07.11.2019 - 11:13 Uhr
PfreimdOberpfalz

Kleine Brennpunkte und neue Weichen

Risse im Bürgersteig, ein geschütztes Logo und das Schicksal der Volkshochschule: So breit gefächert sind die Themen, die bei der Stadtratssitzung auf den Tisch kommen. Manchmal ist Geduld gefragt.

Die aus recyceltem Stoff produzierten Taschen tragen das Logo der Stadt Pfreimd in die Öffentlichkeit. Wer das Logo verwenden darf, dss kann künftig auch mal die Verwaltung entscheiden.
von Monika Bugl Kontakt Profil

Eine Grundsatz-Entscheidung sollte der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung zum Thema Erwachsenenbildung im Landkreis treffen. Die Ausgangslage: Viele lokale Volkshochschulen im Landkreis haben sich bereits zusammengeschlossen, um neue Anforderungen zu erfüllen. Nun steht eine nächste Stufe im Raum: eine landkreisweite Volkshochschule. Pfreimd hatte zuletzt mit Nabburg, Nittenau Neunburg und dem Städtedreieck kooperiert. "Das deckt ohnehin bereits einen großen Teil des Landkreises ab", meinte Bürgermeister Richard Tischler. Bislang habe im Landkreis lediglich die Kreisstadt eine Fusion verweigert. In einer Absichtserklärung votierte der Stadtrat einstimmig für eine Volkshochschule im Landkreis - unter der Maßgabe, dass sich die Kostensituation nicht verschlechtert. Derzeit wird dabei mit einem Euro pro Einwohner gerechnet.

Mehr Kompetenz billigte das Gremium der Verwaltung zu, wenn es um die Verwendung des geschützten Stadtlogos mit der Silhouette der Eixlberg-Kirche geht. Die Verwaltung wurde einstimmig ermächtigt, in Standard-Fällen selbst eine Entscheidung dazu zu treffen. Grünes Licht gab es in der Vergangenheit bereits für die Stadtbücherei, auch auf wiederverwendbaren Taschen, einem Projekt des Museums, ist das Logo bereits im Umlauf.

Keine Einwände gab es gegen einen Bauantrag, der in Pamsendorf einen Geräteschuppen vorsieht. "Das fügt sich ein", meinte Geschäftsleiter Bernhard Baumer auch zu einem Bauprojekt am "Hahnenkreuz": Dort sind zwei Dachgauben, zwei Carports und ein Nebengebäude anvisiert. Und durchaus "als Abrundung zu verstehen" sei eine geplantes Einfamilienhaus mit Doppelgarage am Ortsrand von Weihern Richtung Losau. Zwar liegt das Areal im Außenbereich, aber unter der Voraussetzung dass der Bauherr Erschließungkosten für Wasser und Kanal übernimmt, gab es grünes Licht für eine entsprechende Bauvoranfrage.

Nicht in der Macht des Stadtrats steht eine beschleunigte Nutzung des Sendemasts bei Hohentreswitz durch die Telekom. "Man hat uns zugesagt, dass im Laufe des nächsten Jahres die Technik für den Mobilfunk bereitgestellt wird", berichtete Geschäftsleiter Bernhard Baumer. Doch es scheint Geduld gefragt, bis das Riesen-Funkloch dort abgedeckt ist.

Auftrag erteilt, hieß es auch in Sachen Wasserrad, das sich wegen eines Schadens derzeit nicht dreht. Weitere Anregungen aus dem Gremium betrafen Risse im Bürgersteig, die noch vor dem Winter repariert werden sollen, eine Überprüfung, ob bei einer Stromkabel-Verlegung zwischen Nessating und Egerhof weitere Arbeiten erledigt werden können und ein Zuviel an Kleider-Containern, die am Recyclinghof Parkplätze blockieren.

Keine Lösung zeichnet sich laut Bürgermeister Tischler für die Parksituation in Fischergasse und Hochwehr ab. Ein Halteverbot treffe auch Anwohner und Besucher, die Straße sei eigentlich breit genug, so die Ergebnisse einer Verkehrsschau. Eine gute Nachricht gab es aber noch für Hohentreswitz. Das neue Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser ist ausgeliefert worden. Kosten: 213 000 Euro. Die Einweihung soll im nächsten Jahr in Verbindung mit dem Florianstag erfolgen.

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