04.08.2019 - 16:37 Uhr
PfreimdOberpfalz

Pfreimder geben Kommando in Rukla ab

Der sechsmonatige Einsatz des Panzerbataillons 104 in Litauen ist beendet. Die Ablösung kommt aus Thüringen. In den letzten Wochen im Baltikum zeigten die Oberpfälzer Soldaten noch einmal ihr Können.

von Alexander Pausch Kontakt Profil

Nach sechs Monaten an der Spitze des Nato-Bataillons in Litauen hat Oberstleutnant Peer Papenbroock aus Pfreimd (Kreis Schwandorf) das Kommando über das von Deutschland geführte Nato-Bataillon wieder abgegeben. Sein Nachfolger ist Oberstleutnant Rouven Habel, Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 391 aus Bad Salzungen. Die Thüringer lösen das Panzerbataillon 104 ab.

Mit rund 600 Soldaten stellten die Oberpfälzer den Kern der rund 1000 Mann starken "Enhanced Forward Presence (eFP) Battlegroup" in Litauen. Dazu gehörten auch Soldaten aus Tschechien, aus den Niederlanden und aus Norwegen. Der sechsmonatige Einsatz des Panzerbataillons 104 aus Pfreimd erfolgte zwei Jahre nachdem mit dem Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach (Kreis Schwandorf) erstmals ein deutscher Verband für sechs Monate ins Baltikum verlegt worden war. Weitere Nato-Bataillone gibt es in Estland, Lettland und Polen. Sie werden von anderen Nato-Ländern geführt.

Diese Battlegroups sollen den östlichen Mitgliedern des Bündnisse den Rückhalt der anderen Nato-Staaten signalisieren. Beim Kommandowechsel vergangene Woche im litauischen Rukla unterstrich der litauische Vizeverteidigungsminister Vytautas Umbrasas dies: "Indem sie Truppen für die Enhanced Forward Presence stellen, zeigen unsere Verbündeten ihre Verpflichtung zur gemeinsamen Verteidigung und zu Sicherheit der baltischen Staaten", sagte Umbrasas laut der Mitteilung des litauischen Verteidigungsministeriums. Er dankte Oberstleutnant Papenbroock für dessen ausgezeichnete Arbeit. Zudem wünschte er dem neuen Kommandeur Oberstleutnant Habel und seinen Soldaten alles Gute. Die Thüringer Soldaten werden unterstützt von Männern und Frauen aus den Niederlanden, Belgien, der Tschechischen Republik und Norwegen sowie vom einem Zivilisten aus Island.

Höhepunkt des Einsatzes des Panzerbataillons 104 war die zweiwöchige Übung "Iron Wolf (Eiserner Wolf)" Anfang Juli. An dieser nahmen auch Truppen aus Großbritannien, Dänemark, Polen und den USA teil. Zur Verstärkung der Pfreimder waren Soldaten vom Aufklärungsbataillon 8 aus Freyung und vom Artilleriebataillon 131 aus Weiden nach Litauen verlegt worden. Letztere nahmen ihre Panzerhaubitzen 2000 mit ins Baltikum. Ziel der Übung: Der Nato-Verband sollte einen fiktiven Gegner aus dem nahen Ausland abwehren, der versuchte, die litauische Hauptstadt Vilnius zu besetzten.

Bericht über Kommandoübernahme im Februar

Pfreimd

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.