Mit leuchtenden Augen erinnerte Alfred Sauer als Vorsitzender des Waidhauser Kleintierzuchtvereins an die früher so beliebten Wettbewerbe: „Manches Jahr fanden sogar zwei Termine, einmal im Frühjahr und einmal im Herbst, statt.“ Dann habe das Interesse bei den Zuschauern und auch bei den Züchtern merklich nachgelassen. Es brauchte nicht mehr lange, um das Einstellen der bislang gepflegten Tradition zu besiegeln. Am Sonntag rückte die geräumige Pfreimdtalhalle rückte in den Mittelpunkt. Im angrenzenden Vereinsheim rüstete sich eine kleine Schar weiblicher Mitglieder für den Frühschoppen, der die Veranstaltung begleitete. Durch die guten Meldezahlen konnte eine Aufteilung in zwei Gruppen erfolgen. Großrassen und Zwerghühner erhielten damit gleiche Gewinnchancen. Für jeden teilnehmenden Gockel musste der Vorsitzende einen Schiedsrichter bereitstellen. Nur so war eine korrekte Auswertung zu gewährleisten. Aufgrund des großen Zuspruchs auf Vereinsebene brauchten sich Vorsitzender Sauer und Schriftführer Josef Pohl darüber aber keine Sorgen zu machen. Selbst Marktrat Ewald Zetzl stellte sich ehrenamtlich in den Dienst der guten Sache. Der Glockenschlag der Dorfkirche gab um Punkt 9 Uhr schließlich das Startzeichen. Den aufmerksamen Schiedsrichtern standen von da ab emsige und eifrige Hähne direkt gegenüber. Doch es gab auch richtige Verweigerer. Keinen einzigen Laut gaben zwei große Gockel und drei Zwerge von sich. Ein einziger Hahn machte zudem von sich reden, nachdem er nur einen einzigen Kräher beitragen wollte.
Den Sieg bei den Großrassen holte Sabrina Bock aus Pfälzer Hof mit einem indischen Kämpfer, so der korrekte Rassename. Platz zwei ging an den kleinen Lokalmatador Emilio Sauer, der mit einem Araucana antrat. Bronze glückte Erhard Schwarzmeier aus Frankenreuth mit seinem Maran. Gut die Hälfte der 29 Teilnehmer starteten in der Zwergrasse. Hier hätte Josef Pohl aus Altenstadt bei Vohenstrauß die beiden ersten Plätze belegt, begnügte sich jedoch mit einem davon. Dadurch ergab sich folgende Schlusstabelle: 1. Pohl mit einem Antwerpener Bartzwerg, 2. Karl Schwarz, Waidhaus und 3. Stefan Stauber, Zengerhof (jeweils mit einer Zwergwyandotte). Alle Sieger erhielten Medaillen und Urkunden. Der Vorsitzende sicherte abschließend zu, „den Wettbewerb wieder zu einem festen Termin im Jahreskalender des Vereins zu machen“.
Pfrentsch bei Waidhaus
23.07.2018 - 12:27 Uhr
Große und kleine Kräher
von Josef Forster
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