08.11.2021 - 14:10 Uhr
PfreimdOberpfalz

Historischer Arbeitskreis bietet Vortrag zu Spuren jüdischen Lebens in Pfreimd

Straßenschild Judengasse in Pfreimd
von Alfred HammerProfil

Die Judengasse am Rande der Altstadt weist schon daraufhin, dass in Pfreimd ab dem 14. Jahrhundert jüdische Familien lebten. Landgraf Albrecht holte sie nach Pfreimd, war doch die Judensteuer eine sehr ergiebige Einnahmequelle. Städtische Bürger schätzten die Möglichkeit, sich schnell und einfach Geld zu leihen. Auch Landgraf Wilhelm war ein eifriger Kunde und dennoch verwies er mit Samuel Ulman 1620 den letzten seines Standes aus der Landgrafschaft. Der Überlieferung nach soll diese Gemeinde ihre Gottesdienste im Judenturm abgehalten haben.

Nach dem Judenedikt von 1813 war es der jüdischen Kaufmannsfamilie Arnstein aus Fürth erst möglich, Mühlen zu erwerben und als Glasschleifen zu nutzen. 1880 kaufte sie die Stadtmühle. Den Viehhandel dagegen durften Juden schon immer ausüben. Sie waren regelmäßig auch auf den Pfreimder Viehmärkten vertreten. In den 1920er Jahren kamen die Händler bis aus Aschaffenburg und Wolfratshausen, um auf den größten Markt der Region dabei zu sein.

Ein Bildervortrag von Maria Richthammer spürt in einem Streifzug durch 650 Jahre Pfreimder Geschichte diesen jüdischen Spuren nach. Der Heimatkundliche und Historische Arbeitskreis „Der Stadtturm“ bietet dazu am Freitag, 12. November, um 19.30 Uhr in den Bürgersaal ein. Es gelten die aktuellen Coronaregeln. Nachweise werden kontrolliert.

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