Bereits am Freitagnachmittag holte man sich eine rund 30 Meter hohe Fichte aus dem Wald in der sogenannten Wart, die von den Kirwamoidln und -burschen am Aufstellplatz am Samstagvormittag entsprechend verziert und geschmückt wurde. Am Nachmittag ging es ans Aufstellen. Nicht nur die Burschen, sondern viele Männer aus den umliegenden Ortschaften und die Kirwarer aus Kastl packten mit an, um das Wahrzeichen in die Senkrechte zu bringen.
So nach gut eineinhalb Stunden war es geschafft. Der Baum war mit Hilfe der Goißn und mit viel Freibier für die Helfer unter dem Kommando von Altkirwabursch Siegfried Wittmann in die Senkrechte gebracht und mit Keilholz in der Baumgrube verankert worden. Außerdem wurde ein massives Tanzpodest fürs Austanzen rund um die Fichte aufgebaut. Der Baum wurde die ganze Nacht bewacht, damit ihm kein Schaden zugefügt werden konnte, wie es in vergangenen Jahren schon vorgekommen ist.
Im Wirtshaus selbst herrschte eine super Stimmung mit den Tschuckis aus Freudenberg. Am nächsten Vormittag wurde in der Pfaffenhofener St.-Martins-Kirche ein Gottesdienst gefeiert. Am Nachmittag wurden die Moidln von den Burschen mit einem Oldtimerschlepper mit Strohfuhrwerk zum Tanzen eingeholt. Die Allersburger Musikanten stimmten die neun Paare auf ihren Auftritt ein, über dem die herbstliche Sonne freudig vom Himmel lachte.
Fesch sahen die Paare in ihren Dirndln und Lederhosen aus, als sie, angeführt von den Musikanten und dem letztjährigen Oberkirwapaar Alexa und Phillip, das Tanzpodest bestiegen und von den zahlreichen Zuschauern mit Applaus begrüßt wurden. Das Lampenfieber war einigen Akteuren schon anzumerken, als die Musikanten die ersten Takte für einen Boarischen anstimmten.
Die Kirwaleut zeigten aber dem Publikum, was sie so alles an bodenständigen Tänzen in schweißtreibenden Übungsabenden unter der Regie der gestrengen Alexa für die Pfaffenhofener Kirwa erlernt hatten. Als neues Pfaffenhofener Oberkirwapaar wurden Anika Nahlik und Sebastian Weber ausgewählt, der vor Freude einen Luftsprung machte.
Der Montagnachmittag begann mit dem lustigen Bärtreiben, heuer mit einer Premiere. Die Kirwa wurde weiblicher. Als Kirwabärin wurde das Kirwamoidl Alexa auserkoren und von der Obertreiberin Franzi durchs Dorf getrieben. Die Bärin versuchte, vor allem Burschen und Männer anzuschwärzen. Da Viehhauser Hias sorgte für die musikalische Unterhaltung am Abend. Der Kirwabaum wurde dann durch den Oberkiwaburschen Wastl verlost. Als Glücksfee zog Kirwabärin Alexa, "die Heisere", die Lose. Bei der Verlosung hatte Hartl Kemmling das Glück des Tüchtigen, er gab den Baum aber zurück.
Das Keilholz schließlich ging an die Kirwaleit aus Schwend, der Baum selbst wurde mit dem zehnfachen Wert von Jürgen Rubenbauer aus Pfaffenhofen amerikanisch ersteigert. Die Kirwaleit bedankten sich zum Abschluss bei der Wirtin Bärbel und bei Martin Hollweck (Brugl) mit einem Präsent.















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