Pfreimd
24.04.2026 - 10:42 Uhr

Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann begeistert bei Lesung in Pfreimd

Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann ist zu Gast im Bürgersaal von Pfreimd. Sie fesselt 90 Zuhörer mit Auszügen aus ihrem Roman „Lebensbande“.

Autorin Mechtild Borrmann las vor 90 Zuhörern aus ihrem aktuellen Roman „Lebensbande“ im Bürgersaal in Pfreimd. Bild: Karin Wilnauer
Autorin Mechtild Borrmann las vor 90 Zuhörern aus ihrem aktuellen Roman „Lebensbande“ im Bürgersaal in Pfreimd.

Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann las jetzt vor 90 begeisterten Zuhörern aus ihrem aktuellen Roman „Lebensbande“ im Bürgersaal in Pfreimd. Die in Bielefeld wohnende Autorin ist mit zahlreichen renommierten Preisen wie dem deutschen Krimipreis ausgezeichnet worden. Ihre Romane "Trümmerkind", "Grenzgänger" und "Feldpost" standen monatelang unter den Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste.

In Pfreimd las sie aus ihrem aktuellen Roman "Lebensbande" und zog die Besucher damit vom ersten Augenblick an in ihren Bann. Alles begann in Kühlungsborn im Herbst 1991, als ein Brief der Deutschen Rentenversicherung Lottes Leben komplett auf den Kopf stellt. Sie wollte doch gar nicht mehr Rente, sie wollte einfach ihre Ruhe und ihre letzten Tage in Frieden in ihrem kleinen Häuschen in Kühlungsborn verbringen. Doch der Brief reißt alte Wunden auf und lässt Lotte nicht mehr in ihren normalen Alltag zurückkehren. Auf einer zweiten Zeitebene erzählt Mechtild Borrmann die Geschichte von Lotte, Nora und Lene, die 1932 begann. Eine schwere Zeit, die den drei Frauen alles abverlangt und sie lebenslang verbindet.

Roman braucht zehn Jahre

Auf die Frage, wie die Autorin diese drei Frauen gefunden hat, erzählte sie, dass sie bei der Recherche für ihr Buch „Trümmerkind“, einen Aufruf in einer Hamburger Seniorenzeitschrift gemacht hatte, um nach Zeitzeugen aus der Kriegszeit zu suchen. Sie bekam so unglaublich viele Briefe und eben unter anderem auch die Geschichte einer Krankenschwester, die später in einen Gulag der Sowjetunion verschleppt wurde – als Teil der 900.000 Arbeitskräfte, die Stalin unter anderem im Rahmen der Reparationszahlungen zugesichert worden waren.

Sie habe damals schon gewusst, dass diese Geschichte sie interessierte. so erzählte sie. Es dauerte dann doch fast zehn Jahre, bis sie das Leben der drei Frauen in „Lebensbande“ niederschrieb. Nach 66 Lesungen mit ihrem Buch „Lebensbande“, freut sie sich nun wieder auf die Recherche für ihren neuen Roman, der wohl in zwei Jahren erscheinen wird. Nach der Lesung nahm sie sich sehr viel Zeit für die vielen Signierwünsche und nach zwei Stunden endete ein sehr spannender Abend im Bürgersaal.

Nächste Veranstaltungen

Am Donnerstag, 30. April findet mit dem „Bücherfrühling“ bereits die nächste literarische Veranstaltung im BuchCafé statt und am Freitag, 22. Mai, wird mit Regina Denk die nächste Autorin in Pfreimd zu Gast sein. Bekannt durch das vorherige Buch „Die Schwarzgeherin“ liest Regina Denk aus ihrem neuen Roman „Der Fährmann“. Für beide Veranstaltungen gibt es nur noch wenige Karten. Reservierung im BuchCafé unter 09606/9237766.

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