16.03.2020 - 19:42 Uhr
PfreimdOberpfalz

FWG gewinnt einen Sitz hinzu

Bürgermeister Richard Tischler (FWG) freut sich über seinen persönlichen Vertrauensbeweis: 86,1 Prozent. "Schon fast sozialistische Verhältnisse" frotzeln Wahlbeobachter amüsiert. CSU-Gegenkandidat Wolfgang Lotter erhielt 13,9 Prozent.

86,1 Prozent: Bürgermeister Richard Tischler freute sich über das Vertrauen, das die Bevölkerung ihm entgegenbringt.
von Claudia Völkl Kontakt Profil

Richard Tischler hat doppelten Grund zur Freude: Auch seine "Hausmacht", die FWG, hat respektabel zugelegt: Wir haben einen Sitz mehr". Auf der Liste holte Tischler übrigens satte 3421 Stimmen. Er freut sich auf die Arbeit mit erfahrenen und neuen Stadträten, auch mit einem verjüngten Team. "Ich kenne alle gut, das passt", meint er.

Alle Gemeindeteile

Und mit der neuen Konstellation sind nun auch alle Gemeindeteile vertreten: Mit Sven Ost und Daniela Kielhorn aus Weihern sowie Eduard Maier aus Hohentreswitz können sich auch diese beiden Ortsteile gut repräsentiert fühlen.

Bei der CSU, die annähernd ihr Ergebnis hielt, legte Elektromeister und Fraktionssprecher Mirko Hägler kräftig zu: 2287 Stimmen. Kieferorthopädin und Zweite Bürgermeisterin Johanna Mertins erhielt 2055, der selbstständige Maurermeister Georg Hösl 1261 Stimmen.

Mutter und Sohn

Neu in der CSU-Mannschaft sind der 40-jährige Softwareentwickler Wolfgang Lotter (1271), der 43-jährige Zahnarzt Peter Mertins (1163) und der 28-jährige Realschullehrer Bastian Lobinger, als Stürmer bei der SpVgg Pfreimd bekannt. Mertins und Mertins: Tischler kann sich nicht erinnern, wann jemals zwei Familienangehörige dem Stadtrat angehörten. Nicht mehr gereicht hat es für Klaus Summer (616) und Katrin Zuber (767). Alfred Armer kandidierte nicht mehr.

Bei der SPD bleibt die Zahl der Sitze unverändert: Rettungsassistent Norbert Auer (1546), Industriemeister Franz Heininger (1279) und Rentner Günther Strehl (873) nehmen wieder am Ratstisch Platz. Der langjährige Stadtrat Hans Müller hatte seinen Rückzug erklärt. Diese Lücke füllt Sven Ost, 49-jähriger Polizeibeamter aus Weihern (955).

Von den im Stadtrat vertretenen Gruppierungen ist die FWG der Wahlsieger. Die Angestellte Petra Stubenvoll (1857), Konstruktionsleiter Florian Reger (1724), Energieanlagenelektroniker Ernst Wurmstein (1508), der Polizeibeamte a.D. Eduard Dippel (1380) und Elektromeister Norbert Wagner (1116) holten wieder die meisten Stimmen.

Die "alten Hasen" freuen sich über zwei neue Gesichter: Der 32-jährige Geschäftsführer Jörg Irlbacher (1073) und der 36-jährige technische Angestellte Eduard Maier (1059) komplettieren die FWG-Fraktion. Nicht mehr dabei ist Stefan Enders (991).

Bei der ÖDP traten Manfred Bruckner und Rupert Schichtl nicht mehr an. Dritter Bürgermeister Hubert Betz (1825) sowie Thomas Armer (804) sind wie bisher auch im neuen Gremium vertreten.

Das Ziel, auch die beiden vakant gewordenen Plätze wieder für die ÖDP zu gewinnen, wurde nur zur Hälfte erreicht. Es wurden nur dreiPlätze errungen. Den Sprung schaffte die 46-jährige Leiterin des Franziskuskindergartens, Daniela Kielhorn (814).

Nur noch zwei Frauen

Einen Umstand bedauert Bürgermeister Richard Tischler: Es gab Zeiten, da hatten sechs Frauen im Stadtrat Sitz und Stimme. In der neuen Legislaturperiode sind es nur zwei.

Wolfgang Lotter (CSU)
Peter Mertins (CSU)
Bastian Lobinger (CSU)
Sven Ost (SPD)
Eduard Maier (FWG)
Jörg Irlbacher (FWG)
Daniela Kielhorn (ÖDP)
Info:

Die Sitzverteilung

CSU: 16 782 Stimmen (31,1 Prozent), 6 Sitze (2014: 31,3/6)

SPD: 9 606 Stimmen (17,8 Prozent), 4 Sitze (2014: 20,7/4

FWG: 19 250 Stimmen (35,7 Prozent), 7 Sitze (2014: 29/6)

ÖDP: 8294 Stimmen (15,4 Prozent), 3 Sitze (2014:19//4)

Stimmberechtigte: 4 385

Wähler: 2975 (67,8 Prozent).

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