zwei bis drei Flächen für Gewerbeansiedlungen (vorne) und bis zu acht Parzellen für Wohnhäuser (hinten) entstehen im neuen Mischgebiet „Am Mühlweg“ in Pechbrunn.
von Josef RosnerProfil

Als wichtigsten Punkt der Gemeinderatssitzung bezeichnete Bürgermeister Stephan Schübel am Mittwochabend die Aufstellung des Bebauungsplanes mit integriertem Grünordnungsplan für das Mischgebiet "Am Mühlweg". Dem Gremium lagen Anregungen und Stellungnahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit vor.

Wie Stephan Schübel berichtete, seien bei der ersten öffentlichen Auslegung von Bürgerseite her keine Einwände eingegangen. Im Planentwurf beschrieben sind unter anderem einzelne Maßnahmen, die bei der Bebauung beachtet werden müssen. Ob Photovoltaikanlagen auf Dächern errichtet werden, steht den Bauherren frei. Dominik Wolf (CSU) legte Wert auf diese Freiwilligkeit. "Wenn es sinnvoll ist, wird das ein Häuslebauer auch machen", meinte Wolf. Pro Grundstück und Parzelle beträgt der Mindestanteil an Grünflächen 30 Prozent. Die eingegangenen Stellungnahmen der Behörden wurden zur Kenntnis genommen und werden eingearbeitet.

Der Grundsatzbeschluss für das Mischgebiet war schon im Sommer 2020 gefallen

Pechbrunn

Entstehen sollen "Am Mühlweg" acht Parzellen für Wohnhäuser und zwei bis drei Flächen für Gewerbeansiedlungen. Schübel berichtete, dass bereits Voranfragen und sogar Reservierungen vorlägen, wobei die Größe der einzelnen Parzellen immer noch offen sei. "Wenn wir jetzt den Bebauungsplan in der vorgelegten Form so beschließen, gibt es nochmals eine vierwöchige öffentliche Auslegung, ehe der Bebauungsplan öffentlich bekanntgemacht wird und damit Rechtssicherheit erhält", erklärte Bürgermeister Schübel. "Ab Frühsommer könnte dann gebaut werden", gab sich Schübel optimistisch. Natürlich müsse man die weitere Corona-Entwicklung abwarten. "Nicht dass es noch zu Verzögerungen kommt", so Schübel. Am Ende gab es ein einstimmiges Votum für die Aufstellung des Bebauungsplans in der derzeitigen Form.

Weiter informierte der Bürgermeister, dass die Gemeinde alle Grundstückseigentümer per Schreiben gefragt habe, ob sie ihre Fläche selbst nutzen oder verkaufen wollen. Ziel sei es, Baulücken zu schließen. Wer bebaubare Flächen verkaufen will, könne sich gerne bei der Gemeinde melden.

Fördermittel für Kanalkataster

Ebenfalls einig war sich der Gemeinderat, mit Hilfe des Sonderprogramms "Kanalkataster" Fördermittel zu beantragen. 2019 wurden mit Hilfe eines "Fernauges" Kanäle auf einer Länge von 3000 Metern untersucht und in einem Kataster erfasst. Dies war die Grundlage für die Erstellung einer Sanierungsplanung. Aus einem Sonderprogramm können Fördermittel in Höhe von einem Euro je Meter abgerufen werden. Bisher, so Bürgermeister Stephan Schübel, habe dazu ein Gemeinderatsbeschluss gefehlt. Dies wurde jetzt nachgeholt.

Isgard Forschepiepe (SPD) wollte wissen, in welcher Höhe Zuschüsse für die Sanierung des Kanalnetzes zu erwarten seien. Der Bürgermeister hoffe auf einen Fördersatz von bis zu 60 Prozent. Über den Projektbeginn soll spätestens im kommenden Jahr entschieden werden.

Weiter gab Stephan Schübel Beschlüsse aus nicht öffentlichen Sitzungen bekannt. So erhält die Grundschule im Rahmen des Digitalpakts Schule neue digitale Endgeräte. Der Bürgermeister wurde beauftragt, die Beschaffung beim wirtschaftlichsten Anbieter vorzunehmen. Weiter wurde bekannt, dass die rückwärtigen Fenster im Feuerwehrhaus Pechbrunn ausgetauscht werden. Betroffen davon sind das WC und die Fahrzeughalle. Den Auftrag erhielt die Konnersreuther Firma Peter Wenisch.

PV-Anlage auf Feuerwehrhaus

Mit der Installierung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Feuerwehrhauses in Groschlattengrün wurde die Firma SM-Energy aus Mitterteich beauftragt. Ute Döhler (Bündnis 90/Die Grünen) freute sich sehr, dass ihr langgehegter Wunsch zum Bau einer solchen Anlage Wirklichkeit wird und dankte dem Gremium für den Beschluss. Einen Antrag dazu hatte sie bereits im Juni 2020 gestellt. Döhler betonte, dass dadurch etwas für das Klima und die Kinder getan werde. Weiter fragte Döhler nach der Eingrünung des Feuerwehrhauses. Bürgermeister Schübel versicherte, dass dort im Frühjahr losgelegt werde.

Thomas Flügel (SPD) regte an, dass das Infomaterial, das derzeit noch im Obergeschoss des Rathauses aufliegt, nach unten ins Foyer verlegt wird. Dort herrsche ein höherer Publikumsverkehr als im oberen Bereich. Stephan Schübel sicherte eine Prüfung zu.

Einstimmig genehmigt wurde nicht zuletzt ein Bauantrag: In der Fliederstraße in Pechbrunn soll ein Einfamilienwohnhaus mit Garage und Carport errichtet werden.

In der Januar-Sitzung ging es unter anderem um digitale Wasserzähler

Pechbrunn
Auf dem Dach des Feuerwehrhauses in Groschlattengrün wird eine Photovoltaikanlage installiert.
Bis zu acht Parzellen für Wohnhäuser entstehen im neuen Mischgebiet „Am Mühlweg“ in Pechbrunn. Der Bebauungsplan wird jetzt nochmals öffentlich ausgelegt, ab dem Frühsommer soll gebaut werden können.
Bis zu acht Parzellen für Wohnhäuser entstehen im neuen Mischgebiet „Am Mühlweg“ in Pechbrunn. Der Bebauungsplan wird jetzt nochmals öffentlich ausgelegt, ab dem Frühsommer soll gebaut werden können.

 

 

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