10.11.2021 - 15:23 Uhr
PfreimdOberpfalz

Pfreimd bereitet sich auf großes Jubiläum vor

Mit einer Reihe von Veranstaltungen feiert Pfreimd 2022 den 650. Jahrestag der Stadterhebung. Ein besonderer Höhepunkt steht schon im Programm.

Die Vorarbeiten im "Museum Pfreimd" laufen auf Hochtouren. Die ersten Exponate werden gesichtet und zugeordnet.
von Richard BraunProfil

Seit dem 3. Januar 1372 darf Pfreimd die Stadtrechte führen. Doch die Entstehung der Siedlung am gleichnamigen Fluss reicht noch viele Jahrhunderte weiter zurück. Zeugnisse davon legen die vielen Funde aus früherer Zeit ab, die ab kommenden April einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen.

Die dafür geeignete Örtlichkeit, wie könnte es auch anders sein, sind drei Räume im Schloss, das einst den Leuchtenbergern als Sitz diente. Das "Museum Pfreimd" wird hier seine Tore öffnen. Doch bis es soweit ist, liegt noch ein schweres Stück Arbeit vor der Museumsleiterin Carola Reul. In der jüngsten Sitzung informierte sie den Stadtrat über den Stand der Dinge. Auch einige Zuhörer erhofften sich dazu Informationen aus erster Hand.

Die Museumsräume sind im Erdgeschoss des Schlosses untergebracht, die durch einen eigenen Eingang betreten werden können. Die Aufteilung der Räume richtet sich nach drei Schwerpunkten: Vor- und Frühgeschichte, Mittelalter und Leuchtenberger Residenzstadt. „Es soll kein Museum nur zum Sehen und Staunen sein, sondern den Besucher zur aktiven Mitgestaltung einladen“, sagte Carola Reul zum Schwerpunkt des Konzeptes. Die gezeigten Exponate stammen aus den verschiedenen Ausgrabungen und Funden in Iffelsdorf oder auf dem Gelände der Firma Gerresheimer. Insgesamt 75 archäologische Fundstellen sind um Pfreimd verzeichnet.

Dazu kommen noch Leihgaben vom Heimatkundlichen Arbeitskreis "Der Stadtturm", dem Stadtmuseum Nabburg oder vom Kreisheimatpfleger für Archäologie, Kurt Engelhardt. Zum besseren Verständnis wird die Verwendung aller Exponate anschaulich illustriert und durch acht Medienstationen ausführlich erklärt. „Der Besucher soll sehen, wie steinzeitliche Werkzeuge hergestellt wurden und was man damit machen konnte“, erläuterte die Museumsleiterin. Unterstützt wird dieses Ziel durch Replikate, die der Besucher auch in die Hand nehmen kann.

Ein digitales Stadtmodell nach dem Katasterplan von 1836 wird erstellt. Auch dem „Pfreimder Schatz“ wird mit Hilfe der Photogrammetrie besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Im Foyer findet dann die Neuzeit ihren Platz. Hier entsteht ein digitales Bildarchiv, das nach dem Prinzip des Setzkastens ständig erweitert und aktualisiert werden soll. Dafür bittet die Museumsleiterin um die Mithilfe der Pfreimder und im Besonderen der Vereine. Wer also in seinem Privatbesitz bedeutende Gegenstände oder Aufzeichnungen aus der jüngeren Stadtgeschichte hat, sollte diese der Museumsleiterin vorstellen. Carola Reul zeigte sich zuversichtlich, dass das gesteckte Zeil erreicht werden könne und der Eröffnung des „Museum Pfreimd“ im April nächsten Jahres nichts mehr im Wege steht. Die sehr ausführliche Präsentation wurde vom Stadtrat mit Applaus bedacht.

Blick auf die Prunkstücke des Pfreimder Museums

Pfreimd
Ausführlich informierte Museumsleiterin Carola Reul den Stadtrat über die Arbeiten im "Museum Pfreimd". Bis zur Eröffnung im April nächsten Jahres gibt es noch viel zu tun.

"Es soll kein Museum nur zum Sehen und Staunen sein, sondern den Besucher zur aktiven Mitgestaltung einladen."

Museumsleiterin Carola Reul.

Museumsleiterin Carola Reul.

 

 

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