12.06.2020 - 11:29 Uhr
PfreimdOberpfalz

Wenn das Parken zum Problem wird

14 Besichtigungspunkte stehen auf der Tagesordnung der ersten Sitzung des Bauausschusses. Davon haben allein vier Punkte die Parksituation in der Altstadt im Auge.

Die Parksituation in der Rosengasse beschäftigt den Bauausschuss zum wiederholten Male. Gerade die Engstellen werden gerne zugeparkt.
von Richard BraunProfil

Die engen Gassen in der Altstadt mit ihren nur wenigen Freiflächen stellen Autobesitzer oft vor die schwierige Frage: „Wohin mit dem fahrbaren Untersatz“? Allzu oft werden daher die Wege als Parkplätze benutzt, was dazu führt, dass es für die Mühlabfuhr oder ähnliche Versorgungsfahrzeuge kein Durchkommen gibt. Ganz zu schweigen zu einem Einsatz von Rettungskräften. Die Folge ist eine Beschwerde bei der Stadtverwaltung, die nur an die Vernunft der Autobesitzer appellieren kann. Jetzt machte sich der Bauausschuss zum wiederholten Mal ein Bild von der Situation und suchte nach Lösungen.

Ein Schwerpunkt ist immer wieder die Rosengasse. Oft werden gerade hier zwei Engstellen zugeparkt. Ein weiterer kritischer Punkt ist in der Landgrafenstraße gegenüber dem Bistro „Mona Lisa“. Die Ausbuchtung erlaubt nur ein kurzes Halten von drei Minuten oder zu den angegebenen Zeiten ein Parken mit Parkscheibe. Ausdrücklich wies Bürgermeister Richard Tischler darauf hin, dass die Parkscheibenpflicht nicht nur in der Altstadt, sondern auch in der Landgrafenstraße besteht. Leichter war die Parkproblematik an der Einmündung Margeritenstraße in die Dr.-Kleber-Straße zu lösen. Hier soll eine Fahrbahnmarkierung die parkfreie Zone kennzeichnen.

Die Hofwehr ist eine der Zufahrten zum Feuerwehrhaus. Bei einer Alarmierung sind die Einsatzkräfte oft ziemlich flott dran, dies kann dann zu brenzligen Situationen führen, die durch die parkenden Autos noch zusätzlich verstärkt werden. Die Anlieger benötigen aber die Stellplätze für ihre Autos, von daher kann nur an die Einsicht der Rettungskräfte appelliert werden, in diesem Bereich besondere Vorsicht walten zu lassen, damit niemand zu Schaden kommt. Eine Beschränkung der Straße auf „Zone 30“ , an die sich dann alle halten müssen, soll künftig für zusätzliche Sicherheit sorgen. Auch werden die Feuerwehrleute in einem Gespräch auf diesen Gefahrenpunkt extra hingewiesen.

Um die Verkehrssicherheit ging es auch an der Kreuzung Kulmstraße – Johannisweg in Untersteinbach. An dieser Engstelle, die besonders Wanderer und Radfahrer oft frequentieren, kommt es immer wieder zu gefährlichen Begegnungen mit dem vorbeifließenden Verkehr. Die Beschränkung der Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer soll auch hier für mehr Sicherheit sorgen. Zusätzlich wird an der Einmündung der Bachgasse ein Verkehrsspiegel angebracht.

Die Erkenntnisse aus der Ortsbesichtigung wurden in der anschließenden Sitzung im Rathaus genauer erörtert. Angedacht wurde dabei die Entwicklung eines eigene Parkkonzeptes für die Altstadt, das aber als viel zu aufwändig und kostspielig angesehen wurde. Bürgermeister Tischler brachte zu diesem Thema wieder ein Parkhaus ins Gespräch, das bereits vor Jahren schon einmal abgelehnt worden ist. Auch die farbliche Markierung einzelner Stellplätze in der historischen Altstadt kam für den Bauausschuss nicht in Frage. Am Ende war guter Rat teuer.

Mirko Hägler brachte schließlich die Angelegenheit auf den Punkt: „Wenn sich jeder Verkehrsteilnehmer an die gültige Straßenverkehrsordnung halten und zusätzlich noch etwas Rücksicht und Vernunft einkehren würden, hätten wir alle keine Parkprobleme in der Altstadt.“

Parken in der Landgrafenstraße ist ein ständiges Ärgernis. Auch hier besteht Parkscheibenpflicht.

Hier die Themen der letzten Bauausschusssitzung

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