07.11.2019 - 11:09 Uhr
PfreimdOberpfalz

Material über den Urgroßvater

Was macht ein Archivar? Die Pfreimder Stadträte wollen das genau wissen. Der Neue, zuständig für Nabburg und Pfreimd, kann mit mit ganz konkreten Beispielen aufwarten.

Felix Engel
von Monika Bugl Kontakt Profil

Ein promovierter Historiker bereut seit einigen Wochen für Nabburg und Pfreimd das Archiv. Bei den Nabburgern hatte sich Dr. Felix Engel schon vorgestellt, bei der jüngsten Stadtratssitzung hatte er seinen Antrittsbesuch in Pfreimd - und gleich ein paar neugierige Fragen auf dem Tisch.

Zunächst aber lieferte der 29-Jährige aus Magdeburg Daten zu seinem Werdegang: Er hat Geschichte und Deutsch studiert, in Geschichte promoviert und ist vor allem mit dem 16. Jahrhundert vertraut. Dass ihm das Lehramt nicht so recht zusagt, hatte er schon gemerkt, als er im Rahmen des Studiums vor einer Klasse stand. So war das Brandenburgische Landeshauptarchiv seine erste Station im Berufsleben, bis ihm schließlich die Ausschreibung für Pfreimd/Nabburg "ins Auge gesprungen" ist. Engel bekam den Zuschlag und hat sich nach eigenem Bekunden inzwischen gut eingelbt, nicht zuletzt durch die zweiwöchige Übergangsphase im Juli mit dem Vorgänger. Sein erster Job: die Dienstbibliothek ordnen, die vor allem gesetzliche Vorschriften umfasst. In Verbindung mit dem Bauamt kommt aber auch das Bauplan-Archiv an die Reihe. "In diesem Bereich haben wir mit Abstand die meisten Anfragen", erläuterte der Archivar. Weiter ist geplant, die Standesamts-Unterlagen elektronisch zu erfassen. "Das ist wichtig für die Familienforschung und hilft beispielsweise, wenn jemand wissen will, wann sein Urgroßvater geboren ist", so der Fachmann.

Andere Interessenten recherchieren zur Bahngeschichte der 80er Jahre. "Da will beispielsweise jemand aus Niedersachsen dann über die Naabbrücken Bescheid wissen", erklärt der Archivar. "Manchmal reicht es aus, in Büchern nachzuschlagen, ein anderes Mal muss man tiefer gehen."

Der 29-Jährige ist jeweils zur Hälfte in Nabburg und Pfreimd tätig, und wechselt alle zwei Wochen die Örtlichkeit. "Ich bin aber flexibel, und kann auch außerplanmäßig kommen", informierte er die Stadträte und lud sie ein, das Archiv zu besichtigen.

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