Pfreimd
22.03.2026 - 11:46 Uhr

Starkbierfest der DJK Weihern-Stein wieder ein Riesenerfolg

Nach fünf Jahren Pause feiert das Starkbierfest der DJK Weihern-Stein mit Fastenpredigt und Singspiel ein gelungenes Comeback. Wortgewandt prangert Hans-Jürgen Schlosser lokale Missstände an, während humorvolle Sketche für Stimmung sorgen.

Am Samstagabend fand nach fünfjähriger Pause zum Starkbierfest der DJK Weihern-Stein eine Fastenpredigt und ein Singspiel statt. Das Weiherner Dorfheim war Punkt 19 Uhr voll besetzt, und das Personal der DJK servierte im Eiltempo das süffige Bockbier, die Weiherner „Nauler Sulzen“ und weitere deftige Unterlagen. In seiner einzigartigen urigen Art konnte Vorstand Florian Schmid mit „Servus miteinander“ die Gäste begrüßen, darunter auch Bürgermeister Richard Tischler mit Ehefrau Eva, sein Nachfolger Florian Reger und alte sowie kommende Stadträte.

Gegen 20 Uhr war es dann so weit: Der Weiherner Spitzen-Fastenprediger Hans-Jürgen Schlosser betrat in Begleitung des Bayerischen Defiliermarsches die Bühne. In seiner gewohnten lustigen, sarkastischen, nachdenklichen und auch herausfordernden Art begann er mit „Der Friede und das Starkbier sei mit euch“. Zuerst mussten der Bürgermeister und sein Stadtrat herhalten, über die Millionenverschwendung für ein Bauprojekt, das niemand braucht, Entscheidungen über einen Spielplatz in Oberweihern und eine nachdenkliche Gartenmauer. "Die Baustelle Weiherner Kirche wird ja dann so herausgeputzt, dass man auch wie in Köln Eintrittsgeld verlangen kann. Ja, der Weiherner Kreuzweg hat seine eigenen fünf Stationen, die schlimmste davon das Wasser, das sehr oft aus den Straßen sprudelt, der Glasfaserausbau ohne Internetverbindung oder die Straßen in Weihern, die mehr Löcher haben als Einwohner in Weihern. Die Weiherner Stadträtin in spe Kathrin Schönl kann man jetzt schon als Angela Merkel 2.0 bezeichnen, während Uli Haider dann die Ilse Aigner als Frontfrau kämpft. Ja, und wir haben lieber einen Pfarrer mit Kanten und Ecken als so einen Waschlappen, der keine Meinung hat. „Zum Weißen Rössl am Feuerwehrhaus“ mit Traumschiffsreisen am Lago „de Luigi“ wird dann schnell gebaut, um wieder ein Wirtshaus zu haben." Ja, es gab noch viele Rundumschläge in der über einer Stunde dauernden Fastenpredigt. Aber in der On-Off-Beziehung, man schimpfe übereinander, aber wenn’s drauf ankomme, halte man halt zusammen. Ein Film über die „Greatest City of Weihern“ mit der Freiheitsstatue „Bürgermeister“ Richard Tischler sowie nachdenkliche Worte über die Demokratie beendeten unter tosendem Applaus den Auftritt des Predigers.

Bianca Gietl und Kathrin Schönl waren dann die Ghostrider des Singspiels. Im Sportheim trafen sich der Luke und der Seppo, dazu kam dann der Maxl aus der Dusche, weil schon wieder ein Wasserrohrbruch in Weihern ist. Der Beppo jammerte über seinen Arsch, der schon grün und blau ist vom Fahrradfahren über die Weiherner Schlaglöcher. Also suchten die drei einen Sponsor für die Straßensanierung. Doch das Problem wollte Donald Trump mit einer 10-Millionen-Spende lösen und Weihern „Make Weihern great again“ als 51. Staat von Amerika machen. Doch die Weiherner lehnten das Angebot ab, wobei der Präsident danach sein Glück in Stein versuchen wird. Der alte und neue Landrat Thomas Eberling kam dann hereingeschneit und lobte die Weiherner für ihr gesamtes Engagement für Weihern, und dafür gibt es jetzt für Weihern eigene Kfz-Kennzeichen, die der Landrat persönlich überreichte. Einige „Gstanzl’n“ über Weihern beendeten den offiziellen Teil.

Hannes Reis bedankte sich bei den Akteuren für diese überragende Fastenpredigt und Singspiel-Show mit einem kleinen Geschenk. Doch ans Nachhausegehen dachte fast niemand, dazu war die Stimmung im Weiherner Dorfheim noch zu einzigartig, und genügend Starkbier war ebenfalls noch vorhanden.

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