23.01.2019 - 16:19 Uhr
PirkOberpfalz

Radweg braucht neuen Verlauf

Der Waldnaabtal-Radweg ist zwischen Neubau und Pirk unterbrochen. Verantwortlich dafür sind eine marode Brücke und Sicherheitsbestimmungen von Constantia Pirk. Es gibt Pläne, wo der Radweg künftig verlaufen könnte.

Sanierungsbedürftig und gesperrt: Über die Brücke, die auf dem Waldnaabtal-Radweg liegt, kommt vorerst niemand mehr.
von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil

Spaziergänger, Jogger und Fahrradfahrer, die auf dem Waldnaabtal-Radweg von Neubau aus in Richtung Pirk unterwegs sind, müssen aktuell feststellen: Da geht es nicht mehr weiter. Die Brücke über den Flutkanal ist gesperrt. Einerseits, weil sie "stark sanierungsbedürftig" ist, andererseits, weil der Radweg auf der anderen Seite keiner mehr ist, sagt Hubert Grillmeier vom Weidener Hochbauamt. Die Strecke zwischen dem Übergang über den Flutkanal bis zur Richard-Hülsmann-Allee ist aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit gesperrt. Zu gefährlich sei es da nach Angaben von Constantia Pirk, weil sich dort seit der Eröffnung des neuen Logistik-Zentrums Lkw- und Stapler-Fahrer mit anderen Verkehrsteilnehmern in die Quere kommen können.

Radweg soll anders laufen

Wie genau mit der gesperrten Brücke künftig verfahren werde, ist laut Grillmeier noch nicht sicher. "In Bezug auf den Radweg gibt es Überlegungen zu möglichen Alternativplanungen.". Ob die Brücke dann ganz abgebaut oder saniert werden soll, steht noch nicht fest. "Sollte der Weg umverlegt werden, machen wir sie wieder auf." Zwar ist die Stadt Weiden für die Brücke zuständig, für die Veränderung der Wegeführung der Radstrecke aber ist die Gemeinde Pirk verantwortlich. Bürgermeister Michael Bauer betont, dass es auf jeden Fall Ziel der Gemeinde sei, den Radweg zu verlegen. Zwei Varianten stehen derzeit zur Debatte. "Wir haben einen Auftrag an ein Ingenieurbüro erteilt, zu prüfen, welche Option besser durchführbar ist und wie viel das jeweils kosten soll", sagt er. Auf die Schnelle lasse sich aber keine der Möglichkeiten umsetzen: Aufgrund der Ausgaben für den zukünftigen Sportpark seien die finanziellen Ressourcen der Gemeinde aufs Erste erschöpft. "In diesem Jahr geht das sicher nicht mehr.",

Zwei mögliche Varianten werden derzeit von einem Ingenieursbüro geprüft. Variante A läuft von Norden her rechts entlang des Flutkanals. Variante B mit zwei Brücken verläuft von Norden her entlang der linken Uferseite.

Denkbare Alternativen

Zur Variante A (grün in der Karte eingezeichnet): Es wäre denkbar, dass Radfahrer künftig von Neubau aus bis zur derzeit gesperrten Brücke fahren. Dort wechseln sie dann nicht mehr an das andere Ufer, sondern bleiben weiterhin rechts des Flutkanals und fahren entlang der A93 weiter Richtung Süden. Auf Höhe des ehemaligen Fußballplatzes müsste die Gemeinde eine Neue Brücke über die Waldnaab bauen, auf der die Radler an die linke Uferseite wechseln könnten. Auf einem Feldweg entlang der Pirker Kläranlage kämen sie schließlich wieder auf die Rothenstädter Straße in Richtung Pirk. Bürgermeister Bauer zufolge prüft das Ingenieurbüro gerade, ob sich der Unterbau am rechten Flutkanal-Ufer für eine Verlegung eignet.

Variante B (orange in der Karte) würde den derzeit gesperrten Flutkanal-Übergang miteinbeziehen. Der müsste saniert und wieder eröffnet werden. Für Fußgänger und Radfahrer, die aus Richtung Weiden/Neubau kommen, ginge es dann von der rechten auf die linke Seite des Flutkanals, bis sie die Gabelung Flutkanal-Waldnaab erreichen. An dieser Stelle müsste die Gemeinde eine zweite, allerdings kleinere Brücke über den "Werksbach" (in der Karte als Waldnaab bezeichnet) bauen. Der Weg würde schließlich wie Variante A auch auf den Feldweg entlang der Kläranlage führen und von dort aus auf die Rothenstädter-Straße in Richtung Pirk gehen.

 

 

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