17 Stunden am Steuer: Polizei stoppt Lkw-Fahrer bei Pittersberg – 24-stündige Kontrollaktion

Bei dieser Kontrollaktion waren nur Laster und Busse im Fokus: Die Polizei hat oberpfalzweit den Schwerverkehr kontrolliert – und bei Pittersberg zwei gefährliche Verstöße entdeckt. Ein Fahrer freute sich, endlich schlafen zu können.

In der ganzen Oberpfalz hat die Polizei den Schwerverkehr kontrolliert - und dabei bei Pittersberg zwei krasse Verstöße aufgedeckt.
von Tobias Gräf Kontakt Profil

"Truck & Bus" – so hat die Polizei ihre länderübergreifenden Kontrollen genannt, bei denen am Mittwoch und Donnerstag, 13. und 14. Oktober, in ganz Europa Lkw und Busse überprüft wurden. Auch in der Oberpfalz waren mehrere Polizeidienststellen beteiligt. Die Amberger Verkehrspolizeiinspektion hat auf der B85 bei Pittersberg zwei gefährliche Verstöße festgestellt und in einem Pressebericht zusammengefasst, den das Oberpfälzer Polizeipräsidium veröffentlichte.

Demnach wurde dort am Mittwochvormittag, 13. Oktober, ein Sattelzug gestoppt, dessen Fahrer bereits 17 Stunden ohne Pause hinter dem Steuer gesessen hatte. Der 65-Jährige überschritt die erlaubte Lenkzeit somit um ganze sieben Stunden – das bringt wegen der Müdigkeit ein enormes Unfallrisiko mit sich. Doch damit nicht genug: Die Beamten deckten laut Bericht weitere Fahrpersonal- und Geschwindigkeitsverstöße fest. Aufgerechnet ergab das ein Bußgeld für den Fahrer von rund 1800 Euro. "Sein Unternehmen muss zudem eine Geldbuße von rund 5400 Euro bezahlen", schreibt die Polizei. Die Amberger Polizisten untersagten dem 65-Jährigen die Weiterfahrt und verordneten ihm eine Mindestruhezeit von neun Stunden. Der Fahrer soll laut dem Bericht sogar erfreut gewesen sein, nun endlich schlafen zu können.

Zu 66 Prozent überladen

An gleicher Stelle bei Pittersberg stoppten die Polizisten auch einen Fahrer, dessen Transporter massiv überladen gewesen sein soll. Der Handwerker habe laut Polizei für seine Firma drei Geldautomaten zur Installation nach Nürnberg bringen wollen. Die Verkehrspolizisten stellten den Transporter auf die Waage – und stellten erstaunt fest, dass das Gefährt zu 66 Prozent überladen gewesen war. Die Weiterfahrt wurde verboten. Der Mann muss nun mit einem Bußgeld und der verantwortliche Unternehmer mit einem Verfahren zur Vermögensabschöpfung rechnen.

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