Pfrentsch bei Waidhaus
09.01.2019 - 13:34 Uhr

Sportplatz-Bewässerung als Übung

An so einen Einsatz kann sich kein Aktiver der Feuerwehr Pfrentsch erinnern. Im Sommers ist das Spielfeld der Fußballer immer mehr ausgetrocknet. Gut, dass es engagierten Nachwuchs gibt.

Mit Kreisbrandmeister Matthias Schmidt befördert Kommandant Andreas Neuber die Aktiven Andrea Zöphel, Florian Kleber, Julia Landgraf und Johannes Kleber (von links).. Bild: fjo
Mit Kreisbrandmeister Matthias Schmidt befördert Kommandant Andreas Neuber die Aktiven Andrea Zöphel, Florian Kleber, Julia Landgraf und Johannes Kleber (von links)..

In der Jahresversammlung im Gasthaus Frölich informierten die Verantwortlichen über die außergewöhnliche Aktion. Um entgegenzuwirken, wässerte der Feuerwehr-Nachwuchs bei einer Übung den A-Platz. Die Ausbilder nutzten die Gelegenheit, um den Feuerwehranwärtern und Maschinisten die Grundlagen der Wasserförderung mit einer Tragkraftspritze näher zu bringen.

In seinem Bericht erwähnte Jugendwart Lukas Lanz auch die Ausstattung des Nachwuchses mit Schutzkleidung und neuen Feuerwehr-Shirts. Aus Reihen der Jugendfeuerwehr unterzogen sich Luisa Müller, Felix Lanz, Sophia Neuber und Florian Zetzl einzelnen Blöcken der modularen Ausbildung. Bastian Zetzl trat als neues Mitglied der Jugendgruppe bei. Luisa und Benedikt Müller, sowie Felix Lanz und Bastian Krämer meisterten mit Bravour die erste Stufe der „Jugendflamme“. Kommandant Andreas Neuber und Vorsitzender Thomas Müller leiteten die Abnahme.

Der Wehr stehen aktuell 56 Aktive und neun Jugendanwärter zur Verfügung. Zwölf Aktive sind ausgebildete und geprüfte Atemschutzträger. Über die verschiedenen Einsätze gab Kommandant Neuber einen kurzen Überblick. Elfmal ging im vergangenen Jahr ein Notruf ein. Seit April ist die Alarmierung auf Handys umgestellt. Entscheidendes Argument sei die Erreichbarkeit möglichst vieler Kräfte insbesondere in den Vormittagsstunden gewesen. Zum Anderen soll der ganze Ort in der Nacht nicht mehr wegen der bloßen Beseitigung einer Ölspur durch die Sirene aufgeschreckt werden.

Gleich zum Jahresbeginn standen zwei Alarmierungen zu Wohnungsbränden in Eslarn und Waidhaus. Zu beiden Einsätzen rückten die Aktiven mit schwerem Atemschutz aus, doch es handelte sich jeweils um einen Fehlalarm. Bei der Rauchentwicklung in einem Gebäude in Waidhaus Ende April leisteten die Einsatzkräfte schließlich schnelle Hilfe. Zurück ging die Erinnerung an die grenzüberschreitende Übung mit 250 angenommenen Verletzten auf dem Areal des einstigen Autobahn-Grenzübergangs. Ein Kleinbrand folgte als Einsatz im Juli in Reichenau und Mitte September galt es noch einen Baum auf der Straße zum Staatsgut zu beseitigen. Bei den sieben technischen Hilfeleistungen, zwei Brandeinsätzen und zwei Fehlalarmen kamen 102 Einsatzstunden zusammen.

Thomas Lang, Anton Zimmermann, Florian Kleber und Andrea Zöphel unterzogen sich Leistungsabzeichen. Weitere Ausbildungseinheiten absolvierten Alexander Krauß und Sarah Schöbel. Für die Atemschutzträger gab es neun Übungen. Mit dem Feuerwehrauto legten die Mitglieder während des Jahres knapp 2000 Kilometer zurück. Für das Reinigen des Gerätehauses und die Pflege der Außenanlage wandten freiwillige Helfer 300 Stunden auf. Für die laufenden Kosten am Gerätehaus dankte Neuber für die Zuschüsse der Marktgemeinde Waidhaus, doch sei auch Manches aus der Vereinskasse bezahlt worden.

Mit Kreisbrandmeister Matthias Schmidt aus Hagendorf sprach der Vorstandschaft mehrere Beförderungen aus. Andrea Zöphel und Johannes Kleber sind nun Oberfeuerwehrmänner, Daniel Keim und Florian Kleber ernannte Kommandant Neuber zu Hauptfeuerwehrmännern. Als geprüfte Maschinisten stehen nun Julia Landgraf und Patrick Sauer zur Verfügung. Kassier Georg Kleber informierte über die Kassenbewegungen und Kontostände. Die 121 Mitglieder untergliedern sich in 56 aktive und 31 passive, informierte Vorsitzender Wolfgang Voit aus Eslarn.

 
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