11.11.2019 - 14:35 Uhr
Penkhof bei KümmersbruckOberpfalz

Bauvorhaben in Penkhof: Ausschuss und Landratsamt haben zugestimmt

Die Mitglieder des Bauausschusses hätten den Wirbel über das von ihnen mitgetragene Bauvorhaben in Penkhof so nicht erwartet, sagt Bürgermeister Roland Strehl. Er versucht nun etwas Klarheit in die Diskussion zu bringen.

Der Wohnhausbau am Ortsrand von Penkhof sorgt für Diskussionen nicht nur im Gemeinderat.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Bürgermeister Roland Strehl hatte den Bürgern, die bei der Gemeinde eine Unterschriftenliste gegen den Wohnhausbau eingereicht hatten, schriftlich geantwortet. "Das betreffende Grundstück liegt im Geltungsbereich des qualifizierten Bebauungsplanes Penkhof-West. Dieser Bebauungsplan wurde in den Jahren 1994 bis 1998 aufgestellt und mit seinen Festsetzungen am 19. Mai1998 beschlossen. Er ist nach wie vor gültig", erklärt der Rathauschef.

Diskussion um Wohnhausbau in Penkhof

Kümmersbruck

Nachdem die Bauherren ein Vorhaben planten, das Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes notwendig machte, musste es im Bauausschuss der Gemeinde Kümmersbruck behandelt werden, erläutert Strehl. Der Bauausschuss habe in seinen Sitzungen am 12. Juni 2018 und am 18. September 2018 folgenden Befreiungen zugestimmt: Überschreitung Grundflächenzahl (GRZ): 0,50, Anzahl Vollgeschosse: 1, Überschreitung Baugrenze (Baugrenzen Ost und West): 31 Quadratmeter, Überschreitung Geschossflächenzahl (GFZ): 0,83, Dachform: Walmdach und Zeltdach, Dachneigung: 20 Grad und 22 Grad, Dachdeckung: Dachstein, anthrazit, Einfriedungshöhe: 1,50 Meter, Einfriedungsart: Mauerwerk und Außenbreite Gaube: 5,20 Meter.

Strehl: "Hierzu ist anzumerken, dass Befreiungen von den Festsetzungen im Bebauungsplan durchaus keine Seltenheit sind. Nur relativ wenige Bauvorhaben, die sich streng an die Festsetzungen eines Bebauungsplanes halten, werden im sogenannten Freistellungsverfahren errichtet, das heißt, der Bauausschuss einer Gemeinde muss sich damit nicht befassen."

Mit den genannten Zustimmungen sei der Antrag anschließend an die zuständige Genehmigungsbehörde, das Landratsamt Amberg-Sulzbach, weitergeleitet worden. Diese habe den eingereichten Tekturplan mit Schreiben vom 26. Oktober 2018 genehmigt. "Auch das Landratsamt sah trotz der ausgesprochenen Befreiungen die Grundzüge des Bebauungsplanes noch eingehalten".

Beweggrund für die erteilten Befreiungen war laut Strehl, die auch im Bauausschuss geteilte Meinung, dass die Bauherren in der Regel heute andere Baukörper errichten möchten, als noch vor 20 bis 30 Jahren. Die Gemeinde versuche – auch in Konkurrenz zu anderen Kommunen -, den Antragsstellern im Rahmen des Vertretbaren und unter dem Gesichtspunkt größtmöglicher Gleichbehandlung entgegen zu kommen. Abschließend heißt es in dem Brief an die Unterzeichner: "Wir können daher nur hoffen (und dazu aufrufen), dass der Dorffrieden nicht nachhaltig beschädigt wird."

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