18.06.2020 - 17:17 Uhr
PirkOberpfalz

Kinderkrippe Pirk: „Johanniter“ als Partner

„Aus Liebe zum Leben“ – so der Untertitel eines Werbefilms der „Johanniter“ im Internet über ihre vielfältigen Aufgaben. Eine davon stand im Mittelpunkt eines Pressetermins, zu dem Bürgermeister Dietmar Schaller ins Rathaus lädt.

In gebührendem Sicherheitsabstand, aber verbunden im gemeinsamen Projekt: Bürgermeister Dietmar Schaller (links), und die Johanniter-Unfall-Hilfe als Träger mit Regionalvorstand Martin Steinkirchner und Sachge-bietsleiterin Sylvia Meyer.
von Redaktion ONETZ Kontakt Profil

Sein besonderer Gruß galt Martin Steinkirchner, Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe, Sachgebietsleiterin Sylvia Meyer und dem Leiter Marketing, Kommunikation, Vertrieb und Fundraising, Andreas Denk. Anlass dazu war eine Willenserklärung von Gemeinde und Johanniter-Unfall-Hilfe über die Trägerschaft der zweiten Kinderkrippe im Ort. Die Hauptarbeit hierfür, so Schaller, habe sein Vorgänger Michael Bauer geleistet.

Bei der momentanen Kinderkrippe mit 15 genehmigten Plätzen, davon sechs im Untergeschoss, besteht innerhalb der beiden nächsten Jahre dringender Handlungsbedarf, da etwa 35 Plätze erforderlich sind. Unabhängig von der Ausweisung neuer Baugebiete sind jährlich in der Gemeinde etwa 18 Neugeborene zu verzeichnen und mittlerweile nutzen bis zu 90 Prozent der Eltern eine Kinderkrippe. Umbaumaßnahmen bei der bestehenden Einrichtung für die Schaffung von fünf weiteren Plätzen hätten rund 80 000 Euro gekostet. Deshalb stimmte der Gemeinderat Ende 2019 für eine Neubaumaßnahme und anerkannte den weiteren Bedarf von 24 Krippenplätzen in zwei Gruppen. Dabei wird auf dem Grundstück der Katholischen Kirchenstiftung die alte Kegelbahn, die im neuen Sportfunktionsgebäude in Betrieb gehen wird, abgerissen und das Areal nach Westen erweitert. Bei dem mit vermutlich 1,4 Millionen Euro veranschlagten Projekt ist mit etwa 425 000 Euro Zuschüssen zu rechnen.

Kinderkrippe: Kapazitäten reichen nicht

Pirk

Für die notwendige Erweiterung übernimmt die Diözese keine Trägerschaft. Alle Baumaßnahmen müssen deshalb über die Gemeinde abgewickelt werden. In einer vorgesehenen künftigen Seelsorgeeinheit der Pfarreien Pirk und Schirmitz würden gemeinsam nur sechs Gruppen Förderung erhalten. Daher braucht die Gemeinde auch einen neuen Träger für die zweite Kinderkrippe.

Von drei Bewerbern überzeugte dabei das Konzept der „Johanniter“. Steinkirchner, seit 1989 dabei, erst ehrenamtlich und seit 2006 hauptamtlicher Regionalvorstand, dankte für das Vertrauen und stellte kurz die Einrichtungen seiner Organisation im Regionalverband Ostbayern vor. Die „Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.“ wurde 1952 in Hannover als Ordenswerk des über 900 Jahre alten Johanniterordens gegründet, ist seither in den unterschiedlichsten karitativen und sozialen Bereichen aktiv und bietet Dienstleitungen an, die der Mensch vom ersten bis zum letzten Tag brauchen könne. Dazu gehören beispielsweise die Bereiche Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Erste-Hilfe-Ausbildung und die Betreuung und Pflege älterer und kranker Menschen. In den vergangenen Jahren bauten die Johanniter in Ostbayern, wo knapp 1000 hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigt sind, auch ihre Kinder- und Jugendarbeit mit 123 Betreuungsangeboten extrem aus. Der Aufbau neuer Einrichtungen sei mittlerweile schon ein Routineprozess. Man könne aus der Erfahrung heraus vieles einbringen, kenne die Ansprechpartner, habe bei Elternbefragungen eine hohe Zufriedenheitsquote und biete Gespräche über den kurzen Dienstweg an. Er sehe die Bekanntgabe an die Öffentlichkeit als Chance für Anmeldungen seitens der Eltern und als Möglichkeit der Bewerbung für Mitarbeiter. Für die Kindereinrichtungen zuständig ist seit 31 Jahren Sylvia Meyer. Sie freue sich immer, wenn etwas Neues hinzukomme und betonte, dass eine Kinderkrippe enger Bestandteil eines Ortes sein solle.

Ab deren Fertigstellung, angedacht ist Herbst 2021, übernehmen die „Johanniter“ hierfür die Trägerschaft. Der entsprechende Vertrag wird demnächst unterzeichnet werden. Abschließend stießen die Beteiligten mit einem Gläschen auf gutes Gelingen und harmonische Partnerschaft an.

Flächenplan der Baumaßnahme Kinderkrippe mit Abriss der alten Kegelbahn (rot P I) und Erweiterung Richtung Westen.
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