01.07.2021 - 13:07 Uhr
PirkOberpfalz

Gekappter Naabtalradweg: Gemeinderat stellt Entscheidung zurück

Soll der Waldnaabtalradweg zwischen Pirk und Neubau wieder befahrbar gemacht werden? Die Pirker CSU ist dafür und stellt einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat. Die Meinungen gehen weit auseinander

Die Brücke über die Waldnaab bei Pirkmühle ist gesperrt. Hier führt eigentlich der Naabtal-Radweg weiter. Doch dahinter liegt das Firmengelände von Constantia Hueck Folien.
von fsbProfil

Die CSU-Gemeinderatsfraktion hatte am 21 . Mai einen schriftlichen Antrag zur Wiederherstellung des Waldnaabtalradwegs zwischen Pirk und Neubau gestellt. Hierzu gebe es Fördermöglichkeiten bis 2023 durch das Radverkehrsprogramm des Bundes "Stadt und Land". Der Weg sei eine wichtige Verbindung zwischen Pirk und Weiden, genutzt sowohl von Berufspendlern als auch von Freizeitsportlern, hieß es in der Sitzung, zu der nur zwei Zuhörer gekommen waren und die wegen der EM später anfing.

Ab November 2018 war der Radweg in diesem Teilstück gesperrt worden. Verantwortlich war dafür zum einen die marode Brücke im Zuständigkeitsbereich der Stadt Weiden. Andererseits wurde durch die Erweiterung des Geländes der Firma Constantia die Richard-Hülsmann-Allee entwidmet. Seitdem ist ein etwa 1,5 Kilometer langer "Umweg" über Rothenstadt erforderlich. In dem Antrag wurde auch verlangt, dass die Gemeinde diesbezüglich Kontakt mit der Stadt aufnimmt und die Verwaltung das Sonderprogramm überprüft.

Dies sei bereits über die zuständige Förderstelle der Regierung der Oberpfalz erfolgt, erläuterte Kämmerer Sven Lederer die Sachlage. Demnach sei die Grundlage für das Förderprogramm das "Radnetz Bayern", das als Entwurf am Landratsamt liege. Dabei werde das Teilstück Neubau - Pirk "nur" als touristischer Radweg eingestuft und sei deshalb in diesem Sonderprogramm nicht förderfähig. Es sei nicht bekannt, ob man noch Änderungen beantragen könne.

In der regen Diskussion gingen die Meinungen weit auseinander. Im Haushaltsplan sind für die Jahre 2022/23 Ausgaben für einen möglichen Brückenneubau von 1.675.000 Euro eingeplant. Bei optimalster Förderung verblieben immer noch 355.000 Euro bei der Gemeinde. Für Fraktionssprecher Thomas Fritsch (FW) sind 1,5 Kilometer Wegersparnis nicht diese Summe wert. Eine neue Brücke zu bauen, könne man sich vielleicht in zehn Jahren leisten. Jetzt sei die Haushaltslage zu angespannt.

Auch Bürgermeister Dietmar Schaller erklärte, diese Summe nur mitzugehen, wenn die Finanzierung gesichert sei. Die CSU-Räte und Martin List (SPD) hingegen stellten die Möglichkeit in den Vordergrund, Gespräche mit der Firma und der Stadt Weiden anzustreben. Seien Lösungen zu teuer, könne man sie immer noch verwerfen. Das wiederum lehnte Fritsch strikt ab. Schließlich schlug Bürgermeister Schaller vor, den Antrag bis zur Sicherung der Finanzierung zurückzustellen und zudem zeitnah die vorgeschlagenen Gespräche aufzunehmen.

Radtouristikfahrt

Ums Radfahren ging es auch bei einem Antrag des VC Concordia. Nach der Freigabe von Sportveranstaltungen ab dem 7. Juni entschied sich der Verein, am Sonntag, 8. August, seine Radtouristikfahrt "Pirker Zoigl" und den Radmarathon "Pirker Grenzerfahrung" durchzuführen, allerdings unter Hygienemaßnahmen und in abgespeckter Form. So gibt es ausschließlich eine Online-Voranmeldung. Am Start sind keine Anmeldungen möglich. Der Start- und Zielbereich wird im Freien aufgebaut.

Keine Gebühr

Für alle Strecken, die diesmal ausschließlich auf deutschem Gebiet verlaufen, gibt es feste Startzeitfenster, die nur 30 Teilnehmer in jeweils 10 Minuten zulassen. Zur Essensausgabe und zum Ausschank, die diesmal nicht im Zielbereich erfolgen können, wird die örtliche Gastronomie eingebunden. Es entfallen auch die Aussteller und das Rahmenprogramm. Zur Durchführung der Veranstaltung wird im Start-/Zielbereich die Nutzung der Schule hinsichtlich der WC-Anlagen, Umkleiden und Duschen benötigt. Diesem Ansinnen erteilte das Gremium einstimmig die Genehmigung. Im Hinblick auf die Pandemie wird die bisherige Gebühr von 50 Euro erlassen.

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