Pfreimd
06.06.2018 - 18:34 Uhr

Älteren Bürgern etwas bieten

Mit seinem Appell, die Seniorenarbeit auf mehrere Schultern zu verteilen, rennt Helmut Butz offene Türen ein. In Pfreimd wird nun ein entsprechender Beirat ins Leben gerufen.

Helmut Butz macht sich für einen Seniorenbeirat stark. Völkl
Helmut Butz macht sich für einen Seniorenbeirat stark.

Die Zahl spricht für sich: 1082 der Pfreimder Bürger sind über 60 Jahre alt. Die Altersgruppe wächst und sie hat natürlich auch eigene Interessen. Seniorenbeauftragter Helmut Butz wurde früher von Peter Woelky unterstützt, der dann aber seinen Wohnsitz in Pfreimd aufgab.

Butz unterbreitete dem Stadtrat in seiner letzten Sitzung nun den Vorschlag, doch einen Seniorenbeirat ins Leben zu rufen. "Aufgrund der demografischen Entwicklung wird in Zukunft die Zahl der älteren Menschen und auch ihr Einwohneranteil stetig steigen. Damit rücken die Belange der Älteren immer stärker in das Blickfeld unseres Gemeindelebens".

Etliche Beispiele

Hier kommt der Seniorenbeirat ins Spiel. "Die Interessensvertretung älterer Menschen soll mit Anregungen, Vorschlägen und Anträgen auf die berechtigten Belange und Interessen der Senioren aufmerksam machen", meint Butz.

In zahlreichen Städten und Gemeinden im Landkreis Schwandorf gibt es zwischenzeitlich Seniorenbeiräte: in Schwandorf, Burglengenfeld, Maxhütte-Haidhof, Teublitz, Nittenau, Neunburg, Wackersdorf, Oberviechtach und Bodenwöhr. Die Anzahl der Mitglieder in den Gremien reicht von 5 bis 13 Personen. Der Seniorenbeirat ist für Butz "ein Organ der Meinungsbildung und des Erfahrungsaustausches", um die Interessen älterer Menschen besser vertreten zu können.

Dabei stelle der Seniorenbeirat keine Konkurrenz zu den bereits bestehenden Alteneinrichtungen der örtlichen Vereine und Organisationen dar. Vielmehr sollte er ergänzend tätig sein. "Deshalb sollten wir versuchen, Vertreter der Vereine, die bereits Seniorenarbeit leisten, für den Beirat zu gewinnen". Damit könnten nach Ansicht von Helmut Butz Veranstaltungen und deren Themen besser abgesprochen werden.

Die Tätigkeit im Beirat sei ehrenamtlich, parteipolitisch und konfessionell völlig neutral. Mitmachen könne jeder Interessierte über 60. Und den Ideen und Aktivitäten seien keine Grenzen gesetzt, so der Pfreimder Seniorenbeauftragte.

Alle Fraktionen befürworteten die Gründung eines Seniorenbeirates. Bürgermeister Richard Tischler sieht darin ein Arbeitsteam, das sich um die Belange der Senioren annimmt und die Aktivitäten koordiniert. Manche Veranstaltungen von Vereinen hätten durch die gemeinsame Plattform auch besseren Zulauf.



Gründungsversammlung

Mitglieder aus den Fraktionen werden im Beirat nicht vertreten sein. Tischler könnte sich vorstellen, dass aus jeder Fraktion ein ehemaliger Stadtrat mitmacht. Die Arbeit sollte im Team verteilt werden. Ein Treffen werde alle drei Monate anberaumt. Vier Bürger haben bei Richard Tischler schon ihre Mitarbeit signalisiert.

Nun wird von der Verwaltung ein Satzungsvorschlag ausgearbeitet, um danach zu einer Gründungsversammlung einzuladen.

 
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