18.09.2020 - 09:45 Uhr
PfreimdOberpfalz

Mahdwiesen wird verkehrsberuhigte Zone

Die Bürger der Mahdwiesen in Weihern fordern für die Sicherheit ihrer Kinder eine verkehrsberuhigte Zone in ihrem Wohngebiet. Jetzt ist der Bauausschuss einstimmig der Forderung nachgekommen.

Die Parksituation im Stadtgebiet ist oft ein Grund für Ärgernis. Nicht immer hat der Bauausschuss die passende Lösung parat.
von Richard BraunProfil

Beim ersten Besichtigungstermin vor einigen Wochen konnte sich der Bauausschuss noch nicht mit der Einrichtung einer Spielstraße im neuen Baugebiet in Weihern anfreunden. Die Einschränkungen für die Autofahrer wären zu groß waren die Befürchtungen der Räte. Anders sahen dies die Bewohner im betroffenen Wohngebiet.

Anwohner für Spielstraße

Per Unterschrift sprachen sich 52 Haushalte für die Errichtung einer verkehrsberuhigten Zone aus. Für die Sicherheit ihrer Kinder wollten sie gerne gewisse Einschränkungen in Kauf nehmen. Dazu gehören die Verringerung der Fahrtgeschwindigkeit auf Schritttempo und das Parken nur auf den gekennzeichneten Flächen. Fußgänger und Kinder haben Vorrang. Dem eindeutigen Votum der Bewohner wollte der Bauausschuss nicht entgegenstehen. Einstimmig sprachen sich die Räte für die Errichtung einer verkehrsberuhigten Zone im gesamten Baugebiet aus.

Verkehrsprobleme gibt es im gesamten Stadtgebiet. Wiederholt ging es beim Ortstermin des Bau- und Umweltausschusses um Parkprobleme an bestimmten Brennpunkten. Eine Entlastung der Altstadt versprechen sich die Räte von der Umwandlung der Bürgermeister-Reichel-Straße in eine Einbahnstraße. Dadurch könnte der Fußgängerweg auf einer Seite abgesenkt und durch Parkstreifen ersetzt werden. Im Lohweg sollen zwei grüne Inseln beseitigt werden, da diese den Fußweg versperren und die Fußgänger auf die Fahrbahn ausweichen müssen.

Straße als Toilette benutzt

Keinen Handlungsbedarf sieht der Bauausschuss bei der Parksituation in der Brunner-Bey-Straße. Sie gehört zu den breitesten Straßen im Stadtgebiet und durch die geparkten Fahrzeuge wird der Verkehr nicht nachteilig beeinflusst. Anders verhält es sich bei der Zufahrt zum Industriegebiet. Der Abschnitt vom Ende der Industrieansiedlung bis zur Autobahnauffahrt wird gerne von Lastwägen für die Nachtruhe ausgewählt. Das Ergebnis ist ein mit Abfällen und Fäkalien verdreckter Straßenabschnitt den der Bauhof am nächsten Tag reinigen muss. Hier soll ein eingeschränktes Halteverbot Abhilfe schaffen. Die Straße vom Naabweg vorbei an der „Gschmierten Kapelle“ zur Nabburger Straße wird verstärkt von allen möglichen Fahrzeugen als Anfahrt zum neuen Baugebiet benützt. Dabei ist die Straße ziemlich eng und auf sieben Tonnen beschränkt. Jetzt wurde die Verwaltung beauftragt zu eruieren, wie diese Straße in naher Zukunft ausgebaut werden könnte. Im ersten Schritt wird die Straße auf 2,8 Tonnen beschränkt. Die Parksituation am Vorplatz des städtischen Friedhofs ist nicht geregelt und gibt immer wieder Grund für Beanstandungen. Der Vorplatz befindet sich allerdings im Privatbesitz, so dass eine Regelung nur in Absprache mit dem Besitzer möglich ist. Diese führte nun zu einem positiven Ergebnis. Die Stadt kann das Grundstück pachten und mit der Gestaltung wurde das Ingenieurbüro Blank beauftragt. Die Planung fand die Zustimmung des Bauausschusses.

Als letzter Besichtigungspunkt stand der Kindergarten St. Martin auf der Tagesordnung. In Rekordzeit von nur einem halben Jahr wurde die Kinderbetreuungsstätte vollkommen umgestaltet. Das ursprüngliche Gebäude dient jetzt überwiegend als Kinderkrippe, während der Kindergarten und Hort in der alten Schule angesiedelt wurden. Dadurch konnte viel zusätzlicher Platz gewonnen und den gestiegenen Anmeldungen Rechnung getragen werden. Mit sichtlichem Stolz zeigte die Leiterin Gabi Schönberger dem Bauausschuss den gelungenen Umbau. Dieser war vom Ergebnis sehr angetan. Bürgermeister Richard Tischler dankte dem gesamten Kindergartenteam für die erbrachte Leistung. Alles wurde zur vollsten Zufriedenheit ausgeführt.

Aus der vergangenen Bauausschusssitzung in Pfreimd

Pfreimd
Das Parken am Friedhofvorplatz soll künftig in geordneten Bahnen erfolgen. Die Pläne fanden die Zustimmung des Bauausschusses.
Die Kindergartenleiterin Gabi Schönberger zeigte dem Bauausschuss die neugestalteten Räume. Die Räte waren mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.
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