Eine Stellungnahme gemäß dem Netzausbaubeschleunigungsgesetz bringt erneut die Forderungen und Bedenken der Stadt zu Papier. Die sieben neuralgischen Punkte im Trassenverlauf durch das Stadtgebiet wurden auch im jetzigen Statement deutlich zu Sprache gebracht. Die Kreuzung der A 93 südlich des Autobahnkreuzes A93/A6 birgt in mehrerlei Hinsicht ein erhebliches Konfliktpotential. Die Leitungstrasse durchquert hier das Naabtal mit den dazugehörigen Biotopen. Als bessere Alternative wird die Bündelung mit der A93/A6 angeregt. Um die baulichen Entwicklung der Ortsteile Nessating und Döllnitz mit Döllnitzmühle nicht zu behindern, wurde die Naturpark-Schutzzone geändert und dadurch die Umgriffe um die Orte deutlich weiter gefasst. Im Zuge der Trassenfindung sollten in jedem Fall die Grenzen der Naturpark-Schutzzone "als hoher Raumwiderstand" gewertet werden.
Trinkwasser schützen
Ähnlich verhält es sich auch in Weihern. Auch hier dürfe die Ortsentwicklung nicht behindert werden. Diese Bereiche wären von einer Überbauung mit der Leitung oder dem dazugehörigen Schutzstreifen freizuhalten. Die Stadt Pfreimd lehnt Eingriffe in den Waldbereich nördlich des Wasserschutzgebietes "Brunnstube" kategorisch ab. Hieraus bezieht die Stadt Trinkwasser bester Qualität. Jeder Eingriff könnte zur Beeinträchtigung der Schüttleistung in Qualität und Quantität führen. Die Stadt fordert daher, den Trassenkorridor nach Osten, über die SAD 31 hinaus, auszuweiten.
Eine weitere Forderung der Stadt betrifft die Ausgleichsfläche "Graslwöhr" in Iffelsdorf. Hier hat die Stadt eine große Summe investiert. In diese Fläche soll so gering wie möglich eingegriffen werden. Die Ortschaft Weihern wird vom Zweckverband Glaubendorfer Gruppe mit Trinkwasser versorgt. Im näheren Bereich der Wasserleitungen ist mit höchster Sorgfalt zu arbeiten, um Rohrbrüche zu vermeiden. Eindringlich wird auch darauf hingewiesen, dass zu keinem Zeitpunkt eine unzulässige Sichtbeziehung zur exponiert liegenden Eixlbergkirche entstehen darf. Dies wäre der Fall, wenn ein Teil als Freileitung ausgeführt werden würde. Der Stadtrat stimmte der Stellungnahme in allen Punkten zu.
Abbruch des Haas-Hauses
Bürgermeister Richard Tischler informierte die Stadträte noch, dass die neue Kooperation mit der Volkshochschule im Städtedreieck unter der Bezeichnung "Volkshochschulverbund im Landkreis Schwandorf" zum 1. Januar seine Arbeit aufgenommen hat. Im Gegenzug wird der alte Verbund aufgelöst.
Weiter berichtete der Bürgermeister, dass die Abbruchgenehmigung für den Anbau des Haas-Hauses eingegangen ist. Im nächsten Schritt werden entsprechend Angebote eingeholt, damit der Auftrag zeitnah vergeben werden kann. Die vorbereitenden Arbeiten erledigt der Bauhof.













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